Feedback geben und empfangenLernen durch Feedback

Feedback zeigt die Wirkung von Verhaltensweisen auf andere. Daraus können diejenigen, die Feedback erhalten, lernen und ihr Verhalten ändern oder bewusst beibehalten. Mit einer Rückmeldung von anderen kann zudem die Selbstwahrnehmung mit der Fremdwahrnehmung verglichen werden.

Wie Feedback zum Lernen beiträgt

Feedback macht auf konstruktive Weise aufmerksam auf unbewusste oder unangebrachte Verhaltensweisen. Das ist gleichzeitig eine Chance für diejenigen, die Feedback bekommen. Denn Feedback dient dazu, voneinander zu lernen und positive Verhaltensweisen zu fördern. Außerdem kann mit Feedback die Selbst- und Fremdwahrnehmung verglichen werden, damit kein unrealistisches und verzerrtes Selbstbild entsteht.

Oft geben sich die Menschen in ihrer täglichen Zusammenarbeit zu wenig Rückmeldung oder Feedback. Sie nehmen an, sie wüssten, was die anderen denken, fühlen und wünschen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beklagen, dass ihre Vorgesetzten zu wenig Feedback geben. Dabei bietet es die Möglichkeit, sich über Gedanken, Überlegungen, Emotionen, Meinungen und Verhaltensweisen auszutauschen. Feedback ist Hilfe und Unterstützung, um neue Verhaltensweisen zu erlernen. Es ist somit eine hervorragende Möglichkeit, um miteinander zu lernen.

Was Feedback leistet

Umfang und Wirksamkeit des Feedbacks werden stark beeinflusst vom Maß des Vertrauens in der Gruppe und zwischen den jeweils betroffenen Personen. Zudem hat die Organisationskultur in einem Unternehmen einen großen Einfluss darauf, ob sich Beschäftigte und Vorgesetzte eine Rückmeldung geben und welche Wirkung das auf die einzelnen Personen hat.

Wenn es eine positive Feedback-Kultur im Unternehmen oder in der Gruppe gibt, hat das Feedback geben viele Vorteile:

Aus Feedback lernen

Menschen lernen besonders gut, wenn sie die Ergebnisse ihrer Handlungen durch Feedback erfahren. Wenn alle Gruppenmitglieder zunehmend bereit sind, sich gegenseitig Hilfen in Form von Feedback zu geben, so wachsen die Möglichkeiten des voneinander Lernens in erheblichem Maße. Nur so ist es möglich, die Fremdwahrnehmung mit der Selbstwahrnehmung zu vergleichen.

Feedback sorgt für Transparenz

Die Folgen, Wirkungen und Konsequenzen des Verhaltens werden für die Beteiligten transparent. Die positive Absicht einer Person kann gewürdigt werden und die möglicherweise unbeabsichtigte Wirkung kann unabhängig davon analysiert werden. Das Feedback geben dient dazu, Handlungsalternativen zu suchen, die die gewünschten Ergebnisse wahrscheinlich machen. Feedback klärt außerdem Beziehungen zwischen Personen und hilft, die andere Person besser zu verstehen.

Feedback stützt und fördert positive Verhaltensweisen

Feedback korrigiert Verhaltensweisen, die der betroffenen Person und der Gruppe nicht weiterhelfen oder die der eigentlichen Intention nicht genügend angepasst oder konform sind. Erst nach Erhalt dieser Information sind die Feedback-Empfänger in der Lage, darüber nachzudenken, wie sie ihr Verhalten verändern können, damit das von ihnen beabsichtigte Ergebnis eintritt. Wichtig: Nur die betroffene Person entscheidet über Verhaltensänderungen, niemals der Feedbackgeber!