Führen ohne VorgesetztenfunktionMitarbeiter auch ohne disziplinarische Macht motivieren

Als Führungskraft ohne disziplinarische Macht sollten Sie Bedingungen schaffen, damit Ihre Teammitglieder motiviert sind. Fünf Wege führen zu einer hohen Mitarbeitermotivation.

Als Führungskraft ohne disziplinarische Macht kommt es für Sie ganz besonders darauf an, dass Ihre Mitarbeiter motiviert sind, um Sie und Ihr Projekt so zu unterstützen, wie Sie es sich wünschen. Es ist zwar umstritten, ob sich andere überhaupt von außen motivieren lassen. Trotzdem können Sie Bedingungen schaffen, damit Ihre Teammitglieder motiviert sind.

Sich realistische Motivationsziele setzen

Auch wenn Sie kein Motivationskünstler sind, gibt es einige Regeln und Methoden, um die Motivation von anderen Menschen zu beeinflussen – oder um zumindest die Demotivation zu verhindern. Erste wichtige Regel: Bleiben Sie realistisch. Sie kennen die Mitglieder in Ihrem Team und können in etwa einschätzen, mit welcher Motivation sie an den Start gehen. Gehen Sie davon aus, dass Sie eine geringe Motivation nicht von heute auf Morgen stark steigern können. Setzen Sie sich also realistische Motivationsziele. Oft reicht es ja aus, wenn jeder die ihm übertragenen Aufgaben ohne lange Diskussion ausführt. Das erreicht man nach Stöwe und Keromosemito [Führen ohne Hierarchie, 2004] etwa durch:

  • eine positive Beziehung zu den Teammitgliedern
  • Anerkennung von Leistung durch Lob
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre
  • Übertragen von Verantwortung
  • Delegieren von interessanten Aufgaben (Bezug zu den Persönlichkeitstypen herstellen)
  • Ressourcen verfügbar machen
  • Druck von außen abfedern

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