Arbeits- und Organisationspsychologie Motivation aus organisationspsychologischer Sicht

Motivation wird häufig mit der Theorie der Hierarchie nach Maslow beschrieben. Erfahren Sie, wie Sie dieses Modell interpretieren und wie Sie die Motivation Ihrer Beschäftigten steigern. Außerdem geht es in diesem Abschnitt um die Frage, wie Sie die Arbeitszufriedenheit Ihrer Mitarbeiter ermitteln.

Persönlichkeit und Anreize für die Motivation

Die Leistung und das Verhalten eines Mitarbeiters resultieren nicht nur aus dem, was er kann (Fähigkeiten und Fertigkeiten), sondern auch aus dem, was er will – seiner Motivation. Motivation entsteht aus der jeweiligen Wahrnehmung einer Situation und den Persönlichkeitsmerkmalen, die der Mitarbeiter hat. Wenn er Anreize erkennt, wird aus den persönlichen Präferenzen und den externen Anreizen die Motivation. Wenn also zu vorhandenen Motiven die richtigen Anreize kommen, entwickelt sich Motivation.

In Theorie und Praxis wird nach Bedingungen und Möglichkeiten gesucht, die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erhöhen. Dazu gibt es zahlreiche Meinungen. Mögliche Anreize und Arbeitsmotive sind:

  • Bedürfnis nach Geld
  • Beitrag, etwas für andere zu leisten
  • Möglichkeit, geistige und körperliche Energien abzuführen
  • Geltungsstreben
  • Kontaktbedürfnis
  • Bedürfnis nach Abwechslung
  • Abenteuerlust und Lust auf Innovation und Veränderung
  • Bedürfnis nach Sinngebung und Selbstverwirklichung
  • Bedürfnis nach Sicherheit
  • Harmoniebedürfnis
  • Arbeit als soziale Norm

Theorie der Bedürfnishierarchie nach Maslow

Um Motivation zu beschreiben, wurden unterschiedliche Modelle entwickelt. Am bekanntesten ist Maslows Theorie der Hierarchie der Bedürfnisse. Sie wird meist in der Form einer Pyramide dargestellt (siehe Abbildung 3). Auch wenn diese Theorie kritisiert wurde und empirisch nicht begründet werden konnte, wird das Modell oft zur Erklärung von Motiven genutzt. Für Unternehmen wird daraus abgeleitet: Sie sollen bei der Gestaltung der Arbeit diese Motive berücksichtigen. Das muss nicht in einem hierarchischen Sinn erfolgen. In der Praxis wird es darum gehen, alle Ebenen gleichermaßen zu beachten und Bedingungen zu schaffen, dass die jeweiligen Bedürfnisse bei der Arbeit befriedigt werden können.

Abbildung 3: Motivpyramide nach Maslow