Interkulturelle Teams führenPhasen der Entwicklung interkultureller Teams

Interkulturelle Teams durchlaufen vier Teamphasen. In jeder Phase kann die Führungskraft unter Berücksichtigung kultureller Aspekte ihr Team unterstützen.

Das Teamphasenmodell

Bruce W. Tuckman beschreibt ein Phasenmodell, das die Entwicklung von Teams aufzeigt. Tuckman ging davon aus, dass Teams Zeit benötigen, bis sich einzelne Mitglieder aufeinander eingespielt haben und untereinander eine Vertrauensbasis besteht. Dazu durchlaufen die Teammitglieder vier Phasen: Forming, Storming, Norming, Performing. Erst nach der vierten Phase ist effektive Teamarbeit möglich.

Für interkulturelle Teams entwickelten Smith und Noakes ein darauf aufbauendes Modell, das die kulturellen Aspekte im Team berücksichtigt und spezifische Probleme internationaler Teams aufzeigt. In jeder der vier Phasen der Teamentwicklung laufen bestimmte interkulturelle Prozesse ab. Das Ergebnis dieser Prozesse kann positiv oder negativ sein. Es beeinflusst das Erreichen der jeweils nächsten Phase. Wie effektiv ein interkulturelles Team zusammenarbeitet, hängt schließlich davon ab, ob und wie sich die Mitglieder als Team formieren:

Phase 1 – Etablierungsphase

Das Team wendet sich erstmals einer gemeinsamen Aufgabe zu. Die Beziehungen unter den Teammitgliedern sind noch offen. Es geht darum, Kontakte herzustellen, die Zugehörigkeit zur Gruppe zu sichern und eine gemeinsame Vertrauensbasis zu schaffen. Wie die Kontaktaufnahme erfolgt, ist stark kulturabhängig. Diese Phase ist durch Unsicherheit und Konfusion sowie durch Ausloten der Situation charakterisiert. Weil kaum Informationen über die jeweils anderen Mitglieder existieren, greifen die Mitglieder eines interkulturellen Teams verstärkt auf Stereotype zurück. Es werden erste Ziele und Regeln eingeführt.

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