ProzessmanagementProzessqualität ermitteln und bewerten

Die Prozessqualität macht sichtbar, wie gut die Prozesse zu den Unternehmenszielen und zur Unternehmensstrategie beitragen. Dazu müssen die Ziele und Strategien vorab festgelegt und beschrieben sein. Wie gut Prozesse dazu beitragen, zeigt sich anhand definierter Leistungsparameter und Kennzahlen. Im Folgenden wird beschrieben, wie diese festgelegt werden.

Von den Zielen und Strategien zu den Prozessanforderungen

Wer seine Prozesse gestalten oder verbessern will, muss wissen: wozu? Die Antwort findet sich in den Unternehmenszielen, in der Unternehmensstrategie und in den strategischen Plänen und Absichten, die das Unternehmen verfolgt. Kern jeder Unternehmensstrategie ist der Wille, sich im Wettbewerb zu behaupten und die eigenen Ziele zu erreichen. Die optimale Prozessorganisation soll genau das gewährleisten.

Um das Mittel „Prozessmanagement“ auf den Zweck „Zielerreichung und Strategieumsetzung“ auszurichten, müssen die zentralen strategischen Ziele und Bausteine klar – also schriftlich formuliert – sein. Sie werden im Rahmen der Strategieplanung bestimmt. Aus ihnen lassen sich Anforderungen an das Prozessmanagement ableiten. Hier einige Beispiele:

Strategisches Ziel Anforderungen an das Prozessmanagement
Kostenführerschaft einfache, standardisierte und kostengünstige Prozesse
Marktführer mit innovativen Produkten umfassendes Technologie-Know-how sicherstellen, kurze Entwicklungsprozesse, Schnelligkeit bei der Markteinführung der neuen Produkte
hohe Servicequalität stärkere Ausrichtung der Prozesse auf Kundenanforderungen, hohe Prozessqualität und Flexibilität
Produktpalette ausweiten Flexibilität der Prozesse steigern
Wachstum in neuen Regionen Prozesse auf neue Anforderungen vorbereiten (Robustheit), neue Prozesse definieren und aufbauen