Six SigmaSix Sigma-Prozesse DMAIC und DFSS

Grundlage für Six Sigma ist die standardisierte Vorgehensweise. Diese ist als DMAIC-Prozess definiert und beschrieben. Dabei geht es um die Analyse und Verbesserung von bestehenden Prozessen. Wenn Produkte neu entwickelt oder Prozesse erstmals eingeführt werden, kommt die Methode Design For Six Sigma (DFSS) zum Einsatz. Diese ist hier ausführlich erläutert.

Mit Six Sigma geht es vor allem um die Prozesse und die Prozessqualität. Sie werden permanent auf den Prüfstand gestellt, um Variation und Abweichungen von den Vorgaben und Soll-Werten auszuschließen. Dazu bedient sich das Six Sigma-Konzept selbst eines standardisierten Ablaufs – wobei zwei Fälle unterschieden werden:

  • bestehende Prozesse prüfen, verbessern und optimieren nach dem DMAIC-Prozess
  • Prozesse neugestalten nach dem DMADV-Prozess; weil es sie so vorher nicht gab oder weil sie in ihrer bisherigen Form nicht geeignet sind, die Anforderungen zu erfüllen

Bestehende Prozesse optimieren mit DMAIC

Alle Prozesse im Unternehmen kommen regelmäßig auf den Six Sigma-Prüfstand – insbesondere dann, wenn Fehler, Defekte oder Abweichungen erkennbar sind oder wenn hohe Kosten oder unnötige Verzögerungen vermutet werden. Für diese Fälle kommt der Six Sigma-Kernprozess DMAIC zur Anwendung. Der zugrundeliegende Unternehmensprozess ist bereits beschrieben und etabliert, kann oder muss aber verbessert oder optimiert werden.

Abbildung 1 zeigt die Prozessschritte nach DMAIC im Überblick und benennt die jeweils anfallenden Aufgaben. Mit der Abbildung des Prozesses als Kreislauf wird sichtbar, dass die Prozessoptimierung nach Six Sigma keine einmalige Aufgabe ist und nach einer Prüfung abgeschlossen wird. Auch geprüfte und verbesserte Prozesse sind immer wieder Kandidaten für Prüfungen; das drückt auch die Prozessphase „Control“ aus.