Wertstromanalyse (Value Stream Mapping)So führen Sie eine Wertstromanalyse durch

Mit der Methode der Wertstromanalyse erfassen Sie Ihre Prozesse so, wie sie tatsächlich sind. Mit der Visualisierung im Wertstrom-Diagramm und mit der Bewertung der zugehörigen Kennzahlen erkennen Sie Schwachstellen, die Sie beseitigen sollten. Dazu entwickeln Sie einen Maßnahmenplan.

Eine Wertstromanalyse wird oft in den Unternehmensbereichen Produktion mit der Fertigung und Montage von materiellen Produkten durchgeführt. Dort haben insbesondere gewerbliche Kunden hohe Anforderungen in Bezug auf möglichst kurze Durchlaufzeiten und schnelle Lieferzeiten und effiziente Abläufe zu minimalen Kosten. Die Beschreibung zur Vorgehensweise bei einer Wertstromanalyse beziehen sich deshalb auf diese Anwendungsfälle. Grundsätzlich kann eine Wertstromanalyse aber durchgeführt werden, wenn es um die Herstellung immaterieller Güter (Software-Produkte oder Operationen im Krankenhaus) oder um Dienstleistungen (Beratung, Pflege) geht.

Mit den folgenden Schritten führen Sie eine Wertstromanalyse durch:

1. Produkt und Prozess eingrenzen

Zunächst legen Sie die Grenzen Ihres Analysebereichs fest. Diese ergeben sich durch das Produkt oder Teilprodukt sowie durch den Prozess, der in Ihrem Unternehmen durchlaufen wird, um das ausgewählte Produkt herzustellen.

Maßgeblich für die Eingrenzung und die Auswahl des jeweiligen Produkts und des Prozesses ist, dass Sie in diesem Bereich Probleme oder Verbesserungspotenziale vermuten. Oft sind Kundenbeschwerden oder (neue) Kundenanforderungen der Auslöser dafür, dass eine Wertstromanalyse durchgeführt wird. Indikatoren sind meist, dass sich Kunden über zu lange Lieferzeiten, zu hohe Preise oder mangelhafte Qualität beschweren.