InnovationsstrategieUmwelt als Teilelement der Innovationsstrategie

Umweltschutz, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind wichtige Treiber für Innovationen. Die Innovationsstrategie sollte diese zu einem integralen Bestandteil machen. Dabei werden gesetzliche Vorgaben wie die Öko-Design-Verordnung nicht als Belastung, sondern als Chance begriffen.

Unternehmen stehen in enger Beziehung zu ihrer natürlichen Umwelt, zum ökologischen System. Belastungen des ökologischen Systems resultieren daraus, dass dieses den Unternehmen sowohl als Quelle für Material und Energieressourcen als auch als Aufnahmemedium für unerwünschten Output dient. Das heißt, jegliche wirtschaftliche Tätigkeit ist unvermeidbar mit ökologischen Effekten verbunden.

Nicht nur durch ökologische Zwänge, sondern auch durch das steigende Umweltbewusstsein im Unternehmen und in seinem gesellschaftlichen Umfeld entsteht der Druck zu ökologischen Innovationen. Unternehmensintern sind dies das Management und die Beschäftigten, unternehmensextern sind dies Kunden, Lieferanten, Kapitalgeber, Banken, Versicherungen und der Staat.

Ökologische Anforderungen an die Unternehmensführung und das Innovationsmanagement

Innovationen als Ergebnis betriebswirtschaftlicher Entscheidungs- und Handlungsprozesse sind ebenso wie alle anderen Resultate unternehmerischer Tätigkeit mit Konsequenzen für die ökologische Umwelt verbunden. Deshalb hat das Innovationsmanagement als Wegbereiter für Neues und Zukünftiges eine besondere Verantwortung gegenüber der Ökologie zu tragen. Umweltschutz ist somit als eine der größten Herausforderungen an die Innovationskraft von Unternehmen anzusehen.

Um die Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln zu überwinden, ist es erforderlich, den Faktor Umweltschutz als explizites Ziel in das Zielsystem der Unternehmung aufzunehmen. Merkmale für einen integrierten Umweltschutz im Unternehmen sind:

  • Erfassung aller materiellen und energetischen Inputs und Outputs betrieblicher Transformationsprozesse
  • präventive Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen durch produkt- und produktionsintegrierte Umweltschutzlösungen
  • Berücksichtigung ökologischer Erfordernisse bei der Kooperation mit allen vor- und nachgelagerten Wert- und Schadschöpfungsstufen der Produktion

Für die Durchführung des integrierten Umweltschutzes bestehen Innovationsbedarf und verstärkte Innovationsaktivitäten. Der Innovationsdruck wird durch die sich verschlechternde Qualität des Ökosystems bei fortgesetzter traditioneller Wirtschaftsweise verstärkt.