InnovationsmanagementVoraussetzungen für den Innovationsprozess

Innovationen kommen dann in Gang, wenn im Unternehmen das Problembewusstsein „Wir brauchen Innovation“ ausgeprägt ist. Damit der Innovationsprozess dann bis zur erfolgreichen Einführung am Markt und bis zur Etablierung der Innovation bei den Kunden führt, müssen weitere Voraussetzungen geschaffen und genutzt werden.

Problembewusstsein schaffen

Jede Innovation beginnt mit einem Problem. Der Innovator muss das Problem sehen, er darf es nicht übersehen. Doch Problembewusstsein ist selten Bestandteil unserer Ausbildung, unserer Lebenspraxis. Allzu häufig wird „Problem“ als etwas Negatives betrachtet, das im schlimmsten Fall ignoriert oder unter den Teppich gekehrt wird. Im besten Fall wird es aus Aufgabe und Herausforderung verstanden. Viele staunen im Physikunterricht über Archimedes und seine Ergebnisse, bekommen aber nicht seine ungelösten oder fehlerhaft gelösten Probleme offeriert. Viele staunen über die Erfindungsgabe eines da Vinci, schulen aber nicht die eigene Kreativität.

Das Wissen der Mitarbeiter nutzen

Wie wird in den Unternehmen mit der Ressource Wissen umgegangen? Wissen Sie, was Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles wissen? Investieren Sie in ihre Qualifizierung? Nein, nicht das unabdingbare Fachwissen ist gemeint, sondern die Kompetenz, Probleme wahrzunehmen und den Kitzel zu verspüren, eine Lösung des Problems vorzuschlagen. Dazu zählt auch die Fähigkeit, sich selbstständig das nötige Wissen zu einer Lösung anzueignen. Außerdem brauchen die Mitarbeiter und die Vorgesetzten den Willen, nicht bloß einen Formzettel mit einem Verbesserungsvorschlag auszufüllen. Sie sollten getrieben sein von dem Wunsch, mit einem überraschenden Lösungsvorschlag eine Spitzenlösung anzugehen.

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