TeamentwicklungWann Teamarbeit sinnvoll ist

Bevor Aufgaben an ein Team delegiert werden, sollten Führungskräfte prüfen, ob die Aufgaben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch teamtauglich sind.

Voraussetzungen der Teamarbeit

Ob die Aufgaben eines Bereichs in Form von Teamarbeit bewältigt werden können, hängt von folgenden Faktoren ab:

Aufgabenstruktur

  • Zu leichte oder zu schwere Aufgaben: Sie wirken sich negativ auf die Motivation der Teammitglieder aus. Ziele sollten erreichbar sein.
  • Komplexe Aufgaben: Aufgaben können komplex sein, sollten aber in mehreren Schritten zu lösen und leicht in Teilaufgaben zu untergliedern sein.

Persönlichkeit der Teammitglieder

  • Leistungsorientiertes und positives Denken: Gemeinsamer Gruppenerfolg ist motivationssteigernd.
  • Diszipliniertes Verhalten: Der Arbeitsablauf sollte nach abgestimmten Teamregeln verlaufen.
  • Soziale und interkulturelle Kompetenz: Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaften, Charakteren, Zielen und Bedürfnissen treffen in einem Team aufeinander.
  • Kritikfähigkeit: Feedback geben und nehmen ist besonders bei Kommunikationsproblemen wichtig.

Teamstruktur

  • Anzahl: Gute Teams bestehen aus zwei bis etwa 20 Personen.
  • Interaktionsstruktur: Teammitglieder sollten gleichberechtigt sein.
  • Teamzusammensetzung: Es ist nicht eindeutig geklärt, ob homogen oder heterogen zusammengesetzte Teams besser funktionieren. Heterogene Teams haben den Vorteil: größere Lösungskapazitäten und Fehlerausgleichsmechanismen aufgrund ihrer Interdisziplinarität. Ihr Nachteil ist: Der Status und das Ansehen der einzelnen Teammitglieder ist unterschiedlich. Teammitglieder wenden demnach erst einmal Kraft und Zeit auf, um eine Statusübereinstimmung herzustellen.

Diversity Management nutzt Unterschiedlichkeit als Stärke

Durch die Einführung von Teamarbeit und die Internationalisierung von Unternehmen treffen in Teams immer häufiger Menschen aufeinander, die sich bezüglich kulturellem Sozialisationsrahmen, Herkunftsland, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Persönlichkeitstyp, Lebensmaxime, Lern-, Führungs- und Kommunikationsstil unterscheiden. Diesen Trend greift das Diversity Management (Management der „Vielfalt unter den Beschäftigten“) als Chance auf. Denn es nutzt die Stärken der unterschiedlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konstruktiv.

Um richtig mit der Unterschiedlichkeit im Team („diversity“) umzugehen, spielen die Schlüsselkompetenzen der Teammitglieder eine besondere Rolle. Diese beziehen sich zunächst auf ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen. Für die flexible und reibungslose Zusammenarbeit sind aber auch die fachlichen und methodischen Kompetenzen wichtig. Sie müssen aufeinander abgestimmt sein.

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