InnovationsstrategieWie Innovationsstrategien erarbeitet werden

Zu Beginn werden die Bedingungen und Möglichkeiten geprüft, Innovationen zu erzeugen und daraus eine Innovationsstrategie zu entwickeln. Dazu wird die Ausgangssituation analysiert und Innovationsziele werden formuliert.

Wie Sie aus der Timing-Strategie die Innovationsstrategie ableiten

Jede der im vorigen Abschnitt beschriebenen drei Timing-Strategien führt dazu, dass das Unternehmen jeweils spezifische Anforderungen erfüllen und Leistungen erbringen muss, um Innovationen zu erzeugen. Das betrifft Produktentwicklung, Produktion, Marketing, Vertrieb und Absatz, Finanzierung sowie Organisation. Nicht immer ist das für ein Unternehmen aufgrund der verfügbaren Ressourcen und der Ausgangssituation möglich. Deshalb braucht es weitere Überlegungen, um aus der Timing-Strategie eine Innovationsstrategie zu entwickeln.

Wenn die grundsätzliche Entscheidung für eine der Timing-Strategien gefallen ist, werden die weiteren Bausteine der Innovationsstrategie entwickelt. Dabei müssen Sie drei Schritte durchführen:

  • Analyse der strategischen Ausgangssituation
  • Bestimmung der strategischen Zielposition
  • Festlegung der Mittel und Wege zur Erreichung der strategischen Ziele

Analyse der Ausgangssituation für Innovationen

Am Beginn einer Strategieentwicklung steht die gründliche Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage sowie der technischen Gegebenheiten und Entwicklungen in- und außerhalb des Unternehmens. Zudem sind die Einbettung und Bedeutung des Unternehmens in der Gesellschaft und der natürlichen Umwelt (ökologische Relevanz) zu analysieren. Der Analysezeitraum sollte dabei die letzten vier bis fünf Jahre umfassen.

Mit der Analyse der Ausgangsposition betrachten Sie:

  • Kompetenzen und Know-how im Unternehmen
  • vorhandene Technologien
  • Kapitalausstattung und Finanzierungsmöglichkeiten
  • Partnerschaften und andere Möglichkeiten, zusätzliche Kompetenzen, Know-how und Technologien zu nutzen
  • Trends in der Branche und bei den potenziellen Kunden (Zielgruppen)
  • Marktentwicklung
  • Wettbewerber
  • politische und gesetzliche Rahmenbedingungen
  • gesellschaftliche Entwicklungen