KündigungWie Sie bei Schlechtleistung kündigen können

Die Kündigung wegen Schlechtleistung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Was versteht man genau unter einer Schlechtleistung? Werden Mitarbeiter vor der Kündigung abgemahnt? Inwiefern tragen Arbeitgeber die Beweispflicht? Gibt es feste Fristen? Wie man unwirksame Kündigungen vermeidet, erklärt unser Autor.

Kann man wegen schlechter Leistung kündigen?

Einem sogenannten Low Performer zu kündigen, ist grundsätzlich möglich. Allerdings sind die Hürden für Unternehmen, die dem Kündigungsschutzgesetz unterliegen, also regelmäßig mehr als zehn Mitarbeitende beschäftigen, hoch. Deshalb muss eine solche Kündigung gut vorbereitet sein, um rechtssicher und in einem eventuellen Kündigungsschutzverfahren erfolgversprechend zu sein.

Insbesondere müssen Arbeitgeber die Minderleistung konkret nachweisen können, oft kein leichtes Unterfangen. Denn es muss klar sein, was der betroffene Mitarbeiter leistet – und was er leisten sollte.

Welche Leistung Arbeitnehmer schulden

Einen bestimmten Arbeitserfolg schulden Mitarbeitende nicht. Wie aus der Rechtsprechung hervorgeht, genügt es, wenn sie so gut arbeiten, wie sie können. Daraus folgt: Arbeitgeber müssen gewisse Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Beschäftigten akzeptieren. Erst wenn jemand über einen längeren Zeitraum deutlich unter dem durchschnittlichen Leistungsniveau vergleichbarer Kolleginnen und Kollegen liegt, kommt eine Kündigung wegen Minderleistung überhaupt infrage.