Mitarbeitergespräche führenWie Sie ein Konfliktgespräch oder konfrontatives Gespräch führen

Konflikte im beruflichen Alltag können auf unterschiedlichen Ebenen entstehen. Sie sind für die betroffenen Beschäftigten belastend und stören betriebliche Abläufe. Als Führungskraft müssen Sie deshalb dazu beitragen, dass Konflikte gelöst werden. Ein wichtiger Baustein dafür sind Konfliktgespräche und die folgenden Regeln dazu.

Drei Arten von Konflikten

Konflikte werden dauerhaft nur auf der Ebene gelöst, von der ihre Hauptursache herrührt. Die Einstiegsebene für die Konfliktbewältigung ist die zwischenmenschliche Ebene. Hier tauchen Konflikte dann auf, wenn zwei Menschen nicht mehr miteinander können. Dies kommt im beruflichen Alltag immer wieder vor. Es kann den betrieblichen Ablauf erheblich stören und die betroffenen Kollegen und das Unternehmen schwer belasten oder schädigen.

Folgende Konfliktarten und Konfliktebenen können unterschieden werden:

  1. Persönliche Konflikte
    Hier ist eine Person mit sich selbst nicht im Reinen. Sie hat Probleme in ihrem eigenen persönlichen Empfinden.
  2. Zwischenmenschliche Konflikte
    Hier haben zwei oder mehr Menschen einen Konflikt miteinander. Dafür kann es persönliche Gründe geben (man mag sich nicht) oder sachliche (man hat gegensätzliche Interessen).
  3. Systemische Konflikte
    Hier haben ein oder mehr Menschen einen Konflikt mit einem bestehenden System, zum Beispiel mit als unnötig empfundenen bürokratischen Regelungen. Es lässt sich aber keine eindeutig schuldige Person ausmachen.

Konflikte im Unternehmen

Wenn Sie mit Konflikten im Unternehmen konfrontiert werden, ist gut zu wissen: Auch wenn es inzwischen zahlreiche Angebote zum Konfliktmanagement gibt, ist der Stein der Weisen nicht gefunden. Außerdem gibt es einerseits grundsätzliche Konflikte zwischen zwei oder mehr Menschen, die in ihrer jeweiligen Persönlichkeit angelegt sind. Zum anderen tauchen Konflikte zeitlich begrenzt auf, wenn zwei oder mehr Menschen unterschiedliche Meinung zu demselben Sachverhalt haben. Um den zweiten Fall geht es bei den folgenden Tipps. Meinungsverschiedenheiten müssen übrigens nicht immer ein Konflikt sein.

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