Business Case berechnenWie Sie einen Business Case berechnen

Wenn Sie einen Business Case berechnen wollen, müssen Sie die folgenden Schritte durchlaufen. Sie müssen die Entscheidungssituation klären, die notwendigen Daten ermitteln und zusammenstellen, die Berechnungen durchführen und die Ergebnisse aufbereiten. Lesen Sie, wie Sie dazu im Einzelnen vorgehen.

Vorgehensweise beim Business Case Schritt für Schritt

Wenn Sie einen Business Case berechnen wollen, müssen Sie vorab klären, wofür und warum Sie diese Analyse und Berechnung durchführen. Sie grenzen also ab, um welches Vorhaben es gehen soll und welche Entscheidung getroffen werden soll. Möglich sind Geschäftsideen, neue Produkte, umfangreiche Projekte, Investitionen in Anlagen, Maschinen, Infrastruktur oder Vertriebsniederlassungen. In den meisten dieser Fälle geht es dann darum herauszufinden: Lohnt sich die Investition in das Vorhaben?

Für viele Investitionsentscheidungen ist der Cashflow maßgeblich. Er lässt einen genauen Vergleich von Alternativen zu und ist Grundlage für Kapitalwert und Zinsfußmethode. Für den Kostenvergleich und den Gewinnvergleich müssen Investitionen als Abschreibungen betrachtet werden. Je nach Berechnungsmethode werden im Folgenden deshalb Daten zu Einnahmen und Ausgaben oder zu Ertrag und Aufwand vorausgesetzt; jeweils die Nettowerte ohne Umsatzsteuer. Dann gehen Sie in folgenden Schritten vor, um den Business Case und seine Wirtschaftlichkeit zu ermitteln.

1. Zeitraum der Betrachtung festlegen

Legen Sie fest, welchen Zeitraum Sie betrachten wollen und in welchen Zeitabständen Sie Einnahmen und Ausgaben ermitteln. Für langfristige Entscheidungen werden die Zahlungsströme immer pro Jahr betrachtet. Kurzfristige Entscheidungen können auch pro Monat betrachtet werden.

Für manche Entscheidungen ist nur ein durchschnittliches Jahr maßgeblich, weil sich alle anderen Jahre nicht davon unterscheiden. Sie berechnen die Zahlungsströme nur für ein Jahr.

Ansonsten betrachten Sie so viele Jahre, wie sie für die Entscheidung relevant sind. Maßgeblich können sein: Abschreibungen für Maschinen und Anlagen, mögliche Revision der Entscheidung (danach wird eine neue Entscheidung zum Sachverhalt getroffen), Verfügbarkeit von Daten, die zuverlässig ermittelt oder geschätzt werden können.

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