Flyer entwickelnWie Sie Ihren Flyer aufbauen

Welche Inhalte kommen auf welche Seiten? Was muss das Cover enthalten? Was gehört auf die Rückseite? Erfahren Sie in diesem Abschnitt, wie Sie die Außen- und Innenseiten Ihres Flyers, auch Folder genannt, optimal betexten.

Wie Sie Flyer falzen

Vorab ein Tipp: Vermeiden Sie komplizierte Falzarten – das verwirrt die Leserin oder den Leser Ihres Folders nur unnötig. Verwenden Sie lieber eines der gängigen Formate:

Mittelfalz

Das Papier wird nur einmal gefaltet – daher auch der Name „Einbruchfalz“. Es entstehen zwei Außen- und zwei Innenseiten.

Wickelfalz

Das Papier wird gedrittelt: Das rechte Drittel wird nach links eingeschlagen, das linke Drittel darüber. So lassen sich zum Beispiel separate Antwortkarten oder Coupons in den Folder einlegen.

Leporello

Der „Zickzackfalz“: Das Papier wird abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet und lässt sich wie bei einer Ziehharmonika auseinanderziehen. Es entstehen – wie beim Wickelfalz – drei Außen- und drei Innenseiten.

Kreuzbruch

Das Papier wird einmal in der Mitte gefaltet und dann gleich noch einmal. Es entstehen zwei gekreuzte Brüche – bei dieser Falzart sind Außen- und Innenseiten nicht klar definiert.

Wie Sie die Außenseiten gestalten

Die Botschaft in wenigen Sätzen auf den Punkt bringen und dabei immer vom Leser her denken – darauf kommt es beim Texten der Außenseiten an. Hier geht es darum, eine direkte Verbindung mit der Zielgruppe zu erzeugen. In kürzester Zeit muss der Leserin oder dem Leser klar werden, wer Sie sind, was Sie anbieten und was die Person von Ihrem Angebot hat. Und dafür haben Sie wenig Platz. Leider.

Sie müssen also in gut gewählten Worten die Nöte und Bedürfnisse der Leserinnen und Leser ansprechen und eine Lösung anbieten. Wenn Sie hier auf die richtigen Knöpfe drücken, bringen Sie die Menschen dazu, sich ausführlicher mit Ihrem Folder zu beschäftigen. Dazu einige Tipps, die sich besonders bei Wickelfalz-Foldern bewährt haben:

Cover

Das Cover Ihres Flyers muss Eindruck machen – und zwar in Sekundenschnelle. Es muss den Betrachter neugierig machen, ihm klar machen, worum es geht und wer mit ihm kommuniziert.

Und das gelingt Ihnen nicht, wenn Sie nur Ihr Logo bringen und dazu einen nichtssagenden Satz wie „Wir streben nach Perfektion“. Auf diese Weise werden Sie Ihre Zielgruppe nicht erreichen – denn sie wird weder von einem packenden, aktivierenden Foto beeindruckt noch von einem Covertext, der einen klaren Vorteil verspricht.

Überlegen Sie, mit welchen Formulierungen Sie die Interessenten emotional berühren, wie Sie deren Aufmerksamkeit so fesseln, dass sie gar nicht anders können, als den Folder zur Hand zu nehmen und ihn zu lesen. Dazu folgende Empfehlungen:

  • Nutzen bieten: Texten Sie Ihre Überschrift so, dass sie den Nutzen Ihrer Leistung klar herausstellt – und zwar auf einfache und überzeugende Weise. Werden Sie dabei so konkret wie möglich, zum Beispiel: „Sparen Sie 10 % Energiekosten mit unserem PERMAKühlsystem“. Konzentrieren Sie sich auf den Kernnutzen Ihres Produktes; formulieren Sie nicht zu schwammig aus Angst, nicht alle Ihre potenziellen Kunden zu erreichen.
  • Bedürfnisse ansprechen: Zeigen Sie, dass Sie die Wünsche und Sorgen Ihrer Kunden kennen und sie verstehen. Zum Beispiel, indem Sie eine Frage stellen: „Gut geschlafen?“ (bei einem Matratzen-Hersteller). Wichtig ist, dass Sie genau wissen, welches Grundproblem Ihre Zielgruppe beschäftigt – das wird dann Ihr Aufhänger.
  • Anreize schaffen: Überlegen Sie sich zusätzliche Anreize, mit denen Sie beim Leser Interesse wecken können. Das kann ein Spezial-Rabatt sein, eine exklusive Einladung oder ein kostenloser Report, zum Beispiel „Jetzt mit Gratis-Checkliste!“.

Übrigens: Beim Texten des Covers müssen Sie sich nicht auf die Headline beschränken – Sie können mehrere Bausteine kombinieren, wie dieses Beispiel zeigt: