Fehler-Möglichkeiten- und Fehler-Einfluss-Analyse (FMEA)Zusammenarbeit im FMEA-Projektteam

Die Arbeit im FMEA-Projekt ist meistens eine Mischung aus Einzel- und Teamarbeit. Im Verlauf gibt es Phasen, in denen es auf die kreative und gemeinsame Arbeit im Team ankommt und solche, bei denen Einzelarbeit wichtig ist. Sie können die Bearbeitung der Teilaufgaben zum Beispiel in der folgenden Weise organisieren.

Auftraggeber und Projektleiter: Projekt vorbereiten, Aufgabe festlegen und abgrenzen

In der Vorbereitungsphase wird das System für die FMEA ausgewählt, alle wichtigen Informationen werden zusammengestellt, eine Zeitplanung für die Durchführung der FMEA erfolgt und die Teamgröße und Teamzusammensetzung wird bestimmt. Der FMEA-Experte im Unternehmen und der FMEA-Projektleiter stimmen sich dabei intensiv ab.

Aus den vorliegenden Informationen erstellt der Projektleiter ein Systemdiagramm (Strukturanalyse) und ein Funktionsdiagramm (Funktions- und Aufgabenanalyse) für das Produkt oder ein Prozessablaufdiagramm, das jeweils alle relevanten Systemelemente enthält und beschreibt. Zudem werden Funktionen zugeordnet. Diese Vorbereitung dient als Startvorlage für die erste Teamsitzung.

Teamarbeit: System, Funktion und Fehleranalyse besprechen und Fehlerfolgen und Fehlerursachen finden

In der ersten Teamphase (Workshop) stellte der Projektleiter seine Aufbereitung vor. Der Moderator hatte zunächst die Aufgabe, dass das Team ein gemeinsames Verständnis für die Systembeschreibung und die Funktionsbeschreibung entwickelt. Erst wenn alle sagen: Ja, so ist die Beschreibung korrekt, kann weitergearbeitet werden.

Während der gleichen Teamsitzung werden mögliche Fehlfunktionen für das betrachtete System identifiziert und besprochen. Auch hier ist es wichtig, dass im Team eine gemeinsame Sichtweise entwickelt wird. Wichtig ist dabei, eine für die Risikobewertung geeignete und sinnvolle Betrachtungs- und Detaillierungsebene zu wählen.