BewerbungDrei Schritte zum aussagekräftigen Lebenslauf

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Ein Lebenslauf sollte ein Kurzprofil sowie die Berufserfahrung und dabei erzielte Erfolge enthalten. Durch ein Deckblatt erhält der Leser schnell einen fundierten Überblick.
erschienen: 26.01.2015
Schlagwörter: Bewerbung, Karriere
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Ein Lebenslauf ist im Grunde schnell erstellt: berufliche Positionen, ehemalige Arbeitgeber sowie die jeweiligen Aufgaben. In einigen Fällen mag ein Lebenslauf dieser Machart genügen, doch die wesentlichen Anforderungen, fundiert über die Positionierung, die Erfolge und die Kompetenzen des Bewerbers zu informieren, erfüllt er kaum. Wer hingegen einen professionellen Lebenslauf erstellen möchte, sollte drei Dinge beachten:

Kurzprofil voranstellen

Es gehört heute zum Standard, dem tabellarischen Lebenslauf ein Profil – oft auch Kurzprofil oder Management Summary genannt – voranzustellen. Das Profil umfasst etwa eine viertel Seite und enthält alle wesentlichen Informationen über den Kandidaten. Dies ermöglicht dem Leser einen schnellen Überblick, ohne zunächst den gesamten Lebenslauf lesen zu müssen. Idealerweise zeigt das Profil den roten Faden einer Karriere auf. Die Leitfrage zum Erstellen des Profils lautet deshalb: Welche fünf Worte beschreiben Ihre Karriere am besten?

Das Profil beginnt mit Fakten zur eigenen Positionierung wie beispielsweise Position, Branche, Unternehmen, Umsatz, Budget und Anzahl der Mitarbeiter. Es folgen, oft in Aufzählungsform, ausgewählte Erfolge. Sie signalisieren dem Leser, welche Art von Aufgaben und vor allem wie diese gemeistert wurden. Je nach Anzahl und Komplexität der Erfolge bietet es sich an, diese nach Kategorien zu ordnen, beispielsweise strategische Führung, operative Erfolge und Mitarbeiterführung. Insbesondere bei Initiativbewerbungen oder im Kontakt mit Headhuntern ist es sinnvoll, das Profil durch die separate Rubrik „Berufliche Zielsetzung“ zu ergänzen. Sie sollte nicht mehr als ein oder zwei Zeilen umfassen.

Das Profil steht im Lebenslauf noch vor der Berufserfahrung. Beim Erstellen des Lebenslaufs ist es der letzte Arbeitsschritt, da es auf den einzelnen Erfolgen in der Rubrik „Berufserfahrung“ aufbaut und diese geschickt zusammenfasst. Das klingt einfach, doch in der Praxis ist das Profil oft der aufwändigste Arbeitsschritt.

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Berufserfahrung darstellen

Die wichtigste Kategorie des eigentlichen Lebenslaufs ist die Berufserfahrung, die alle beruflichen Positionen und Unternehmen sowie die jeweiligen Erfolge darstellt. Auch diese Rubrik sollte sich nicht in der bloßen Auflistung von Tätigkeiten erstrecken. Bei der Darstellung der Erfolge spielen folgende Fragen eine Rolle:

  • Wofür haben Sie gesorgt?
  • Welche messbaren Erfolge gab es?
  • Welche qualitativen Erfolge gab es?
  • Mit welchem Ziel haben Sie an der Aufgabe gearbeitet?
  • Welches Feedback haben Sie zu der Aufgabe bekommen?
  • Welche Fähigkeiten haben zum Erfolg beigetragen?

Beispiel: Darstellung von Erfolgen im Bereich Mitarbeiterführung

  • Etablieren einer leistungs- und werteorientierten Unternehmenskultur
  • Senken der Fluktuationsrate von 25 auf unter 10 Prozent innerhalb von zwei Jahren durch die Einführung von Zielvereinbarungen und individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen
  • Erzielen einer durchgängig hohen Mitarbeiterzufriedenheit in 360°-Feedbacks, unter anderem durch die Einführung transparenter Karrieremodelle und kompetenzbasierter Personalentwicklung

Je komplexer die einzelnen Positionen sind, desto eher empfiehlt sich die Arbeit mit einer Unterstruktur wie beispielsweise Unternehmensführung, operative Erfolge, Mitarbeiterführung oder auch unterschiedliche Phasen.
Bei der Darstellung von Unternehmen und Positionen hat es sich zudem bewährt, diese jeweils kurz zu erläutern. Bei Unternehmen umfasst das beispielsweise den Geschäftszweck und die Größe nach Umsatz und Mitarbeitern. Die Position wird durch das Aufgabenspektrum beziehungsweise den Verantwortungsbereich, die Berichtslinie und die Anzahl der Mitarbeiter spezifiziert. Die jeweiligen Beschreibungen werden in einer kleineren Schriftart formatiert. Die weiteren Kategorien in dieser Reihenfolge sind:

  • Kontaktdaten
  • Persönliche Daten
  • Profil
  • Berufliche Zielsetzung
  • Berufserfahrung
  • Berufliche Weiterbildung
  • Studium und/oder Promotion
  • Schul- und Ausbildung
  • Wehrdienst oder Zivildienst
  • Sonstige Kenntnisse (zum Beispiel Sprachen oder IT)
  • Interessen

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Form wahren

Neben den inhaltlichen Elementen kommt es beim Lebenslauf auch sehr auf eine gute Form an. Das heißt zunächst, im Regelfall beim Standard zu bleiben. Ein Lebenslauf ist in den meisten Fällen kein „kreatives“ Dokument. Fünf Stilelement sollten für die notwendigen Hervorhebungen ausreichen, also beispielsweise Schriftgrößen, Spiegelstriche, Fettungen und Spalten. Als Standardschrift ist Arial 11pt zu empfehlen. Rechtschreibfehler lassen sich beheben, indem eine weitere Person Korrektur liest.

In Lebensläufen setzt sich verstärkt das Deckblatt durch. Je mehr es für sich steht und je aussagekräftiger es ist, desto eher ist es zu empfehlen. Folgende Elemente gehören zu einem aussagekräftigen Deckblatt:

  • Name
  • Foto
  • Kontaktdaten
  • Persönliche Daten
  • Profil
  • Gegebenenfalls Zielsetzung

Mit diesen Informationen verschafft sich der Leser schnell einen fundierten Überblick. Im Aufbau der einzelnen Stationen hat sich die retrograde Darstellung auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt, das heißt die aktuellste Eintragung steht jeweils an oberster Stelle. Der Umfang sollte vier Seiten (inklusive Deckblatt) nicht überschreiten. Zur besseren Übersichtlichkeit tragen eine Kopfzeile mit den Adressdaten sowie Seitenzahlen in der Fußzeile bei. Datum und Unterschrift (gegebenenfalls getippt) bilden den Abschluss des Lebenslaufs.

Über den Autor
Jochen Gabrisch

Jochen Gabrisch ist Coach, Berater für Eignungsdiagnostik und Führungskräfteentwicklung sowie Autor des Buches „Die Besten entdecken – Über 800 Fragen für erfolgreiche Auswahlgespräche mit Fach- und Führungskräften“.

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