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PräsentationDie eigene Firma vorstellen

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Zahlen, Daten und Fakten zum eigenen Unternehmen ermüden das Publikum. Besser sind Bilder und Geschichten. Sie bleiben im Kopf.
erschienen: 16.05.2014
Schlagwörter: Präsentieren
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„Zunächst ein paar Worte zu uns.“ So beginnen viele Vorträge, wenn Unternehmen sich im Rahmen einer Präsentation vorstellen. Es folgen Folien, die das Publikum mit Zahlen, Daten und Fakten förmlich erschlagen: Gründungsjahr, Mitarbeiterzahl, Organigramm, Umsatz, Marktanteil, Niederlassungen. Das Gros dieser Unternehmensvorstellungen läuft nach Schema F ab, doch interessant sind diese nüchternen Fakten für das Publikum nicht.

Zeigen, was das eigene Unternehmen ausmacht

Unabhängig davon, ob Sie als Mitarbeiter die Firma vorstellen oder als Selbstständiger über Ihr eigenes Unternehmen sprechen: Die Zuhörer wollen ein Gefühl bekommen, mit wem sie es zu tun haben. Das funktioniert jedoch nicht mit trockenen Informationen und Zahlenwüsten.

In einer Präsentation menschlich zu werden bedeutet, sich selbst zu zeigen, auf Ihr Gegenüber einzugehen und Emotionen zu wecken. Am einfachsten gelingt das, wenn Sie bildhaft zeigen, was Sie und Ihren Betrieb ausmacht – in gesprochenen Bildern oder visuell. Damit ebnen Sie auch gleichzeitig den Weg zum Unterbewusstsein, wo die meisten Entscheidungen getroffen werden.

Mit Bildern Sympathiepunkte sammeln

Fotos und Zeichnungen helfen Ihnen, das Publikum direkt in Ihr Unternehmen mitzunehmen. Persönlich wird es, wenn Sie die Bilder selbst schießen. Können Sie doch mit eigenen, vielleicht nicht ganz professionellen Fotos, viel direkter in das echte Leben eintauchen als mit den glatten Bildern aus einer Imagebroschüre.

Nehmen Sie zum Beispiel sich selbst oder Kollegen am Arbeitsplatz auf und zeigen Sie damit, wer die Menschen hinter dem Unternehmen sind. Aber auch mit eigenhändig entworfenen Skizzen oder Bildern lassen sich Sympathiepunkte sammeln. Entweder machen Sie sich selbst ans Werk oder binden Kinder aus Ihrem Umfeld ein, zum Beispiel unter dem Motto: „Was tun Mama oder Papa eigentlich den ganzen Tag?“. Viele Dinge sehen durch die Brille eines Kindes erfrischend und anders aus.

Gegenstände untermauern Botschaften

Noch klarer werden Ihre Aussagen, wenn Sie einen Gegenstand mitbringen, der Ihre Botschaft untermauert. Sobald Sie etwas in der Hand halten oder demonstrieren, macht das die Zuhörer neugierig. Sie ziehen unmittelbar die Blicke auf sich und schaffen schnell eine Verbindung zu Ihrem Gegenüber.

Wenn Sie also im Rahmen Ihrer Unternehmensvorstellung zum Beispiel von einem Produkt sprechen, das Sie zeigen können, dann zeigen Sie es! Besonderen Eindruck erzeugen Sie, wenn Sie die gewählten Gegenstände nicht nur hochhalten, sondern selbst aktiv werden. So bleibt zum Beispiel der Finanzpsychologe in Erinnerung, der auf der Bühne einen Blumenkohl halbiert, um deutlich zu machen: „Mein Job ist es herauszufinden, was im Gehirn der Kunden passiert.“

Geschichten erzeugen Bilder im Kopf

Mit Geschichten bringen Sie Bilder in den Köpfen Ihrer Zuhörer zum Laufen. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, harte Fakten gut verdaulich zu verpacken und im geschäftlichen Umfeld eine menschliche Facette zu zeigen. Je mehr das Publikum von Ihnen erfährt, desto eher wird es Ihnen vertrauen.

Lassen Sie die Zuhörer deshalb an Ihrem beruflichen Alltag teilhaben: Als Unternehmensberater berichten Sie beispielsweise von einem gelungenen Projekt. Als Jurist davon, wie Sie einen kniffligen Fall gelöst haben. Als Vertriebsmitarbeiter von einem guten Abschluss oder als Mediziner von einem Patienten, den Sie erfolgreich behandelt haben.

Auch kleine Anekdoten aus dem Arbeitsleben lockern die Präsentation Ihres Unternehmens auf. Jeder von Ihnen, der mit Kollegen, Kunden oder Klienten zu tun hat, erlebt immer wieder die kuriosesten Dinge. Denken Sie zum Beispiel an Momente, in denen Sie herzlich gelacht haben, überrascht oder besonders stolz waren.

Zuhörer emotional am Geschehen beteiligen

„Stellen Sie sich vor ...“ Diese vier Wörter genügen, um Ihre Zuhörer in Betroffene zu verwandeln, die emotional direkt am Geschehen beteiligt sind. Nehmen wir an, Sie bieten Bürodienstleistungen für Freiberufler an und wollen bei Ihrem Publikum einen guten Eindruck hinterlassen. Sie könnten sagen: „Wir kümmern uns um alle organisatorischen Dinge, mit denen sich Freiberufler im geschäftlichen Alltag herumschlagen müssen. Diese Zeitfresser schalten wir für Sie aus, so dass Sie sich wieder stärker um Ihre eigentlichen Aufgaben kümmern können.“

Was passiert, wenn Sie stattdessen mit Ihrem Gegenüber auf eine kleine Reise gehen:

„Stellen Sie sich vor, Sie haben eine tolle neue Idee. Jetzt heißt es: Konzept ausarbeiten und Kunden ansprechen. Aber der Blick auf Ihren Schreibtisch sagt Ihnen etwas ganz Anderes: Zuerst dürfen Rechnungen geschrieben und die Unterlagen für die Buchhaltung vorbereitet werden. Ach ja, und dann wartet Kunde Meier noch auf das Infomaterial. Schnell ein paar Zeilen schreiben, dann ab zur Post. Dort stehen Sie erst einmal in der Schlange: ‚Mensch, können die nicht ein bisschen Gas geben?’ Zielgerichtes Arbeiten sieht anders aus.

Mit unserem Büroservice machen wir Ihnen das Leben einfacher. Ob Korrespondenz oder Buchhaltung: Diese Zeitfresser schalten wir für Sie aus. So können Sie sich voll und ganz auf Ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren.“

Merken Sie den Unterschied? Sie schaffen ein Stück Realität, lassen Ihre Botschaft erlebbar werden und haben automatisch die Frage Ihrer Zuhörer nach dem „Und was hat das mit mir zu tun?“ beantwortet.

Fazit

Trauen Sie sich also vor Ihrem nächsten Auftritt hinter der Faktenwand hervor. Auch wenn es ungewohnt ist, lohnt es sich, die klassische Folie „Das Unternehmen auf einen Blick“ zu ersetzen. Durch Botschaften, die aus Ihrem Betrieb eine Firma zum Anfassen machen. So stehen die Chancen besser, dass Sie Ihrem Gegenüber auffallen und in Erinnerung bleiben.

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Über die Autorin
Andrea Joost

Andrea Joost ist Trainerin für wirkungsvolles Reden und sprachliche Cleverness. Die studierte Diplom-Betriebswirtin (BA) und ausgebildete Verkaufstrainerin war viele Jahre Vertriebsdirektorin einer großen Investmentgesellschaft, bevor sie sich 2011 selbstständig machte. Ihr Buch "Mit Worten bewegen: Präsentationen und Reden, die wirklich begeistern" ist im Dezember 2012 im Wiley-VCH Verlag erschienen.

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