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Produkthaftung

Hilft eine Versicherung?

Eine Haftpflichtversicherung springt dann ein, wenn der Versicherungsnehmer, der Hersteller, gegenüber einem Dritten, dem Endverbraucher, zu Schadenersatz verpflichtet ist. Dies gilt grundsätzlich auch für einen Schadenersatz, der sich aus der Produkthaftung ableitet. Ausnahme sind solche Schäden, die vom Hersteller vorsätzlich herbeigeführt wurden.

Grundlage dafür sind in Deutschland das Gesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) sowie die Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Haftpflichtversicherungen (AHB). Zu unterscheiden sind zum einen die Betriebshaftpflichtversicherung und zum anderen die daran gekoppelte konventionelle oder erweiterte Produkthaftpflichtversicherung.

Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung ist vor allem für Zulieferunternehmen relevant. Denn sie deckt Sach- und Vermögensschäden ab, die entstehen, wenn das Produkt nicht die Eigenschaften aufweist, die zugesichert waren. Folgen für den Kunden können sein, dass seine Produktion still steht, dass er ein unbrauchbares Produkt herstellt, dass er sein Produkt nachbessern muss oder dass eine seiner Maschinen beschädigt wird.

Im Schadensfall leistet das Versicherungsunternehmen:

  • Abwehr unberechtigt erhobener Ansprüche;
  • Übernahme der Kosten eines Rechtsstreits;
  • Klärung der Haftungsfrage und, damit verbunden, Übernahme der Kosten für die Klärung der Schuldfrage;
  • Entschädigung von berechtigten Haftpflichtansprüchen Dritter bei Vermögensschäden aufgrund von mangelhaften Produkten.

Nicht abgedeckt sind die Kosten, die mit einem Rückruf verbunden sind; weder die direkt anfallenden Kosten, noch die Kosten für Schadenersatz bei den betroffenen Kunden. Hier kann eine Rückrufkostenversicherung Hilfe leisten.

Da die Betriebshaftpflichtversicherung nur direkte Schäden bei einem Dritten abdeckt, kann es für manche Unternehmen ratsam sein, zusätzlich eine Umwelthaftpflichtversicherung abzuschließen. Sie deckt mittelbare Schäden an der Umwelt ab.

Sind Schäden im Rahmen der Produkthaftung auf Managementfehler zurückzuführen, kann der Hersteller des Produkts seinerseits seine Manager haftbar machen. Um deren Risiko zu beschränken, gibt es die sogenannte D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung).

Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz im Zusammenhang mit den Anforderungen der Produkthaftung. Lassen Sie sich dabei von einem Experten beraten.




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