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Motivation

Rahmenbedingungen und Elemente der Motivation

Motivation ist ein nur sehr schwer begreifbares Phänomen. Ein Mitarbeiter macht die eine Aufgabe sehr gerne, ein anderer etwas ganz anderes, und ein dritter scheint durch gar nichts zu begeistern zu sein. Die Motivatoren jedes einzelnen Menschen bestimmen, wodurch er motiviert ist, sodass er die gewünschten oder sogar herausragenden Leistungen bringt.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass jeder Mensch andere Motivatoren hat! Sehr oft glaubt der Vorgesetzte, dass seine eigenen Motivatoren auch für seine Mitarbeiter gelten. Er versucht diese dann in derselben Art anzusprechen und zu motivieren, wie er es bei sich selbst tut. Das ist falsch.

Eine Grundlage der Motivation ist die Persönlichkeitsentwicklung. Dazu müssen fünf Phasen durchlaufen werden:

  1. Selbstbewusstsein: das Bewusstsein für das, was man denkt, fühlt und tut, führt zu mehr.
  2. Selbstkontrolle: der Kontrolle über das, was man denkt, fühlt und tut, führt zu mehr.
  3. Selbstdisziplin: die Fähigkeit, zu tun, was zu tun ist, um die Aufgaben in bestmöglicher Weise zu erfüllen, unabhängig davon, welche Opfer erforderlich sind, führt zu mehr.
  4. Selbstvertrauen: der unerschütterliche Glaube an sich selbst, basierend auf dem Wissen, dass wir die Kontrolle über uns selbst und die Fäden in der Hand haben, fördert.
  5. Selbstverwirklichung: der Beste zu werden, der man je werden kann.

Wann immer Menschen im Leben aktiv werden, tun sie das, entweder

  • um Pein abzuwenden und (wieder) ihren persönlichen Frieden oder ihre Ruhe zu erreichen,
  • um Spaß zu gewinnen, einen Profit zu machen oder Anerkennung zu erfahren,
  • oder um eine Kombination von beidem zu realisieren.

Viele Menschen glauben, sie würden sich Pein aussetzen, wenn sie aktiv werden. Sie fokussieren nicht auf den möglichen Spaß. Führungskräfte nutzen die Kräfte des Bedrohens, Bestrafens, Bestechens, Belohnens oder Belobigens, um Mitarbeiter zu motivieren. Diese Mittel sind in ihrer Wirkung aber sehr beschränkt.

Da es schwierig ist, Mitarbeiter zu motivieren, stellen viele Autoren darauf ab, wenigstens nicht zu demotivieren. Dafür gibt es drei Ansatzpunkte:

  • Fordern: Vorgesetzte können und müssen klare Forderungen stellen, sie können Ziele vorgeben und Vereinbarungen treffen und die Erfüllung kontrollieren. Das sollte dialogisch erfolgen.
  • Konsens herstellen: Das bedeutet, dass Führungskräfte Sinn vermitteln, der von Mitarbeitern nachvollziehbar ist und akzeptiert wird.
  • Freiräume schaffen: Sie ermöglichen es, selbst bestimmte Entscheidungen zu treffen, Freiräume in der Arbeitsgestaltung zu haben, Zeit haben für kreative Tätigkeiten und für das Lernen.

Die Personalentwicklerin Sabine Gläser gibt folgende Tipps, die Motivation fördern können:

  • Erkennen Sie die Leistungen Ihrer Mitarbeiter an: Die Anerkennung muss ehrlich sein und von Herzen kommen. Sie bedeutet für den Mitarbeiter positive menschliche Zuwendung und persönliche Beachtung, Zugewandtheit, ehrliches Interesse, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.
  • Übertragen Sie Verantwortung – so viel wie möglich.
  • Setzen Sie Ziele (eventuell auch Zwischenschritte) – in jedem Fall sollten es erreichbare Ziele für den Mitarbeiter    sein.
  • Zeigen Sie, dass Ihnen der Mitarbeiter wichtig ist: Gratulieren Sie beispielsweise zum Geburtstag, fragen Sie bei Gelegenheit ab und zu nach der Familie etc.
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter an Entscheidungsfindungen mitwirken; Diskutieren Sie gemeinsam mögliche Lösungen.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter.
  • Fordern Sie Leistung und vermitteln Sie eine positive Erwartungshaltung zur zu erbringenden Leistung – trauen Sie Ihren Mitarbeitern etwas zu.
  • Helfen Sie bei Schwierigkeiten und suchen Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern nach Lösungswegen. Aber: Nicht die Arbeit aus der Hand nehmen und selber machen!
  • Geben Sie Rückmeldungen über Ihre Wahrnehmungen zu den Leistungen und Problembewältigungsstrategien.
  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter als Persönlichkeiten mit individuellen Wünschen und Zielen wahr und ernst.
  • Stellen Sie eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und Beziehung her.
  • Geben Sie Zeit und Raum für kreative Aufgaben.
  • Hören Sie aktiv zu um einen Einblick in die Werthaltungen, Gefühle und Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter zu erhalten.
  • Verzichten Sie auf demotivierende Faktoren wie: Wahrung starker persönlicher Distanz, mangelndes verbindliches, wohlwollendes Verstehen, Besserwisserei, Treffen einsamer Entscheidungen, mangelnde Rückmeldungen, mangelnde Bereitschaft zuzuhören und auf den anderen einzugehen.

[Quelle: http://www.personalentwicklungsberatung.de/...]

Ob und wie die Umsetzung funktioniert, hängt in besonderem Maße davon ab, welches Menschenbild die Führungskraft hat. Die folgende Checkliste zeigt, welche Faktoren besondere Auswirkungen auf die Motivation haben und was man dabei beachten sollte.

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