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Organisationspsychologie

Arbeitsgestaltung

Ziel der Arbeitsgestaltung ist es, die Arbeit an den Menschen anzupassen. Meistens werden dabei ergonomische Anforderungen betrachtet. Letztlich geht es aber um Physiologie, Ergonomie und Psychologie gleichermaßen. Die Organisationspsychologie geht mit ihren Fragestellungen über Pausenplanung, Arbeitssicherheit, Arbeitsgeschwindigkeit oder Umwelteinflüsse (Lärm, Staub, Klima) hinaus.

Wenn die Arbeit richtig gestaltet ist, kann das die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter fördern. Entsprechend basieren Vorschläge zur Arbeitsgestaltung aus psychologischer Sicht vor allem auf Forschungen zur Motivation und Arbeitszufriedenheit. Hier gibt es eine Vielzahl von Theorien, Modellen und Forschungsergebnissen.

Am bekanntesten und durchaus auch umstrittensten ist die Zweifaktorentheorie von Herzberg aus den 1950er Jahren. Danach lassen sich bezüglich der Arbeitszufriedenheit und Motivation von Herzberg so genannte Hygienefaktoren von Motivatoren unterscheiden. Das sind:

  • Hygienefaktoren: Führungsstil, Arbeitsbedingungen, Beziehungen zu Mitarbeitern und Vorgesetzten, Status, Arbeitssicherheit oder Gehalt;
  • Motivatoren: Leistung, Anerkennung der Leistung, Arbeit selbst, Verantwortung, Aufstiegsperspektiven oder Möglichkeiten zum Wachstum.

Daraus ergeben sich einige wichtige Folgerungen für die psychologische Arbeitsgestaltung. Viele betriebliche Aktivitäten sind auf die Verbesserung in Bezug auf die Hygienefaktoren ausgerichtet. Oft sind Aktivitäten in Bezug auf die Motivatoren schwieriger umzusetzen. Deshalb hierzu einige Aspekte, die wichtig sein können:

  • Vorgabe klarer Ziele;
  • Anerkennung der Leistung durch Rückmeldungen, Lob und Kritikgespräche;
  • Arbeit selbst, die zur Qualifikation des Mitarbeiters passen sollte, ohne ihn zu über- oder unterfordern;
  • Verantwortung durch Delegation;
  • Aufstiegsperspektiven;
  • Möglichkeiten sich persönlich weiter zu entwickeln durch Erfahrungen und Lernprozesse.

Überprüfen Sie welche Elemente der psychologischen Arbeitsgestaltung in Ihrem Unternehmen bereits genutzt werden. In welcher Form? Wo sehen Sie Defizite? Was könnte verbessert/ verändert werden?




Arbeit kann persönlichkeitsfördernd wirken, wenn sie richtig gestaltet wird. Dazu brauchen die Mitarbeiter Handlungsspielräume, Transparenz, den Austausch mit anderen und die Möglichkeit, im Rahmen vorgegebener Ziele zu planen. Außerdem ist wichtig, dass Mitarbeiter beim Arbeiten lernen können. In der Auseinandersetzung mit den Aufgaben und im Prozess der Arbeit können Menschen das im Allgemeinen am besten.

Ein weiterer Aspekt der Arbeitsgestaltung ist Stress. Spezifische Merkmale der Arbeitssituation können dazu führen, dass ein Mitarbeiter dies als Stress empfindet. Damit sind positive und negative Effekte verbunden. Aus psychologischer Perspektive zeigt sich, dass nicht die Rahmenbedingungen entscheidend sind, sondern die Bewertung dieser Rahmenbedingungen durch den Mitarbeiter: Wie empfindet er selbst eine spezifische Situation? Einflussfaktoren der subjektiven Bewertung sind unter anderem:

  • Grad und Wahrscheinlichkeit der Abneigung der Situation,
  • Grad der Kontrollierbarkeit,
  • Wichtigkeit, die Situation zu vermeiden,
  • zeitliche Nähe der Situation oder
  • erwartete Dauer der Situation.
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