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Kennzahlensysteme

Kennzahlen vergleichen

Eine einzelne Kennzahl ist für den Anwender nicht immer sehr aussagekräftig. Erst durch den Vergleich erschließt sich die eigentliche Aussage aus der Ausprägung einer Kennzahl. Vergleiche können sein:

  • Periodenvergleich
  • Plan-Ist-Vergleich
  • Betriebsvergleich

Periodenvergleich

Beim Periodenvergleich wird eine Kennzahl regelmäßig erhoben (gemessen) – zum Beispiel täglich, wöchentlich, monatlich. Dann werden frühere Erhebungen mit der aktuellen Erhebung verglichen. Es ergibt sich eine Zeitreihe für die Kennzahl. Daraus lassen sich sehr einfach und schnell Abweichungen, Ausreißer oder Trends erkennen – und ggf. Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten.

Periodenvergleich für Kennzahlen

Plan- und Ist-Kennzahlen im Vergleich

Wer die Umsetzung seiner Strategien und die Erreichung der Ziele gewährleisten will, muss Vorgaben machen. Um später zu prüfen, ob diese Vorgaben erfüllt wurden, müssen Plan- (bzw. Soll-) und Ist-Kennzahlen miteinander verglichen werden. Dies sind unterschiedliche Ausprägungen und Bedeutungen ein und derselben Kennzahl. Deshalb ist eine Strukturierung der Kennzahlen zum Beispiel in folgender Form wichtig:

Kennzahl

Plan 2008

Ist 2008

Abweichung

Marktanteil

15%

13,5%

-1,5%

Cashflow

250 Mio.

270 Mio.

20 Mio.

 

 

 

  • Plan: Die Plan-Kennzahl zeigt auf, welche Ausprägung der jeweiligen Kennzahl geplant war bzw. ist. Sie bildet also das angestrebte Ziel aus der Zukunft in die Gegenwart ab.
  • Ist: Diese Ausprägung der Kennzahl wurde tatsächlich erreicht bzw. gemessen.
  • Abweichung: Die Abweichung/Differenz benennt den Unterschied und die Lücke zwischen Plan und Ist in absoluten Zahlen oder prozentual.

Für die Entwicklung von Plan-Kennzahlen ist wichtig, dass

  • die Plan-Kennzahlen einerseits realistisch, andererseits auch herausfordernd sind;
  • die Plan-Kennzahlen plausibel sind, insbesondere dann, wenn mehrere Kennzahlen logisch miteinander verbunden sind;
  • die Personen in die Festlegung der Plan-Kennzahlen eingebunden sind, die bei der Realisierung mitwirken bzw. dafür verantwortlich sind;
  • die Plan-Kennzahl eine ausreichende Verbindlichkeit hat, von allen verstanden und akzeptiert und nur zu den offiziellen Planungs-Zeitpunkten angepasst wird (mit klaren Begründungen);
  • die Plan-Kennzahlen regelmäßig mit den Ist-Kennzahlen verglichen und Abweichungen ermittelt werden.

Abweichungen dürfen nicht zu groß sein, weder im positiven noch im negativen Sinn. Nur dann zeigen sie, dass die Planungs-Arbeit erfolgreich war. Große positive Abweichungen zeigen im Allgemeinen, dass man sich bei der Planung Puffer eingebaut hat. Dann ist die Planung aber nicht mehr realistisch und verliert an Wert.

Außerdem muss klar sein, wie man im Unternehmen mit Abweichungen umgeht: Wird nach Schuldigen gesucht? Oder versucht man Ursachen zu finden und zu beheben?

Kennzahlen im Betriebsvergleich

Kennzahlen gewinnen an Aussagekraft, wenn man sie für zwei Betriebe oder Bereiche miteinander vergleicht. Das kann innerhalb eines Unternehmens erfolgen oder mit fremden Unternehmen. Wichtig ist, dass die beiden Betriebe oder Bereiche bezüglich ihrer Struktur und Leistungen miteinander vergleichbar sind.

Ein systematischer Betriebsvergleich erfolgt im Allgemeinen im Rahmen eines Benchmarkings. Mehr dazu in unserer Lösungshilfe:

Benchmarking: Im Unternehmensvergleich Verbesserungspotenziale erkennen und nutzen

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