Premium
Schlechte Nachrichten überbringen

Sich selbst auf die Situation einstellen

Wenn Sie selbst eine schlechte Nachricht überbringen müssen, sollten Sie sich mental darauf vorbereiten. Denn oft wird ein solches unangenehmes Ereignis immer wieder verschoben, weil man sich nicht traut, sie zu sagen. Das macht die Sache in den meisten Fällen aber eher schlimmer. Beispiel: Sie müssen einem Mitarbeiter sagen, dass er wegen der vielen Arbeit doch nicht Urlaub nehmen kann. Je früher Sie ihm das sagen, desto eher kann er umplanen.

Manche Chefs haben kein Problem damit, ihren Mitarbeitern schlechte Nachrichten zu sagen. Man könnte meinen, es mache ihnen sogar Spaß. Das ist verletzend und hinterlässt einen großen Schaden. Nicht nur bei den Betroffenen selbst, sondern auch in der ganzen Belegschaft. Das Betriebsklima leidet immens unter einem solchen Verhalten.

Doch es geht nicht darum, schlechte Nachrichten schön zu reden. Als Überbringer sollten Sie sich einfach mental darauf vorbereiten, um sich in die Situation der Betroffenen ein wenig einzufühlen (Empathie). Zudem müssen Sie sich bewusst machen, warum es wichtig ist, dass der Mitarbeiter nun über das für ihn schlechte Ereignis informiert werden muss – es ist das Interesse des Unternehmens. Beides gemeinsam hilft in den meisten Fällen, die richtigen Worte zu finden.

Ziel ist, ein Ergebnis zu erzielen, das die betroffenen Menschen nicht in ihrer Persönlichkeit verletzt. Es geht vor allem um die Sache, nicht um die Person. Außerdem sollten Sie sich als Überbringer der schlechten Nachrichten nicht selbst schaden. Vielmehr geht es darum, Lösungen zu entwickeln, mit denen alle leben können; die negativen Folgen für den Betroffenen werden minimiert, Sie als Überbringer haben keine Nachteile daraus und das Unternehmen wahrt seine Interessen.

Um sich auf das Gespräch richtig vorzubereiten, sollten Sie diese Fragen für sich beantworten:

  • Worum geht es? Beschreiben Sie die Situation und Ihre Aufgabe? Welche Botschaft müssen Sie vermitteln?
  • Was sind die Gründe? Was sind die Fakten?
  • Wie wird die betroffene Person auf die Nachricht vermutlich reagieren? Was wird sie sagen? Welche anderen Reaktionen wird sie zeigen? Was wird sie unmittelbar nach dem Gespräch tun? Was in den nächsten Tagen?
  • Was steht für Sie auf dem Spiel? Persönlich? Beruflich?
  • Was steht für die anderen auf dem Spiel? Für die direkt betroffene Person? Für andere Personen?
  • Was sind Ihre Bedenken und Befürchtungen?
  • Was sind Ihre Ziele? Was wollen Sie mit dem Gespräch erreichen? Was soll passieren? Was soll nicht passieren? Welches Ergebnis soll erzielt werden? Für das Unternehmen? Für die betroffene Person?
  • Gibt es bestimmte Rahmenbedingungen oder Faktoren, die zusätzlichen Druck erzeugen? Welche Rolle spielen diese? Für Sie? Für die betroffene Person?

Welche schlechte Nachricht müssen Sie überbringen? Klären Sie im Vorfeld diese Fragen. So gehen Sie die Situation und das Gespräch gedanklich vorab durch und können sich besser darauf einstellen.




Premium
schließen
Weiterlesen und alle Vorlagen nutzen.
Premium-Mitgliedschaft

Als Premium-Mitglied haben Sie Zugriff auf das komplette Management-Handbuch:

  • über 150 Kapitel: von ABC-Analyse bis Zeitmanagement
  • über 1.800 Vorlagen, Checklisten, Excel-Tabellen zum Download
  • nur 57 EUR pro Jahr*
  • Ermäßigung für Studierende
Zur Anmeldung
Kapitel kaufen
Kaufen Sie das komplette Kapitel "Schlechte Nachrichten überbringen" mit allen Vorlagen zum Preis von nur 6,00 EUR*.
Zum Shop

* Preis gültig in Deutschland. In anderen Ländern kann der Preis höher oder niedriger liegen.

Downloads
  • Excel-Vorlagen
    Vorlagen für Controlling, Kennzahlenmanagement, Berichtswesen und Projektmanagement
  • Key Account Management
    32 Seiten E-Book, 10 Excel-Tabellen, 6 Checklisten und 18 Vorlagen