BewerbungWas ein Lebenslauf enthalten sollte

Ein aussagekräftiger Lebenslauf enthält ein Kurzprofil, die Berufserfahrung und dabei erzielte Erfolge. Durch ein Deckblatt erhalten Personaler schnell einen fundierten Überblick.

Der Lebenslauf für eine Bewerbung ist im Grunde schnell erstellt: berufliche Positionen, ehemalige Arbeitgeber sowie die jeweiligen Aufgaben. In einigen Fällen mag ein Lebenslauf dieser Art genügen. Doch ein guter Lebenslauf kann mehr. Ein guter Lebenslauf informiert fundiert über die Positionierung, die Erfolge und die Kompetenzen des Bewerbers.

Kurzprofil voranstellen

Es gehört heute zum Standard, dem tabellarischen Lebenslauf ein Profil – oft auch Kurzprofil oder Management Summary genannt – voranzustellen. Das Profil umfasst etwa eine viertel Seite und enthält alle wesentlichen Informationen über den Kandidaten. Dies ermöglicht dem Leser einen schnellen Überblick, ohne zunächst den gesamten Lebenslauf lesen zu müssen. Idealerweise zeigt das Profil den roten Faden einer Karriere auf. Die Leitfrage zum Erstellen des Profils lautet deshalb: Welche fünf Worte beschreiben Ihre Karriere am besten?

Das Profil beginnt mit Fakten zur eigenen Positionierung wie beispielsweise Position, Branche, Unternehmen, Umsatz, Budget und Anzahl der Mitarbeiter. Es folgen, oft als Aufzählung, ausgewählte Erfolge. Sie zeigen dem Leser, welche Art von Aufgaben angegangen und wie sie gemeistert wurden. Je nach Anzahl und Umfang der beschriebenen Erfolge bietet es sich an, sie nach Kategorien zu ordnen, beispielsweise strategische Führung, operative Erfolge und Mitarbeiterführung. Insbesondere bei Initiativbewerbungen oder im Kontakt mit Headhuntern ist es sinnvoll, das Profil durch die separate Rubrik „Berufliche Zielsetzung“ zu ergänzen. Sie sollte nicht mehr als ein oder zwei Zeilen umfassen.

Das Profil steht im Lebenslauf noch vor der Berufserfahrung. Beim Erstellen des Lebenslaufs ist es der letzte Arbeitsschritt, da das Profil auf den einzelnen Erfolgen in der Rubrik „Berufserfahrung“ aufbaut und die Erfolge geschickt zusammenfasst. Das klingt einfach, doch in der Praxis ist das Profil oft der aufwendigste Arbeitsschritt.

Berufserfahrung und Erfolge darstellen

Der wichtigste Teil des Lebenslaufs ist die Darstellung der Berufserfahrung. Dabei sollten die Tätigkeiten nicht bloß aufgelistet werden. Neben den jeweiligen beruflichen Positionen und Unternehmen sollten auch die Erfolge genannt werden, die bei jeder Stelle erzielt wurden. Bei der Darstellung der Erfolge spielen folgende Fragen eine Rolle:

  • Wofür haben Sie gesorgt?
  • Welche messbaren Erfolge gab es?
  • Welche qualitativen Erfolge gab es?
  • Mit welchem Ziel haben Sie an der Aufgabe gearbeitet?
  • Welches Feedback haben Sie zu der Aufgabe bekommen?
  • Welche Fähigkeiten haben zum Erfolg beigetragen?

Beispiel: Darstellung von Erfolgen im Bereich Mitarbeiterführung

  • Etablieren einer leistungs- und werteorientierten Unternehmenskultur
  • Senken der Fluktuationsrate von 25 auf unter 10 Prozent innerhalb von zwei Jahren durch die Einführung von Zielvereinbarungen und individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen
  • Erzielen einer durchgängig hohen Mitarbeiterzufriedenheit in 360°-Feedbacks, unter anderem durch die Einführung transparenter Karrieremodelle und kompetenzbasierter Personalentwicklung

Je ausführlicher die Erfolge bei den bisherigen Positionen vorgestellt werden, desto eher empfiehlt sich eine Untergliederung, zum Beispiel in Unternehmensführung, operative Erfolge und Mitarbeiterführung oder auch in unterschiedliche Phasen.

Bei der Darstellung von Unternehmen und Positionen hat es sich zudem bewährt, diese jeweils kurz zu erläutern. Bei Unternehmen werden beispielsweise der Geschäftszweck und die Größe nach Umsatz und Mitarbeitern genannt. Die Position wird durch das Aufgabenspektrum beziehungsweise den Verantwortungsbereich, die Berichtslinie und die Anzahl der Mitarbeiter spezifiziert. Die Beschreibungen werden in einer kleineren Schriftart formatiert.

Weitere Informationen im Lebenslauf und ihre Gliederung

Der Lebenslauf enthält neben Profil und Berufserfahrung weitere Informationen zu Ausbildung, Weiterbildung und besonderen Kompetenzen. Alle Informationen werden in der folgenden Reihenfolge gegliedert:

  • Kontaktdaten
  • Persönliche Daten
  • Profil
  • Berufliche Zielsetzung
  • Berufserfahrung
  • Berufliche Weiterbildung
  • Studium und/oder Promotion
  • Schul- und Ausbildung
  • Wehrdienst oder Zivildienst
  • Sonstige Kenntnisse (zum Beispiel Sprachen oder PC-Kenntnisse)
  • Interessen

Gestaltung des Lebenslaufs

Neben den inhaltlichen Elementen kommt es beim Lebenslauf auch auf eine gute Form an. Das heißt im Regelfall, beim Standard zu bleiben. Ein Lebenslauf ist in den meisten Fällen kein „kreatives“ Dokument. Fünf Stilelemente sollten für die notwendigen Hervorhebungen ausreichen. Das sind Schriftart, Schriftgrößen, Spiegelstriche, Fettungen und Spalten. Als Standardschrift ist Arial 11 Punkt zu empfehlen. Rechtschreibfehler lassen sich beheben, indem eine weitere Person den Lebenslauf Korrektur liest.

In Lebensläufen setzt sich verstärkt das Deckblatt durch. Je mehr es für sich steht und je aussagekräftiger es ist, desto eher ist es zu empfehlen. Folgende Elemente gehören zu einem aussagekräftigen Deckblatt des Lebenslaufs:

  • Name
  • Foto
  • Kontaktdaten
  • Persönliche Daten
  • Profil
  • gegebenenfalls Zielsetzung

Bei der Aufzählung der beruflichen Stationen hat sich die retrograde Darstellung auch im deutschen Sprachraum durchgesetzt. Das heißt, die Liste beginnt mit der aktuellen Stelle und geht zeitlich zurück. Der Umfang des Lebenslaufs sollte vier Seiten (inklusive Deckblatt) nicht überschreiten. Die Übersichtlichkeit lässt sich verbessern durch eine Kopfzeile mit den Adressdaten sowie mit einer Fußzeile mit der Seitenzahl. Datum und Unterschrift (gegebenenfalls getippt) bilden den Abschluss des Lebenslaufs.

Dazu im Management-Handbuch

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