BudgetplanungWorauf es bei der Budgetplanung ankommt

Mit der Budgetplanung sollen Geld und Ressourcen auf die richtigen Aktivitäten und Projekte verteilt werden. Doch der Kampf um das jährliche Budget ist zu einem aufwendigen Ritual geworden. Ziele müssen der Maßstab für die Verteilung der Budgets sein, und die Budgetplanung muss flexibel bleiben.

Der Kampf um die Budgets gleicht in vielen Unternehmen einem Ritual. Jedes Jahr aufs Neue streiten die verantwortlichen Manager, Abteilungsleiter, Teamleiter und Projektleiter um knappe Gelder, die das Unternehmen für ihre Bereiche zur Verfügung stellen soll. Das bindet viele Kräfte, schafft Konflikte und führt oft dazu, dass Ressourcen an den falschen Stellen eingesetzt, ja sogar verschwendet werden, während andere mit viel zu knappen Mitteln nichts zustande bringen.

Rahmenbedingungen der Budgetplanung

Die Budgetplanung ist ein komplexer Prozess im Unternehmen, in dem viele Rahmenbedingungen eine Rolle spielen:

Budgets sollen zum Unternehmenserfolg beitragen
Die finanziellen und personellen Ressourcen eines Unternehmens sollten dort eingesetzt werden, wo sie die meisten Früchte tragen. Es gilt das Prinzip der Wirtschaftlichkeit. Maßgeblich ist, dass das Budget und die Ressourcen so eingesetzt werden, dass die Unternehmensziele möglichst gut erreicht werden (Effektivität) und dass dabei keine Ressourcen unnötig verschwendet werden (Effizienz).

Die richtige Verteilung von Budgets ist schwierig
Die Entscheider können nur schwer erkennen und abschätzen, wo sie die verfügbaren Ressourcen am besten einsetzen. Ein Grund: Sie werden nur sehr selektiv informiert. Die Budgetempfänger informieren gerade so, dass ihre Budgetforderungen erfüllt werden.

Budgets basieren auf Annahmen zur zukünftigen Entwicklung
Budgetplanung ist auf Prognosen zur zukünftigen Entwicklung angewiesen. Auch noch so ausgeklügelte Methoden und Verfahren zur Analyse der Wirtschaftlichkeit basieren auf Annahmen über die Zukunft, die häufig zu optimistisch, manchmal auch zu pessimistisch sind – je nach Interesse der Protagonisten.

Budgets sind ein Statussymbol
Deshalb rangeln die Manager in Unternehmen heftig um ein möglichst hohes Budget. Es wird intrigiert, politisiert, schöngerechnet, übertrieben oder schlecht gemacht. Wer in das ausbalancierte Kräfteverhältnis eingreift, schürt Neid, Missgunst und Konflikte. Das führt zu Demotivation oder sogar zur Sabotage.

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