Präsentationsfolien10 Gestaltungstipps für PowerPoint

Damit die tatsächliche Botschaft in einer PowerPoint-Präsentation auch ankommt, sollten die Präsentationsfolien entsprechend gestaltet sein.

Wer ein Thema in einer Präsentation vorstellt, verfolgt in der Regel zwei Ziele: informieren und das Publikum für den Vortrag gewinnen. Ob das gelingt, hängt nicht nur vom Inhalt der Präsentation ab, sondern auch von ihrer „Verpackung“. Neben der Person des Vortragenden, seiner Sprache und seinem Auftreten, gehört also auch die visuelle Gestaltung der Präsenation, sprich der Präsentationsfolien und ihrer Inhalte dazu.

Inhalte auf Präsenationsfolien so elegant wie möglich anordnen

Garr Reynolds beschreibt in seinem Buch „Zen oder die Kunst der Präsentation“, wie PowerPoint-Folien wirkungsvoll visualisiert und gestaltet werden sollten. Seine Kernbotschaft lautet: „Die Inhalte müssen so elegant wie möglich und ohne überflüssige Dekoration angeordnet werden. Die Präsentation des Inhalts ist einfach, ausgewogen und schön anzusehen.“

Bei der Gestaltung von Präsentationsfolien gibt es kein eindeutiges „richtig“ oder „falsch“. Maßgeblich sind immer das Publikum und der Zweck der Präsentation. Dennoch gibt es einige Grundregeln, die beherzigt werden sollten.

Aufzählungszeichen durch Diagramme und strukturierende Elemente ersetzen

Das beliebteste und oft einzige visuelle Element vieler Präsentationen mit PowerPoint ist das Aufzählungszeichen. Daneben steht dann viel Text geschrieben, der eine Wiederholung dessen ist, was der Vortragende auch sagt. Die Zuhörer müssen also gleichzeitig lesen und zuhören – und sind damit in der Regel überfordert. Aufzählungszeichen sollten deshalb so sparsam wie möglich, mit Bedacht oder am besten gar nicht eingesetzt werden. Besser sind folgende Gestaltungselemente:

  • Boxen, Tabellen oder Prozessdiagramme, die die Präsenation strukturieren und aus dem Text eine Grafik machen, die Zusammenhänge aufzeigt.
  • Eine Kernbotschaft pro Folie, die durch ein Zahlendiagramm, ein Foto oder eine Zeichnung bekräftigt wird; Botschaft und Bild sollten gleichzeitig dargestellt werden.

Firmenlogo nur auf der ersten Präsentationsfolie platzieren

Oft werden Firmenlogos auf jeder Präsentationsfolie prominent platziert, doch das lenkt die Zuhörer immer wieder vom Kern des Inhalts der Präsentation ab. Die gleichen negativen Effekte haben visuelle Elemente wie Linien, Balken, Verläufe oder Copyright-Hinweise, die den Gedanken der Marketingabteilung unter dem Stichwort „Corporate Design“ entspringen. Es reicht aus, das Firmenlogo nur auf der ersten und letzten Präsentationsfolie zu platzieren; dort, wo der Vortragende sich und das Unternehmen vorstellt beziehungsweise sich am Ende der Präsentation verabschiedet. Schließlich wiederholt er auch nicht bei jeder neuen Präsentationsfolie seinen Namen.

Leerraum für Ruhe und Konzentration nutzen

Viele versuchen, den Platz auf ihren Präsentationsfolien bis auf den letzten Quadratzentimeter auszunutzen. Leerraum, also die weiße Fläche, bringt an dieser Stelle viel mehr, denn sie schafft beim Publikum Ruhe und Konzentration auf das Wesentliche. Der Leerraum spielt bei der Gestaltung eine wichtige Rolle. Er hilft, die wenigen Elemente einer Präsentationsfolie ins Gleichgewicht zu bringen und somit Eleganz und Übersicht zu erzeugen.

Sich auf das Wesentliche beschränken

Viele Präsentationsfolien sind mit Informationen überfrachtet, die eigentlich gar nicht wichtig sind. Unnötiger Text oder viele Linien, und zusätzlich noch Fotos oder Grafiken aus der Clip-Art-Bibliothek. All das lenkt von der eigentlich wichtigen Botschaft ab. All das erzeugt Unschärfe und sollte entfernt werden. Wenn grafische Elemente eingesetzt werden, wie zum Beispiel Fotos, dann sollten diese die Kernbotschaft der Präsentation unterstreichen.

Bilder zur Veranschaulichung verwenden

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Bilder – damit sind Fotos, Zeichnungen oder Grafiken gemeint - bekräftigen Argumente und machen Geschichten anschaulicher. Ein weiterer Vorteil: Zuhörer können Bilder schneller erfassen und dann dem Vortragenden zuhören, anstatt nebenbei den Text von den Folien lesen zu müssen.

Gegensätze auf der Präsentationsfolie darstellen

Einzelne Objekte können besonders hervorgehoben werden, indem Gegensätze dargestellt werden. Das Wichtige wird ganz groß, alles andere klein dargestellt. Das Wesentliche erhält eine Farbe, alles weniger Wichtige bleibt grau. So werden einzelne Elemente durch Größe, Farbe oder Positionierung einander gegenübergestellt und damit in ihrer Bedeutung hervorgehoben.

Identische Elemente wiederholen

In einer PowerPoint-Präsentation sollten Elemente in identischer oder ähnlicher Form immer wieder wiederholt werden. Das sorgt für ein Gefühl der Einheit, erhöht die Konsistenz und verstärkt die Bindung. Auch hier gilt: Einsatz in Maßen.

Elemente durch eine unsichtbare Linie verbinden

Alle Elemente einer Präsentationsfolie sollten so positioniert sein, dass sie durch eine unsichtbare Linie miteinander verbunden und aneinander ausgerichtet sind. Hilfreich hierfür sind Raster.

Zusammengehörende Elemente nebeneindander anordnen

Was auf einer Präsentationsfolie zusammengehört, sollte auch beieinanderstehen. Der Betrachter darf nicht gezwungen werden, selbst zu überlegen, was wie zusammengehört.

Fazit

Worauf kommt es letztlich bei der Gestaltung von Präsentationsfolien an? Der verstorbene Werbeprofi Paul Arden bringt es auf den Punkt: „Je besser Ihre Präsentation aussieht, desto mehr Menschen werden sich daran erinnern. Noch wichtiger ist, dass sie sich an Sie erinnern.“

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