Leading SimpleFühren kann so einfach sein

Gute Führung wird immer noch mit charismatischen Persönlichkeiten verbunden. Aber was passiert, wenn diese Persönlichkeiten abdanken? Hier kann ein Führungssystem helfen, das Leadership nicht über die Persönlichkeit der Leader definiert, sondern über die Aufgaben, Hilfsmittel und Prinzipien.

Leader sind ganz normale Menschen. Schluss mit dem Anspruch an die ideale Führungskraft, den Superboss, den genialen Leader, die Fachkoryphäe, den charismatischen Integrator. Gerecht, beherrscht, kritikfähig, entscheidungsstark, selbstbewusst, mutig, ehrlich, belastbar, positiv, fleißig, unbeirrbar, willensstark und analytisch – die Vereinigung all dieser Eigenschaften in einer Person ist ein Mythos.

Dennoch werden in der Managementliteratur vor allem diese Skills behandelt und gelehrt. Doch die Erfahrung zeigt, dass Führung nicht unbedingt an die Persönlichkeit gebunden sein muss. Im Gegenteil – für die Chefetage und für die Mitarbeiter kann es viel einfacher sein, wenn ein eher pragmatischer Führungsstil klare Strukturen und Abläufe vorgibt, mit denen jeder einfach arbeiten kann.

Mit Leading Simple haben wir eine Systematik entwickelt, die sich jeder aneignen kann. Wir erleben gerade eine Zeit, in der viele charismatische Unternehmensführer von ihren, vielleicht nicht so führungstüchtigen Nachfolgern oder Kindern abgelöst werden. Gerade für sie muss ein System her, das den verschiedenen Persönlichkeiten gerecht wird. „Führungsgurus“ sind für viele ein Vorbild, dabei wird aber oft vergessen, dass eigentlich jeder - im Großen, wie im Kleinen - führen muss. Sei es in der Familie, in der Freizeit oder „nur“ sich selbst. Doch wie kann man diesen Menschen eine Hilfe sein? Anstatt immer nur die großen Führungspersonen vor Augen zu haben, muss man sich bewusst sein, dass es eine breite Masse ist, die führt und die Unterstützung braucht.

Führung ist erlernbar

Gute Führungskräfte müssen keine Halbgötter sein. Es geht auch ohne ein riesiges Spektrum an Kompetenzen und Intelligenzen. Management ist eine praktische Disziplin und Führung erlernbar. Fragt man Mitarbeiter in Unternehmen, ob sie ein Bild davon haben, wie sie geführt werden, wird dies meist verneint. Gleichzeitig wird der Wunsch nach transparenten Führungsmethoden laut. Selbst die Mitarbeiter wünschen sich Klarheit in Sachen Führung, nicht nur das obere Management. Aus dieser Klarheit und Transparenz entsteht Vertrauen – ein Wert der in vielen Organisationen abhanden gekommen ist.

Das Führungssystem Leading Simple besticht durch eine klare Struktur und einen präzisen Aufbau; zudem definiert es die entscheidenden Punkte deutlich:

  1. Was ein Leader tun muss – seine fünf Aufgaben
  2. Womit er es tun sollte – seine fünf Hilfsmittel
  3. Wie er es tun sollte – die fünf Prinzipien

Mit dieser klar ausgerichteten Anleitung erhält das Unternehmen eine für alle Beteiligten nachvollziehbare Führungssystematik. Alle ziehen an einem Strang und verstehen, was warum und wie getan werden muss. So wird das System zu einem didaktischen Leitfaden effektiver Führung, den auch all jene sofort verinnerlichen können, die neu in die Organisation kommen.

Die Fähigkeit zu führen ist der Unterschied zwischen Erfolg und Versagen, es ist der Unterschied zwischen einem erfüllten Leben und frustrierender Mittelmäßigkeit.

Die Basis - Führen mit Kopf, Herz und Hand

Wie wird man Führungskraft? Wo findet man eine Beschreibung der Aufgaben? Wie qualifiziert man sich für die Herausforderungen?

Leading Simple geht nicht von der Persönlichkeit des Leaders aus, sondern von seinen Handlungen. Die Gesamtheit seiner Aktivitäten wird bestimmt durch drei Faktoren: den Kopf, die Hand und das Herz.

  • Der Kopf steht für die fünf Aufgaben, die der Leader erfüllen muss: Menschen fördern, den Unternehmenszweck erfüllen, Systeme schaffen, delegieren und kontrollieren.
  • Die Hand symbolisiert die fünf Hilfsmittel, die ihn bei der Umsetzung der Aufgaben unterstützten: Lob, Umleiten, Kritik, ergebnisorientierte Aufgabenbeschreibungen und die Budgetplanung.
  • Das Herz schließlich steht für die fünf Prinzipien, auf denen Führung beruhen soll: Verantwortung übernehmen, Ergebnisorientierung, Konzentration auf Stärken, ein gutes Betriebsklima und das Schaffen von Vertrauen.

Die erste Aufgabe: Menschen fördern

Ein Leader sollte seine Mitarbeiter stets mit einem System fördern, das berücksichtigt, dass jeder Mensch vier Phasen durchlaufen kann.

In der ersten Phase – geringe Kompetenz, hohes Engagement – gibt der Leader vor, was der Mitarbeiter tun muss. In der zweiten Phase –gestiegene Kompetenz, nachlassendes Engagement – muss der Leader mit dem Mitarbeiter trainieren, Ziele zu setzen und das Erreichen dieser Ziele kontrollieren. In der dritten Phase – hohe Kompetenz, unbeständiges Engagement – muss der Mitarbeiter gefordert werden. In der vierten Phase – hohe Kompetenz, hohes Engagement – kann der Leader delegieren und Verantwortung abgeben.

Führen bedeutet nicht, andere so zu behandeln, wie diese es gerne hätten oder wie es dir angenehm wäre. Es bedeutet, andere so zu behandeln, dass sie sich entwickeln.

Die zweite Aufgabe: Den Unternehmenszweck erfüllen

Der wichtigste Zweck einer Firma ist es, Gewinn zu erzielen, Kosten zu sparen sowie den Umsatz zu erhöhen.

Der oft zitierte Kampf zwischen Kapital und Mensch existiert nicht. Wenn die Führung im Freisetzen der menschlichen Potenziale versagt, kommt das Kapital und regelt diesen Fehler.

Die dritte Aufgabe: Systeme schaffen

Ein Leader sollte Systeme schaffen, dadurch muss er weniger direkt führen – denn jeder Mitarbeiter kennt seine Aufgaben.

Die Königsfrage lautet: Wie mache ich mich überflüssig, während die Ergebnisse immer besser werden?

Der Leader muss fragen: Welche Prozesse benötige ich, um die Unternehmensidee umzusetzen? Dann muss er ein passendes System entwickeln nach Mitarbeitern suchen, deren Stärken in dem System wertvoll sind.

Die vierte Aufgabe: Delegieren

Ein Leader muss seinen Mitarbeitern Arbeiten übertragen, um fünfzig Prozent seiner Zeit für Unvorhergesehenes frei zuhalten. Er darf nicht zulassen, dass weiter delegiert wird. Delegieren ist die Fähigkeit, Aufgaben so zu übergeben, dass du mit der Qualität dessen, was zurückkommt, zufrieden bist.

Die fünfte Aufgabe: Kontrollieren

Die ersten vier Aufgaben sind ohne Kontrolle nicht denkbar und muss als unverzichtbare Hilfe erkannt werden und nach einem transparenten System erfolgen.

Um das Engagement zu beurteilen, macht der Leader sich Notizen zum konkreten Verhalten des Mitarbeiters. Er urteilt auf der Grundlage der Prinzipien der Firma und seiner subjektiven Einschätzung.

Transparenz und Kontrolle werden von Leadern gelebt und geliebt. Je mehr ein Leader Kontrolle als Hilfe zur Zielerreichung versteht, desto mehr schätzen es seine Mitarbeiter, kontrolliert zu werden.

Dazu im Management-Handbuch

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