JobwechselMenschen und Projekte bewegen und voranbringen

Die Erwartungen sind hoch: Führungskräfte sollen ihre Mitarbeiter bewegen. Begeisterung ist dafür eine der wirksamsten Kräfte. Gute Führungskräfte entwickeln Visionen, erzählen anderen von positiven Zielen, die sie gemeinsam erreichen wollen. Diese Energie können sie nutzen, um Projekte voranzutreiben. Doch manchen müssen sie dazu erst wieder ein neues Leben einhauchen.

Das funktioniert nicht von allein. Im Gegenteil. Allzu oft trifft eine neue Führungskraft schnelle und kaum nachvollziehbare Entscheidungen. Sie stößt ihre Mitarbeiter vor den Kopf und provoziert Abwehrreaktionen. Auch bei solchen, die dem oder der Neuen gegenüber eigentlich positiv eingestellt sind. Die Folge ist, dass die Führungskraft ihre Glaubwürdigkeit verliert und über kurz oder lang scheitern wird.

Wer nicht gleich zu Beginn im neuen Job in einen Teufelskreis geraten will, sollte mit einer positiven Einstellung ans Werk gehen. Das schafft eine gute Basis. Außerdem zeigen viele Studien, dass positiv denkende Menschen zufriedener, gesünder und erfolgreicher sind. Dabei gibt es unterschiedliche Formen des positiven Denkens:

  • Optimismus und positive Ergebnisse erwarten,
  • Vertrauen in die eigenen Kompetenzen,
  • Dinge selbst in der Hand haben,
  • Selbstwertgefühl.

Doch es gilt auch, die Grenzen des positiven Denkens zu kennen und zu beachten. Die Chemnitzer Professorin für Psychologie Astrid Schütz warnt im Interview mit Andree Martens [ManagerSeminare 2/2008] vor zu viel positivem Denken:

„Gefährlich werden kann die Beharrlichkeit, zu der Menschen mit hohem Selbstwertgefühl neigen. Sie lassen sich von Rückschlägen nicht entmutigen, auch dann nicht, wenn es eigentlich offensichtlich ist, dass sie ihr Ziel nicht erreichen können. Sie sind destruktiv beharrlich, reiben sich sinnlos auf.“

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