Newsletter-MarketingWie Sie die Öffnungsrate für Ihre Newsletter steigern

Wer seine potenziellen Kunden mit einem Newsletter per E-Mail zum Kauf bewegen will, muss die wichtigsten Stellhebel kennen. Entscheidend ist, dass der Newsletter geöffnet wird und dass Aufbau sowie Gestaltung dazu einladen, dies auch in Zukunft zu tun.

Newsletter sind ein beliebter Kanal für Unternehmen, um Werbung für ihre Produkte oder ihre Marke zu machen. Das Problem: Es handelt sich nicht nur um ein paar wenige Unternehmen, die so denken, sondern um tausende Unternehmen, die alle mit ihren Newslettern um die Aufmerksamkeit der Empfänger buhlen. Doch wie gelingt es einem Unternehmen, dass genau sein Newsletter aus der Masse der vielen anderen heraussticht und vom Empfänger geöffnet wird?

Erfolgsfaktoren für Newsletter-Marketing

Bei der Entscheidung, ob ein Newsletter geöffnet wird oder nicht, spielen vier Aspekte eine besonders wichtige Rolle:

  • Betreffzeile
  • Preview-Text des Newsletters
  • Uhrzeit des Versands
  • Aufbau und Gestaltung des Newsletters

Thema des Newsletters im Betreff

Die Betreffzeile ist vermutlich der Punkt, der am meisten Auswirkung auf die Öffnungsrate Ihres Newsletters hat. Denn die Betreffzeile enthält den Grund, warum man den Newsletter öffnen sollte. Und wenn dieser Grund nicht klar genug kommuniziert wird, dann wird der Newsletter schnell gelöscht.

Das bedeutet: Suchen Sie sich aus Ihrem Newsletter das Thema heraus, das für die meisten Empfänger relevant ist. Das kann zum Beispiel ein neues Angebot sein, aber auch etwas Praktisches, das nicht auf Verkauf ausgerichtet ist. Vertreiben Sie beispielsweise Tiernahrung an Privatleute, dann könnten Sie in Ihrem Newsletter auf die nächsten Messen für Haustiere hinweisen – und diese Information in der Betreffzeile anteasern.

Länge des Betreffs

Wenn Sie sich für einen besonders relevanten Inhalt entschieden haben, geht es an die Formulierung des Newsletter-Betreffs. Die Betreffzeile sollte nicht länger als 40 Zeichen lang sein, damit sie im Mail-Client sowohl in der Desktop- als auch in der Mobile-Version vollständig angezeigt wird. Doch sie sollte auch nicht weniger als 20 Zeichen haben – dann wirkt sie schnell langweilig und so, als ob der Versender sich keine Gedanken gemacht hat.

Wortwahl für die Betreffzeile

Außerdem wichtig: Die Betreffzeile sollte auf jeden Fall vermeiden, nach einer SPAM-Mail zu klingen. Denn diese Art von Mails werden meistens direkt gelöscht. Vermeiden Sie also Großbuchstaben, zu viele auffällige Sonderzeichen wie Ausrufezeichen sowie klassische SPAM-Betreffzeilen wie „Ihre Anfrage“ oder „Dringend: Jetzt lesen“.

Personalisierung des Betreffs

Immer eine Überlegung wert ist die Frage, ob man die Empfängerin oder den Empfänger schon in der Betreffzeile nennen soll – denn personalisierte E-Mails erhöhen die Öffnungsrate deutlich. Das Problem dabei: „Hallo Herr Müller“ sind bereits 18 Zeichen – und es bleiben nur noch 22 Zeichen für eine aussagekräftige Betreffzeile übrig.

Wenn man jedoch textlich geübt ist und auch mit wenigen Zeichen große Inhalte ankündigen kann, dann ist die Personalisierung in der Betreffzeile ein heißer Tipp. Voraussetzung ist, dass die empfangende Person bei der Anmeldung zum Newsletter ihren Namen mitgeteilt hat.

Der Preview-Text

Der Preview-Text ist der Text, der im Mail-Client unter oder nach der Betreffzeile angezeigt wird. Er besteht aus den ersten Zeichen der E-Mail. Beim Newsletter ist das oft ein Text im Stil von „Hallo Frau Müller, in unserem letzten Newsletter haben …“. In diesem Fall wird jedoch eine wichtige Möglichkeit verschenkt, um die Empfängerin oder den Empfänger vom Öffnen des Newsletters zu überzeugen.

Der Trick, um den Preview-Text optimal zu nutzen: Setzen Sie schon vor der Anrede einen motivierenden Text ein. Bei den meisten Newslettern ist das wie folgt gelöst: Links über dem Headerbild ist eine kleine Zeile für den Preview-Text reserviert – unauffällig, aber doch wichtig.

Der Preview-Text sollte dazu verwendet werden, in 80 bis 100 Zeichen die Betreffzeile zu erweitern. Ein Beispiel:

Betreffzeile: Jetzt 25 % auf Hundefutter sparen!

Preview-Text: Aktion gültig für das gesamte Hundefutter-Sortiment bis Ende Oktober 2021 – auch Bio-Futter.

Der Zeitpunkt des Newsletter-Versands

Auch der Versandzeitpunkt spielt für die Öffnungsrate eines Newsletters eine wichtige Rolle. Aber: Der beste Zeitpunkt lässt sich nicht allgemein nennen – er hängt von der Zielgruppe ab und kann entsprechend variieren. So sollte zum Beispiel der Tiernahrungs-Shop seinen Newsletter nicht an einem Freitagnachmittag um 17:00 Uhr versenden. Denn das ist eine Zeit, in der die meisten Menschen sich bereits gedanklich mit der Freizeit am Wochenende beschäftigen – und nicht über organisatorische Details Ihrer Haustierversorgung nachdenken möchten.

Möglicherweise öffnen die Empfängerinnen und Empfänger dieses Newsletters Ihren E-Mail-Eingang nicht täglich, sondern im Schnitt alle drei Tage. Das würde dann bedeuten, dass der Versandzeitpunkt an Relevanz verliert. Sie sehen: Das optimale Versanddatum ist vorrangig von der jeweiligen Zielgruppe abhängig.

Am besten gehen Sie wie folgt vor: Testen Sie über mehrere Wochen verschiedene Versandzeitpunkte und wählen Sie am Ende des Tests den Versandtermin mit der besten Öffnungsrate. Diese ist bei der Nutzung von Mailing-Dienstleistern leicht zu ermitteln.

Einige Anhaltspunkte für den richtigen Zeitpunkt gibt es jedoch:

  • Versenden Sie einen Newsletter eher tagsüber als nachts.
  • Vermeiden Sie als B2B-Unternehmen, Ihre Newsletter an einem Montag zu versenden – denn das ist der Tag, an dem das Postfach bei den meisten sowieso überquillt.

Erfahrungen mit Newslettern in der Vergangenheit

Ob ein Newsletter geöffnet wird, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die vorangegangenen Newsletter beim Empfänger angekommen sind. Prüfen Sie:

  • Waren Ihre Newsletter in der Vergangenheit unklar strukturiert, schwer zu lesen und voller Rechtschreibfehler?
  • Enthielten die Newsletter nur lange Textblöcke ganz ohne Bilder und ohne ein klares, einfaches Design?
  • Oder empfanden die Empfänger den Newsletter gar als langweilig, da er an deren Interessen vorbei konzipiert war?

Dann wird der Newsletter wahrscheinlich kein weiteres Mal geöffnet. Sie sehen: Schon der allererste Newsletter muss ein Volltreffer sein. Denn nur so erreichen Sie, dass Ihre Empfänger auch alle weiteren Newsletter öffnen.

Aufbau und Gestaltung eines Newsletters

Die wichtigsten Regeln, damit Ihr Newsletter solch ein Volltreffer wird: ein klarer Aufbau mit stimmigem Design sowie eine spannende Mischung aus Content und Produktplatzierungen in gut durchdachter Länge.

Ganz wichtig: Den Abmelde-Button nicht vergessen. Denn er erlaubt Empfängerinnen und Empfängern, sich auf einen Klick abzumelden. Das zeugt von Seriosität – und hinterlässt trotz möglicher Abmeldung einen guten Eindruck. Und wer weiß: Vielleicht kommt der Leser ja irgendwann wieder zurück.

Fazit

Newsletter haben es heutzutage schwer, in einem hart umkämpften Markt herauszustechen. Doch es ist nach wie vor möglich, dass Ihr Newsletter geöffnet wird – dank einer gut formulierten Betreffzeile, einem dazu passenden Preview-Text und einem sorgfältig gewählten Versandzeitpunkt. Wenn der Newsletter dann gut strukturiert und gestaltet ist, steht einem Erfolg nichts mehr im Wege.

Und nicht vergessen: Beachten Sie beim Versand eines Newsletters immer die geltenden Datenschutzrichtlinien.

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