BeteiligungscontrollingUnternehmensbeteiligungen überwachen, bewerten und steuern

Wofür brauchen Unternehmen ein Beteiligungscontrolling? Welche Aufgaben sind damit verbunden? Wenn Ihr Unternehmen an anderen Unternehmen beteiligt ist, liefert das Beteiligungscontrolling Informationen zum Erfolg und zum Potenzial dieser Beteiligungen. Im ersten Schritt führen Sie eine Bestandsaufnahme durch: An welchen Unternehmen sind Sie beteiligt und was leisten diese?

Was ist Beteiligungscontrolling?

Ein Unternehmen kann sich an einem anderen, rechtlich selbstständigen Unternehmen beteiligen. Das bedeutet, es erwirbt Anteile am Eigenkapital und ist dann alleiniger Eigentümer dieses Unternehmens oder ein Eigentümer gemeinsam mit anderen.

Wenn es Eigentümer ist, will es vom Erfolg des Unternehmens profitieren, an dem es beteiligt ist. Deshalb wird es regelmäßig überprüfen, ob und wie erfolgreich die Beteiligung ist. Das ist Aufgabe des Beteiligungscontrollings.

Verhältnis zwischen Mutterunternehmen und Tochterunternehmen

Das Unternehmen, das Anteile am Eigenkapital eines anderen Unternehmens erwirbt oder hält, wird auch als Muttergesellschaft oder Mutterunternehmen bezeichnet. Das Unternehmen, das dadurch ein anderes Unternehmen als Eigentümer hat, wird dann als Tochtergesellschaft oder Tochterunternehmen bezeichnet.

Die Begriffe „Muttergesellschaft“ und „Tochtergesellschaft“ sind in Richtlinien und Gesetzen definiert. Zum Beispiel in der EU-Richtlinie (90/435/EWG) oder im § 290 Handelsgesetzbuch (HGB). Maßgeblich für die Anwendung der Begriffe ist, wie abhängig das eine Unternehmen (Tochter) vom anderen Unternehmen (Mutter) und wie beherrschend der Einfluss ist. Meist wird dies am Anteil am Eigenkapital oder an den Stimmrechten festgemacht.

Handelt es sich um einen geringen Anteil am Eigenkapital, spricht man auch von einer Minderheitsbeteiligung. Im Folgenden soll zur besseren Verständlichkeit immer von Mutterunternehmen und Tochterunternehmen die Rede sein – unabhängig von der Höhe der Beteiligung.