ScrumProduktive Daily-Scrum-Meetings abhalten

Welche Regeln gelten bei der Durchführung eines Scrum-Meetings? Wer nimmt am Daily-Scrum teil? Wie fördert man im Daily-Scrum-Meeting die Produktivität? Antworten auf diese Fragen und Tipps zur Planung Ihrer täglichen Treffen im Team.

Wie lange dauert das Daily-Scrum-Meeting?

Das Daily-Scrum-Meeting findet täglich statt – wie der Wortbestandteil „Daily“ schon verrät. In den meisten Unternehmen treffen sich Teammitglieder immer zur gleichen Uhrzeit. Um keine Zeit zu verschwenden, begrenzen viele Teams das Daily-Scrum-Meeting auf eine Dauer von 15 bis maximal 20 Minuten. Da man sich jeden Tag trifft, reicht diese Zeit meistens aus.

Dass ein Daily-Scrum-Meeting auch als Stand-up-Meeting bezeichnet wird, hat einen simplen Grund: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen während des Meetings.

Was wird beim Daily-Scrum-Meeting besprochen?

Beim Stand-up-Meeting bespricht das Team drei grundlegende Themen:

  • Was wurde gestern erledigt, um das Ziel des aktuellen Sprints zu erreichen?
  • Was wird bis zum nächsten Meeting erledigt, um das Ziel zu erreichen?
  • Gibt es akute Probleme oder Hindernisse, welche die Zielerreichung verhindern könnten?

Gehen Diskussionsthemen über diese drei Fragestellungen hinaus, werden sie konsequent nicht besprochen. Stattdessen wird ein separater Termin zu diesem Thema vereinbart, um die anderen Teammitglieder nicht unnötig zu involvieren. Das dient der Einhaltung der angestrebten Maximaldauer des Daily-Scrum-Meetings.

Wer nimmt am Daily-Scrum-Meeting teil?

Die Teammitglieder des Scrum-Projekts – das sind meistens Entwicklerinnen und Entwickler – und der Scrum-Master sind jeden Tag anwesend. Sofern möglich oder nötig, nimmt auch der Product-Owner teil; er muss aber nicht jeden Tag dabei sein. Bei Bedarf können zudem Nicht-Teammitglieder hinzugezogen werden: Das sind beispielsweise Personen aus dem Marketing, der Dokumentation oder dem Vertrieb.

Wer nur zu Gast ist, übernimmt die Rolle der Zuhörerin oder des Zuhörers. Als Gast werden in der Regel jene Personen bezeichnet, die nur kurzzeitig an (Teil-) Aufgaben beteiligt sind. Manchmal sind Führungskräfte aus höheren Hierarchieebenen zu Gast, die sich lediglich einen Einblick verschaffen möchten und daher einmalig oder sporadisch anwesend sind.

Tipps für produktivere Stand-up-Meetings

Tipp 1: Moderator bestimmen

Eine Person übernimmt die Rolle der Moderatorin oder des Moderators. Sie sorgt dafür, dass der Zeitplan eingehalten wird und alle Beteiligten zu Wort kommen. Ob immer dieselbe Person moderierend eingreift oder die Rolle in festen zeitlichen Intervallen neu besetzt wird, entscheidet das Team. Oft übernimmt der Scrum-Master diese Rolle.

Tipp 2: Soziale und organisatorische Komponenten verknüpfen

In einigen Unternehmen wird das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden, indem auf das Daily-Scrum-Meeting ein Plausch in der Kaffeeküche folgt. So stärkt man ganz nebenbei den Teamgeist.

Nach Stand-up-Meeting und Kaffeepause widmen sich Mitarbeitende wieder konzentriert ihrer Arbeit, ohne die soziale Komponente vernachlässigt zu haben.

Tipp 3: Vorbereitungen treffen

Alle Teilnehmenden werden dazu angehalten, sich kurz auf das Daily-Scrum-Meeting vorzubereiten. Eine mitgebrachte Notiz hilft jeder und jedem, den eigenen Beitrag flüssig vorzutragen. Dadurch wird das tägliche Meeting sowohl für Einzelpersonen als auch für die Gruppe effektiver.

Dazu im Management-Handbuch

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