Ziel erreichenMit Motivation und Willenskraft Ziele erreichen

Damit ein persönliches Ziel erreicht wird, muss es richtig formuliert, mit Aktionen verknüpft und motivierend sein. Es braucht Willenskraft und positive Emotionen, um auch schwierige Phasen zu überwinden. Welche Techniken dabei helfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Aktionsplan erstellen

Erstellen Sie gleich einen Aktionsplan, nachdem Sie Ihr Ziel bestimmt haben. Legen Sie fest, welche Aufgaben Sie erledigen müssen, um das Ziel zu erreichen. Formulieren Sie die Aufgaben möglichst genau: Was tun Sie wann und wo? Zum Beispiel: „Ich gehe Montag und Donnerstag um 19 Uhr ins Fitnessstudio.“ Oder: „Ich vereinbare morgen einen Termin bei meinem Coach.“

Je klarer das ist, desto höher sind Ihre Erfolgschancen, das Ziel zu erreichen. Erledigen Sie die erste Aufgabe gleich heute oder zumindest innerhalb der nächsten 72 Stunden – auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Es bringt Sie ins Tun und aktiviert Ihre Handlungsenergie.

Bei einem kleineren Ziel und einem kürzeren Zeitraum werden ein oder zwei Aufgaben ausreichen. Dauert es voraussichtlich länger bis das Ziel erreicht ist, überlegen Sie, welche Meilensteine es auf dem Weg gibt. Prüfen Sie, ob die Aufgabenpakete realistisch sind und in absehbarer Zeit erreicht werden können. Falls die Aktionen und Aufgaben zu groß sind, wenden Sie die Salamitaktik an und zerteilen ein großes Stück in kleinere Häppchen.

Motivation aufrechterhalten

Machen Sie sich immer wieder bewusst, wie viel Sie auf dem Weg zum Ziel schon geschafft haben. Feiern Sie auch kleine Erfolge und loben Sie sich dafür. Reflektieren Sie, was Sie dazu beigetragen und welche Fähigkeiten Sie eingesetzt haben. Nutzen Sie positive Bilder. Stellen Sie sich vor Ihrem inneren Auge vor, wie es ist, das Ziel erreicht zu haben. Aktivieren Sie Ihre inneren Ressourcen und geben Sie damit Ihrem Denken und Fühlen eine Richtung.

Die eigene – intrinsische – Motivation ist gerade bei größeren Zielen essenziell. Sie brauchen über einen längeren Zeitraum den inneren Antrieb. Denn extrinsische Motivation – Belohnung oder Strafe von außen – verpufft meist schnell und die Anreize müssen konstant vorhanden oder sogar gesteigert werden.

Intrinsische Motivation meint eine aus sich selbst entstehende – innere – Motivation. Was wir tun, macht uns Freude und wir empfinden es als wichtig und sinnvoll. Dabei ist auf das richtige Maß zwischen bewältigbaren Herausforderungen und persönlichen Fähigkeiten zu achten. Die Motivation und die innere Willenskraft bleiben dann erhalten, wenn Sie immer wieder spüren: Ich schaffe das.

Emotionen nutzen

Um Ziele zu erreichen, braucht es eine Beteiligung unserer Emotionen. Was glauben Sie: Werden unsere Handlungsimpulse mehr von der Ratio oder eher von Emotionen gesteuert? Sind es vor allem bewusste Entscheidungen oder stecken vielmehr unbewusste Prozesse dahinter?

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass Ratio und bewusstes Nachdenken mit Emotionen und Unterbewusstsein in Wechselwirkung zueinander stehen. Die Emotionen spielen aber immer eine große Rolle, wenn es darum geht, aktiv zu werden. Es ist ein ganz individueller Mix an Einflüssen, der uns beim Erreichen unserer Ziele entscheiden und handeln lässt.

In unserem Gehirn findet ein ständiges Wechselspiel zwischen Verhaltenssteuerung und emotionaler Bewertung statt. Das limbische System reguliert und überprüft laufend, welche Verhaltensweisen und Sinneswahrnehmungen positiv oder negativ sind. Es prüft, was künftig wiederholt und was vermieden werden soll.

Wenn Sie an Ihr Ziel denken, nehmen Sie Ihre Emotionen wahr. Welche Gefühle entstehen? Akzeptieren Sie diese – so wie sie sind. Denn das Wahrnehmen und Zulassen der Gefühle ist wichtig, um Handlungsimpulse zu erkennen. Grundsätzlich ist jedes Gefühl in Ordnung, so wie es ist, auch wenn Sie es als positiv oder negativ bewerten. Spüren Sie Freude, Glück oder Neugierde beim Verfolgen Ihrer Ziele? Dann nutzen Sie das, um Ihre Umsetzungsenergie zu stärken. Mischen sich auch ängstliche Gefühle darunter, können dies Hinweise auf Hindernisse sein.

Hier ist eine Emotionsdifferenzierung hilfreich. Das geht so:

  • Schauen Sie wie mit einer Lupe auf Ihre eigenen Gefühle. Nehmen Sie die Feinheiten und die Unterschiede wahr und benennen Sie diese.
  • Das erleichtert das Regulieren und fördert den wirksamen Umgang mit den Gefühlen.
  • Gleichzeitig setzt es kognitive Fähigkeiten frei.
  • Je differenzierter Sie wahrnehmen können, desto weniger breiten sich hinderliche Muster aus.
  • Wenn Sie die Hürden auf dem Weg zum Ziel erkennen, arbeiten Sie als nächstes daran, wie Sie diese meistern können.
  • Aktivieren Sie Ihre positiven Emotionen. Denken Sie daran, wann Sie begeistert sind und wie Sie vielleicht ähnliche Herausforderungen erfolgreich geschafft haben.
  • Erinnern Sie sich an Situationen in den vergangenen Wochen, die positive Emotionen in Ihnen ausgelöst haben (das können auch ganz kleine Momente gewesen sein).
  • Was hat das positive Gefühl ausgelöst? Welches Gefühl war es?

So stärken Sie Ihre Ressourcen auf dem Weg zum Ziel. Dazu gehört auch, dass Sie in der Lage sind, kurzfristige (emotionale) Vorteile und Verlockungen hinauszuschieben (Belohnungsaufschub) und impulsive Reaktionen zu regulieren. Diese längerfristige Perspektive ist die Grundlage des Erfolgs.

Wenn es einfach nicht voran geht

Manchmal kommen wir trotz großer Anstrengungen einfach nicht voran und treten auf der Stelle. Es zeigen sich unerwartet Hindernisse, die Motivation schwindet dahin oder wir sind unzufrieden. Schauen Sie sich die Hindernisse an. Überlegen Sie sich, welchen Nutzen Sie durch das Hindernis haben könnten.

Sehen Sie die Situation als eine Chance, den eingeschlagenen Weg zu überprüfen. Machen Sie sich Ihre Motivation zu Beginn des Ziels bewusst. Hat sich hier etwas verändert? Finden Sie Ideen, wie Sie konstruktiv mit der Unzufriedenheit umgehen könnten. Manchmal geht einem auf dem Weg die Puste aus und es braucht eine Verschnaufpause. Oder es ist ein Hinweis für eine Richtungsänderung.

Betrachten Sie die Situation aus verschiedenen Blickwinkeln und entscheiden Sie dann, wie Sie weitermachen. Die Entscheidung etwas loszulassen kostet oft Mut und eine innere Haltung von „Ich darf aus meinen Fehlern lernen.“ Denn der Umgang mit Misserfolg ist meist viel schwieriger als den Erfolg zu feiern.

Wenn das Ziel ganz leicht erreicht wird

Falls Sie Ihr Ziel viel leichter als erwartet erreichen: wunderbar. Wenn wir „in unserer Kraft sind“, darf es auch mal ganz leicht gehen. Wir setzen unsere Stärken ein und kommen in Flow – es fließt einfach.

Doch wenn Sie sich auf dem Weg zum Ziel gelangweilt haben und unterfordert waren, dann steigern Sie beim nächsten Ziel die Anforderungen. Dies kann ein kürzerer Zeitraum sein, ein höherer Standard, eine bessere Qualifikation oder etwas ganz Neues, das Sie noch nie gemacht haben. Suchen Sie sich Ihre eigenen Herausforderungen, an denen Sie wachsen wollen.

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