TeamentwicklungMethoden und Maßnahmen für die Teamentwicklung

Mit Methoden und Maßnahmen zur Teamentwicklung können Teams ihre Probleme erkennen, reflektieren und lösen oder sich verbessern. Der Teamentwickler trägt die Methoden in sein Team und unterstützt es dabei, dass geeignete Maßnahmen durchgeführt werden.

Grundregeln der Teamentwicklung

Coachs oder Trainer betreuen einzelne Sportler oder Teams. Die Aufgaben des Trainers sind im Sport fördern, fordern, begleiten, beraten, trainieren und unterstützen. Einige Grundregeln zum Teamcoaching lassen sich daraus ableiten:

  • Teammitglieder brauchen regelmäßiges Training. Manchmal ist auch ein individuelles Coaching nötig.
  • Die Leistung steigt schrittweise an und ist Ergebnis des Trainings.
  • Für bessere Ergebnisse trainieren Teammitglieder freiwillig – auch wenn es Energie und Überwindung kostet.
  • Coach und Teammitglied halten individuelle und klare Ziele fest, woran sich Entwicklungs- und Coachingplan ausrichten.
  • Zwischen Coach und Coachee besteht eine Beziehung, die auf Vertrauen und Wertschätzung basiert.

Vorgehensweise zur Teamentwicklung

Aus den Erkenntnissen der Teamforschung haben Teamentwickler weltweit im Laufe der Jahrzehnte eine Fülle von Methoden entwickelt, damit Teams ihre Probleme erkennen, reflektieren und lösen können; oder um sich weiter zu verbessern. Der Teamentwickler trägt die Methoden in die Teams hinein, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen sie, um Lösungen für ihre Fragestellungen selbst zu finden.

Reflexion und Selbstanalyse

Besonders wichtig sind die Reflexion und die Selbstanalyse – der Teamarbeit, der Regeln im Team, der Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen, die sich im Team und bei seinen Mitgliedern zeigen. Durch gezielte Fragen lässt sich sichtbar machen, wo es Gemeinsamkeiten und wo es Unterschiede gibt.

Gemeinsame Vision und Ziele

Eine gemeinsame Vision und klare Ziele sind entscheidend für gute Teamarbeit. Die Führungskraft als Teamleitung muss erkennen, welche Vorgaben das Team von ihr erwartet. Genauso muss sie dem Team aber auch Freiräume geben, die Aufgaben zu erfüllen. Die Teamleitung darf nicht die Details vorgeben und muss sich nicht in alles einmischen. Doch viele Führungskräfte neigen zu dem einen (laissez faire) oder zum anderen (Mikromanagement) Extrem.

Verbesserungspotenzial des Teams erkennen

In einem weiteren Schritt ermittelt das Team, wie es sich verbessern kann: Was werden wir beim nächsten Mal anders oder besser machen? Was lief schon gut? Was geht noch besser? Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solche Fragen intensiv bearbeiten, sich darüber ausführlich austauschen, ihre Meinungen vergleichen und analysieren – dann arbeiten sie die wichtigen Stellhebel für Verbesserungen der Teamarbeit heraus.

Instrumente der Erlebnispädagogik nutzen

Stellt sich heraus, dass es tiefgreifende Probleme in der Zusammenarbeit und ein mangelhaftes Wir-Gefühl gibt, dann können Instrumente der Erlebnispädagogik wirksam sein. Hier geht es vor allem darum, dem Team und seinen Mitgliedern besondere Erfahrungen zu vermitteln, die sie bislang nicht gemacht oder nicht wahrgenommen haben. Erkenntnisse können dabei sein:

  • Wir müssen einander vertrauen.
  • Wir können das Ziel nur gemeinsam erreichen.
  • Wenn wir nicht miteinander reden, arbeiten wir aneinander vorbei.

Gemeinsame Aktivitäten zielen darauf ab, das Verständnis, das Vertrauen und den Zusammenhalt im Team zu stärken.

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