Arbeiten im GroßraumbüroDas Open-Space-Büro als produktiver Arbeitsplatz

Wie gelingt ein produktives und motiviertes Arbeiten in einem Großraumbüro? Das Konzept des Open-Space-Büros bietet dafür eine gestalterische Option.

Wie sollten Kollaborationsflächen im Open-Space-Büro gestaltet sein?

Zunächst einmal müssen solche Flächen in ausreichendem Maß vorhanden sein. Sie müssen die Arbeitsprozesse optimieren, Gruppenarbeit ermöglichen und flexibel sein, um Teams unterschiedlicher Größen unterzubringen. Die Möblierung und die Hilfsmittel müssen dabei die Teamarbeit unterstützen und können nicht wie starre Besprechungsräume gestaltet sein.

© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel Allianz Global Digital Factory. Flexible Möblierung für flexibles Arbeiten.
© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel Allianz Global Digital Factory. Arbeiten im kleinen Team in verfahrbaren "Häusern".

Welche Rolle spielen Rückzugsmöglichkeiten im Open-Space-Büro?

Mitarbeiter wollen sich an ihrem Arbeitsort wohlfühlen. Das aber schafft die Gestaltung des Büros nicht allein. Zunächst muss die Unternehmenskultur stimmen. Und an dieser richtet sich dann die Konzeption der Arbeitsplätze aus. Idealerweise gehen Büroform und Bürokultur einher. Rückzugsorte müssen also kulturell vom Unternehmen gefördert und von den Kollegen akzeptiert werden. Diese dürfen den Rückzugsort nicht als Flucht vor der Arbeit sehen, sondern vielmehr als Bedarf nach Ruhe und konzentriertem Arbeiten.

© Sabrina Menke, conceptsued gmbh
Beispiel Allianz Global Digital Factory. Temporäre Arbeitsplätze im Sitzen und Liegen.

Wie erreicht man in Open-Space-Büros eine optimale Akustik?

Zur Verringerung der Nachhallzeit und Optimierung der Raumakustik können Elemente eingesetzt werden, die den Lärm abschirmen. Es ist ratsam, den Mitarbeitern Headsets zur Verfügung zu stellen. Auch dabei spielt Bürokultur eine elementare Rolle. Es müssen Spielregeln festgelegt werden, wie die Angestellten im Großraumbüro arbeiten sollen. Die Funktionalität der einzelnen Räume muss den Mitarbeitern bewusst sein und dementsprechend genutzt werden. Das heißt: keine Besprechungen am Arbeitsplatz, wenn auch ein Besprechungsraum vorhanden ist.

© Eva Jünger, conceptsued gmbh
Beispiel Allianz Global Digital Factory. Raumkonzept für akustisch geschütztes Arbeiten.

Wie sollten Verkehrswege im Großraumbüro beschaffen sein?

© Christian Krinninger, conceptsued gmbh
Beispiel conceptsued gmbh und Modal M GmbH. Raumhohe Regale trennen Arbeitsplätze vom Durchgangsbereich.

Am besten man trennt Besucherströme komplett von den Arbeitsplatzbereichen. Dies gewährleistet ein eigener Empfangs- und Besprechungsbereich. Dieser kann und sollte mit einer Bar und Mitarbeiter-Lounge kombiniert werden. Die Reduktion des Durchgangverkehrs in Arbeitsplatzzonen – und zwar des internen und externen Durchgangsverkehrs – ist das A und O. Denn der externe Kundenverkehr stellt nicht nur einen akustischen Störfaktor dar. Auch die visuelle Wahrnehmung, beispielsweise von Besuchern und Kunden, lenkt die Mitarbeiter unnötig ab.

Dazu im Management-Handbuch

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