AusbildungDie 5 Belts bei Six Sigma

Bei Six Sigma werden Aufgaben und Rollen durch unterschiedliche farbige „Gürtel“ (Belts) gekennzeichnet. Es gibt fünf Ausbildungsstufen. Ein Symbol für den hohen Anspruch und die Qualität der Ausbildung.

Bei der Einführung von Six Sigma gelten die Integration in die Unternehmensstrategie, das Training der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die durchgehende Unterstützung durch die Geschäftsleitung als die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Die meisten Trainingsinstitute orientieren sich mit ihrem Lehrplan an den Standards und Vorgaben der American Society for Quality (ASQ). Dort sind die Schulungsinhalte genau festgelegt.

Erfahrungsgemäß müssen mindestens zehn Prozent der Belegschaft für Six Sigma geschult werden. Es gibt fünf Ausbildungstufen (Belts), die angelehnt sind an die Gürtel-Bezeichnungen aus dem asiatischen Kampfsport:

  • Six Sigma Yellow Belt
  • Six Sigma Green Belt
  • Six Sigma Black Belt
  • Six Sigma Master Black Belt
  • Six Sigma Champion

Die Ausbildungsstufen sind jeweils durch unterschiedliche Kompetenzen gekennzeichnet.

Six Sigma Yellow Belt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Six Sigma Yellow Belt brauchen eine Überblick über die unterschiedlichen Methoden und Tools von Six Sigma. Sie unterstützen ihre Kolleginnen und Kollegen der nächst höheren Stufen, also Green Belts und Black Belts bei der Umsetzung von Verbesserungsprojekten.

Six Sigma Green Belt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Six Sigma Green Belt sind in der Regel Projektmanager in kleineren Verbesserungsprojekten. Für den Erwerb des Six Sigma Green Belt sind fachliches Know-how sowie Sozialkompetenz erforderlich, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Veränderungsvorhaben überzeugt werden müssen.

Inhaber des Six Sigma Green Belt sind angehalten, aktiv Verbesserungsprojekte zu gestalten und Erfolge in mindestens zwei Projekten pro Jahr nachzuweisen. Sie arbeiten parallel zum Tagesgeschäft bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit in Six-Sigma-Projekten mit und müssen die Tools der DMAIC-Methodik anwenden können.

Six Sigma Black Belt

Wer sich zum Six Sigma Black Belt ausbilden lassen will, muss ein anspruchsvolles Programm durchlaufen. Der oder die lernt die Grundlagen der Statistik, mit Normalverteilung, Regressionsanalyse und Korrelationsanalyse kennen und führt unter Nutzung des Instrumentariums von Six Sigma konkrete Versuche durch, mit denen sich Kosteneinsparungen erzielen lassen.

Ein Six Sigma Black Belt sorgt als Koordinator und Projektleiter dafür, dass die Projekte von Green und White Belts zufriedenstellend durchgeführt werden. Pro Jahr werden mindestens vier Projekte betreut. Projektmanagement, Kommunikationstechniken und Konfliktlösungsinstrumente sind dabei die wichtigsten Werkzeuge. Black Belts sind Spezialisten in allen Methoden und Werkzeugen rund um Six Sigma. Außerdem Motivatoren, die für die Verbreitung von Six Sigma im Unternehmen sorgen.

Six Sigma Master Black Belt

Six Sigma Master Black Belts sind Vollzeit-Verbesserungsexperten, Trainer und Ausbilder. Sie besitzen die Qualifikation eines Black Belts, arbeiten aber in Vollzeit als Referenten im Ausbildungsprogramm von Six Sigmal und begleiten Projekte als Coach. Six Sigma Black Belts geben die strategische Ausrichtung in Abstimmung mit der Geschäftsleitung vor und sind das Bindeglied zwischen Geschäftsleitung, Sponsoren (Six Sigma Champions) und Six Sigma Green und Black Belts.

Six Sigma Champion

Ein Six Sigma Champion ist ein Mitglied der Unternehmensführung und wird auch Sponsor genannt. Er arbeitet als treibender Motor und Verfechter der Six-Sigma-Strategie. Sein umfangreiches Wissen und seine lange Erfahrung im Unternehmen stellt ihn an die Spitze der Bewegung. Ein Six Sigma Champion hat die Aufgabe, Verbesserungsprojekte auszuwählen, zu initiieren, deren Fortschritt zu kontrollieren und deren Umsetzung zu unterstützen. Six Sigma Champions sind in der Regel Mitglieder des mittleren Managements oder der oberen Führungsebene. Sie verfügen über einen fundierten Überblick über die DMAIC-Methode.

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