KanbanKanban einsetzen in der Beschaffung und Lagerhaltung
- Was bedeutet Kanban?
- Was wird mit Kanban gesteuert?
- Ziele der Kanban-Methode
- Elemente der Kanban-Methode
- Welche Kanban-Signale gibt es?
- Was steht auf der Kanban-Karte?
- Praxisteil
Was bedeutet Kanban?
Mit Kanban oder der Kanban-Methode werden Lagerhaltungs-, Beschaffungsprozesse und Produktionsprozesse geplant und gesteuert. Dabei gilt das strikte Hol-Prinzip oder Pull-Prinzip.
Das bedeutet: Jedes Lager holt sich seine Teile (Artikel) dann, wenn es diese braucht. Es wird nichts für dieses Lager auf den vorgelagerten Produktionsstufen produziert, wenn das Lager noch ausreichend gefüllt ist.
Damit sichtbar wird, dass das Lager mit dem jeweiligen Teil wieder befüllt werden muss, wird ein Kanban verwendet. Das Kanban ist ein Signal, das ein Lager an die vorgelagerte Produktionsstufe sendet, damit die benötigten Teile für das Lager wieder produziert werden.
Die Kanban-Methode wurde bei Toyota als ein Element der schlanken Produktion (Lean Management, Toyota-Produktionssystem) entwickelt. Die Bedarfsmitteilung erfolgt in Form einer Karte oder eines Belegs. Auf Japanisch heißt diese Karte: Kanban.
Was wird mit Kanban gesteuert?
Dieses Pull-Prinzip gilt für die gesamte Produktionskette und die Beschaffung eines Unternehmens – sofern die Teile für die Kanban-Steuerung geeignet sind. Es beginnt beim Ausgangslager, aus dem externe Kunden beliefert werden. Und durchzieht das Unternehmen bis hin zum Eingangslager, das von externen Lieferanten beliefert und befüllt wird.
Mit Kanban wird die Produktion oder Beschaffung von Teilen oder Artikeln gesteuert wie zum Beispiel:
- Rohstoffe
- Materialien
- Baugruppen
- Produkte
Meist handelt es sich dabei um Standard-Produkte, die regelmäßig und in mehr oder weniger großen, aber immer unterschiedlichen Mengen gebraucht oder verbraucht werden.