PräsentationKörpersprache beim Vortrag richtig einsetzen

Beim Präsentieren zählt nicht nur, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie es sagen. Warum sollten Sie stets gerade stehen? Auf welche Weise bewegen Sie Ihre Hände? Und wann halten Sie Blickkontakt? Worauf Sie bei Körperhaltung, Gestik und Mimik achten sollten.

Bei der Präsentation stets aufrecht und gerade stehen

Nehmen Sie beim Referieren stets eine aufrechte Haltung ein. Auch wenn es für Sie bequem sein mag, verlagern Sie Ihr Gewicht nicht zu sehr auf das Standbein.

Je mehr Sie das Standbein belasten, desto weiter strecken Sie das Spielbein vor. Sie knicken in der Hüfte ein, was einen allzu lässigen Eindruck hinterlassen könnte. Stehen Sie daher aufrecht und gerade und verteilen Sie das Körpergewicht gleichmäßig auf beide Beine.

Beine schulterbreit auseinander stellen

Stellen Sie Ihre Beine etwa schulterbreit nebeneinander. So erscheinen Sie nicht nur größer, sondern strahlen auch innere Ruhe und fachliche Kompetenz aus. Eine kompetente und seriöse Ausstrahlung ist die Basis für einen gelungenen Vortrag. Ziehen Sie hingegen die Schultern nach vorne und stehen zusammengesunken da, wirken Sie nicht nur kleiner, sondern auch weniger kompetent. Auch ein nervöses Vor- und Zurückwippen mit dem Oberkörper ist ungünstig.

Präsentation mit den Händen veranschaulichen

Aus Unsicherheit suchen viele Präsentierende unbewusst Halt und verstecken ihre Hände während des Vortrags in den Hosentaschen. So bleiben die Hände stumm. Nutzen Sie stattdessen Ihre Hände, um Ihre Präsentation zu veranschaulichen und den Sachverhalt zu verdeutlichen. Lassen Sie Ihre Bewegungen aus der Schulter kommen. Als Ausgangsposition empfiehlt es sich, die Arme anzuwinkeln und die Hände in Bauchnabelhöhe zusammenzuführen. Lassen Sie beim Gestikulieren zwischen Ellenbogen und Rumpf einen Abstand. So nehmen Sie mehr Raum ein und erscheinen selbstbewusster.

Mit gestikulierenden Bewegungen das Publikum aktivieren

Sie können aber auch eine Handfläche locker vor die andere legen und beim Gestikulieren immer wieder in diese Haltung zurückkehren und Ihre Hände souverän ineinander ruhen lassen. Verschränken Sie jedoch Ihre Arme vor der Brust oder behalten Sie die Hände in den Hosentaschen, bauen Sie unbewusst eine Barriere auf und wirken unbeteiligt. Durch aktive Gestik zeigen Sie sich aufgeschlossen und souverän. Außerdem aktivieren Bewegungen das Gehirn des Publikums, dessen Aufmerksamkeit Sie damit auf sich ziehen.

Kernaussagen des Vortrags mit Blickkontakt zum Publikum beenden

Halten Sie während des Sprechens den Kopf möglichst ruhig. Wenn Sie beim Ende eines Satzes mit Ihrer Stimme und Ihrem Kinn nach oben gehen, vermitteln Sie Ihrem Publikum, sie hätten eine Frage gestellt. Führen Sie stattdessen Kernaussagen gezielt zu einem prägnanten Abschluss.

Senken Sie dazu beim Ende eines Satzes leicht das Kinn, während Sie den Blickkontakt zu Ihrem Publikum halten. Damit verleihen Sie Ihrer Aussage mehr Gewicht und die Zuschauer halten Sie für glaubwürdiger.

Ständiges Hin- und Herlaufen vermeiden

Bei Ihrer Präsentation sollten Sie zwar eine aufrechte Haltung einnehmen und mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen. Das heißt aber nicht, dass Sie nur an einem festen Punkt stehenbleiben müssen. Sie dürfen sich auch bewegen. Dabei sollten Sie aber nicht ständig hin- und herlaufen. Das macht Ihr Publikum nervös und beeinträchtigt dessen Aufmerksamkeit.

Bewegungen eine Absicht verleihen

Verleihen Sie Ihren Bewegungen stattdessen eine Absicht und eine Bedeutung. Bewegen Sie sich nur dann zu einem anderen Punkt, wenn es einen Sinn ergibt. Beispielsweise, wenn Sie bestimmte Inhalte von einem anderen Standpunkt aus verdeutlichen möchten. Sie können auch eine Frage stellen und sich dabei etwas auf Ihr Publikum zubewegen. So bleiben Sie dynamisch und involvieren gleichzeitig Ihre Zuhörenden.

Blickkontakt mit dem Publikum aufnehmen

Generell sollten Sie bei Ihren Vorträgen immer im visuellen Austausch mit Ihrem Publikum stehen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

Wenn Sie sich selbstsicher genug fühlen, lassen Sie Ihren Blick von Gesicht zu Gesicht gleiten. Damit binden Sie alle Zuhörenden ein und kommunizieren Offenheit.

Wenn Sie Angst haben, vor einer Gruppe zu sprechen, konzentrieren Sie sich darauf, pro Augenaufschlag jeweils nur eine Person anzusehen. Dadurch bekommen Sie das Gefühl, nur zu einer Person zu sprechen und werden selbstbewusster.

Auch die jeweilige Person wird sich angesprochen fühlen und folgt eher Ihren Worten. Zeigen Sie sich aber grundsätzlich immer aufgeschlossen und schauen Sie Ihrem Publikum beim Präsentieren in die Augen. Damit binden Sie jede einzelne Person aus dem Publikum ein.

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