Probearbeit7 Tipps für den Probearbeitstag

Bei der Probearbeit schnuppern Bewerberinnen und Bewerber ins Unternehmen hinein und gewinnen einen ersten Eindruck von der potenziell neuen Tätigkeit. Probearbeit ist nicht mit Probezeit zu verwechseln.

In einigen Branchen – zum Beispiel dem Handwerk oder der Gastronomie – ist es üblich, dass Bewerber einen Tag oder mehrere Tage zum Probearbeiten erscheinen. In dieser Zeit sollen sie einen ersten Eindruck von ihrem potenziell neuen Arbeitsplatz bekommen. Probearbeiten ist eine Chance für Bewerber und Arbeitgeber zu prüfen, ob man auch tatsächlich zueinander passt.

Sich über das Unternehmen informieren

Wer sich im Vorfeld des Probearbeitens ausreichend über das Unternehmen und seinen Einsatzbereich dort informiert, verhindert peinliche Fragen und erleichtert den Gesprächseinstieg mit dem potenziell neuen Vorgesetzten und den potenziell neuen Kollegen. Hierzu eignet sich das Studium der Webseite des Unternehmens: Welche Vision, welche Firmenphilosophie verfolgt es? Welche Historie hat es? Welche Kundenzielgruppe(n) hat das Unternehmen?

Nicht zu spät zum Probearbeiten kommen

Um den guten Eindruck, den Bewerber im Vorstellungsgespräch hinterlassen haben und deshalb zum Probearbeiten eingeladen wurden, nicht zu trüben, sollten sie am ersten Probearbeitstag pünktlich sein. Das bedeutet, nicht nur rechtzeitig aufzustehen und ausgeruht am Arbeitsplatz anzukommen. Bei einer längeren Anreise zum Unternehmen ist es zudem hilfreich, mögliche Staus oder Zugverspätungen einzukalkulieren und entsprechend Zeitpuffer einzuplanen. Besser etwas früher am Arbeitsplatz erscheinen als zu spät.

Aufs äußere Erscheinungsbild achten

Neben dem No-Go des Zuspätkommens sollten Bewerber auch darauf achten, gepflegt zum Probearbeiten zu erscheinen. Das bedeutet konkret: Nach dem Aufstehen duschen, Haare waschen und Zähne putzen. Außerdem empfiehlt es sich, auf die Sauberkeit der Kleidung und Schuhe zu achten, und, je nach Branche, ein knitterfreies, gebügeltes Hemd zu tragen.

Passende Kleidung tragen

Je nach Branche und Job kann es auch beim Probearbeiten erforderlich sein, auf den Kleidungsstil zu achten. Auch hier können Bewerber mit einem guten ersten Eindruck bei potenziellen Kollegen und Vorgesetzten punkten – oder ins Fettnäpfchen tappen. Wichtig ist deshalb, sich im Vorfeld des Probearbeitstages zu erkundigen, ob und welcher Kleidungsstil gefragt ist. Wer also zum Beispiel in einem 5-Sterne-Hotel auf Probe arbeitet, sollte – auch im Sommer – nicht unbedingt mit Shorts und T-Shirt erscheinen.

Auch beim Probearbeiten Interesse und Engagement zeigen

Das oberste Gebot lautet: Interesse und Engagment zeigen, aber trotzdem nicht besserwisserisch auftreten. Konkret heißt das:

  • Die potenziell neuen Kollegen unterstützen.
  • Kostproben des eigenen Wissens oder der praktischen Fähigkeiten geben.
  • Fragen stellen.
  • Konstruktive Vorschläge machen.

Schriftliche Vereinbarung über die Probearbeit treffen

Fürs Reinschnuppern ins Unternehmen in Form der Probearbeit gibt es keine Vergütung. Für Bewerber besteht während der Proberarbeit auch keine Pflicht zur Arbeit, was bedeutet, dass der Vorgesetzte keine Weisungen an potenziell neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erteilen darf. Komplett zurücklehnen sollten sich Bewerber deshalb trotzdem nicht.

Für die Zeit der Probearbeit empfiehlt sich eine schriftliche Vereinbarung, wer wann und wo zu welchem Zeitpunkt erscheint. Wichtig ist: Die Vereinbarung sollte auch den Hinweis erhalten, dass keine Arbeitspflicht besteht und dass Arbeitgeber und Bewerber die Probearbeit jederzeit mündlich beenden können. Bedeutend ist eine schriftliche Vereinbarung auch deshalb, weil mit dem Erteilen von Weisungen automatisch die Vergütungspflicht eintritt. Der Bewerber kann davon ausgehen, entlohnt zu werden.

Kein Unfallversicherungsschutz während der Probearbeit

Bewerber sind während der Probearbeit nicht gesetzlich unfallversichert. Dies liegt darin begründet, dass sie nicht über den Status eines als in den Betrieb integrierten Arbeitnehmers beziehungsweise einer Arbeitnehmerin verfügen.

Probearbeit nicht mit Probezeit verwechseln

Probearbeiten ist nicht mit der Probezeit zu verwechseln. Erst wenn ein Arbeitsvertrag unterschrieben wurde, beginnt in der Regel eine maximal sechsmonatige Probezeit, während der das neue Arbeitsverhältnis von beiden Seiten unter erleichterten Bedingungen beendet werden kann. Die Kündigungsfrist beträgt hierbei meist zwei Wochen.

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