GebäudemanagementFacility-Management mit Planung und Einrichtung von Gebäuden

Das Facility-Management sorgt dafür, dass Gebäude und Einrichtungen in der erforderlichen Menge und Ausstattung am gewünschten Standort zur Verfügung stehen. Es ermittelt dazu den Bedarf und kümmert sich um die Projektentwicklung.

Abgrenzung von Facility-Management und Gebäudemanagement

Oft wird das Gebäudemanagement als Facility-Management bezeichnet. Genaugenommen ist es aber nur ein Teil davon. Denn das Gebäudemanagement kümmert sich um bestehende Gebäude, Anlagen, Geräte und Infrastruktureinrichtungen und um deren Betrieb. Das Facility-Management umfasst darüber hinaus den gesamten Lebenszyklus solcher Einrichtungen. Es beinhaltet also weitergehende Aufgaben:

  • Bedarf an Gebäuden, Räumen, Anlagen, Geräten und Infrastruktur ermitteln
  • Einrichtungen planen
  • Einrichtungen bauen, erstellen und installieren
  • Einrichtungen außer Dienst stellen, entsorgen oder zurückbauen

Alle diese Aufgaben beinhalten technische und organisatorische Maßnahmen, die zu Kosten führen. Das Facility-Management muss diese Kosten erfassen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen bewerten. Da Gebäudemanagement ein Teil des Facility-Managements ist, gehören letztlich auch dessen Aufgaben zum Facility-Management, also der laufende Betrieb.

Bedarfsplanung im Facility-Management

Ausgangspunkt des Facility-Managements ist der Bedarf eines Unternehmens an Gebäuden, Räumen, Anlagen, Geräten oder Infrastruktureinrichtungen. Dieser Bedarf leitet sich wiederum aus der Unternehmensentwicklung und der Unternehmensstrategie ab. Einflussfaktoren sind:

  • Ausweitung der Produktion oder Dienstleistung eines Unternehmens; es soll mehr produziert werden, sodass Produktionshallen und Anlagen benötigt werden
  • Wachstum oder neue Dienstleistungen führen zu einem zusätzlichen Bedarf an Büroräumen, Besprechungsräumen und Infrastruktureinrichtungen für den Zuwachs bei Beschäftigten
  • Erschließung eines neuen Standorts für Produktion, Logistik, Vertrieb, Verwaltung oder Kundenservice
  • neue Organisationsstruktur oder neue Arbeitsprozesse machen einen Umbau der bestehenden Gebäude oder Infrastruktur notwendig
  • technische Entwicklungen führen zu anderen Anlagen oder Geräten (Beispiel: Ausmusterung von Faxgeräten und Druckern)
  • gesetzliche Anforderungen führen zu Umbau oder Modernisierung von Anlagen und Gebäuden (Beispiel: Bestimmungen zum Brandschutz und Arbeitsschutz müssen umgesetzt werden)
  • Anforderungen und Erwartungen der Beschäftigten ändern sich (Beispiel: Dienstfahrräder werden vermehrt genutzt, spezielle Räume für Sport und Ruhe sollen zur Verfügung stehen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen mobil oder im Homeoffice arbeiten)

Solche Trends und Entwicklungen innerhalb und außerhalb eines Unternehmens führen dazu, dass ständig ein neuer oder veränderter Bedarf entsteht. Daraus ergeben sich entsprechende Anforderung an das Facility-Management. Es muss beispielsweise:

  • geeignete Standorte suchen
  • neue Gebäude bauen oder vorhandene Gebäude kaufen oder mieten
  • Büros, Hallen für Produktion und Lagerung oder Sozialräume umbauen, einrichten und in Schuss halten
  • Infrastruktur sicherstellen, instand halten und modernisieren
  • alte oder nicht mehr benötigte Gebäude vermieten, außer Dienst stellen oder abreißen
  • alte Anlagen, Geräte und andere Einrichtungen entsorgen und ersetzen

Wie hoch der Bedarf an diesen Leistungen ist, ergibt sich aus der Unternehmensplanung. Sie gibt beispielsweise vor:

  • Bedarf an Produktions- und Lagerfläche
  • Bedarf an Büro- und Verwaltungsfläche
  • Standorte (Region oder Länder)
  • Organisationsstruktur, Prozesse und technische Ressourcen dafür

Aus diesen Parametern muss das Facility-Management ein Mengengerüst für Flächen, Gebäude sowie sämtliche technische Einrichtungen und die damit verbundenen organisatorischen Prozesse ableiten. Dies sind die Aufgaben der Projektentwicklung.