KaizenMethoden und Werkzeuge für Kaizen

Für die Umsetzung von Kaizen im Alltag gibt es zahlreiche Methoden und Werkzeuge wie die 5A-Methode, die 3-Mu-Checkliste, 6W-Checkliste oder das Ishikawa-Diagramm. In Workshops und bei der Visite vor Ort (Gemba-Kaizen) werden Kaizen-Maßnahmen besprochen und in die Tat umgesetzt.

Wofür Sie Kaizen-Methoden einsetzen

Die Methoden und Werkzeuge, die für Kaizen angewendet werden, helfen zu erkennen, was verbessert und wie verbessert werden kann. Sie machen Ursachen von Fehlern oder Verschwendung aller Art sichtbar. Außerdem sind sie hilfreich bei der Analyse und Abbildung von Prozessen und ihren besonderen Merkmale. Mithilfe der im Folgenden dargestellten Methoden und Werkzeuge schaffen Sie in Ihrem Unternehmen oder Arbeitsbereich Transparenz und Sie erkennen, was im Alltag verbessert werden kann.

Viele dieser Methoden und Werkzeuge wurden in Japan im Rahmen des Qualitätsmanagements entwickelt und perfektioniert. Ihr wesentlicher Vorteil ist, dass sie vergleichsweise einfach in der Anwendung sind, aber doch große Effekte erzielt werden können. Wichtig ist, dass die Methoden und Werkzeuge von allen Mitarbeiter gekannt und regelmäßig eingesetzt werden.

Workshops zur Besprechung von Verbesserungsvorschlägen

Regelmäßig setzen sich die Mitarbeiter eines Arbeitsbereichs mit ihren Vorgesetzten zusammen und besprechen, welche Probleme aufgetaucht sind und welche Maßnahmen zur Verbesserung durchgeführt werden sollen. Wichtige Themen für diese Besprechungen können sein:

  • betriebliche Abläufe, Doppelarbeit, unnötige Tätigkeiten
  • Qualitätsprobleme und Fehler bei Produkten, Werkzeugen oder Maschinen
  • Arbeitsplatzorganisation mit aufwendigem Suchen, Schmutz, umständlichem Greifen
  • Termintreue oder Zeitverzug bei einzelnen Tätigkeiten und Abläufen sowie deren Ursachen
  • fehlende vorbeugende Instandhaltung und dadurch bedingte Ausfälle oder Defekte an Maschinen und Werkzeugen
  • Arbeitsmittel, Werkzeuge oder Anwendungsprogramme, die nicht funktionieren, nicht passen, umständlich oder missverständlich sind
  • Rationalisierungen, mit deren Hilfe Abläufe einfacher oder schneller gemacht werden können
  • Möglichkeiten, um Kosten für Energie, Material oder Personal einzusparen
  • Verbesserungen in der Logistik, indem Transportwege verkürzt werden, transportierte Mengen erhöht, Lagerbestände abgebaut oder die Verfügbarkeit von Materialien, Teilen oder Werkzeugen verbessert wird
  • Fehlzeiten und Krankenstände reduzieren durch Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur besseren Ergonomie
  • Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz erhöhen die Motivation und erleichtern das Finden von Gegenständen oder Informationen
  • Verbesserung des Informationsflusses, indem alle Mitarbeiter die Informationen haben, die sie für ihre Tätigkeiten brauchen
  • schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch klare Regelungen, Einlernhilfen oder Mentoren

Die mit diesen Themen und Beispielen verbundenen Probleme dürfen für Kaizen-Maßnahmen nicht zu komplex sein. Idealerweise lassen sie sich von den betroffenen Mitarbeitern selbst lösen. Die folgenden Methoden und Werkzeuge können Sie im Rahmen Ihrer regelmäßigen Kaizen-Workshops und Besprechungen einsetzen.

Wichtig: Die Teammitglieder gehen vor Ort an den jeweiligen Arbeitsplatz und schauen sich die Situation genau an. Dort wird besprochen, wie die Situation im Sinne von Kaizen verbessert werden kann.

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