Systemisches FragenBeispiele für systemische Fragen

Im weiteren Verlauf des Gesprächs können nun die „blinden Flecken“ zur Sprache kommen und beleuchtet werden. Hier helfen systemische Fragen. In der folgenden Tabelle finden Sie dazu einige Beispiele:

Fragetyp

Beispiele

Kontext: Rahmen­bedingungen, Beeinflussungen, Wechselwirkungen

Was genau ist das Problem?

Woher wissen Sie, dass … problematisch ist?

Wie wirkt sich das Problem aus?

Wer hat ein Interesse, dass es nicht zu einer Lösung kommt?

Wer trägt zur Lösung bei?

Was darf angesprochen werden? Was nicht?

Unterscheidung und Ausnahmen: Unterschiedliche Sichtweisen, Bedeutung eines Problems

Sehen alle das Problem gleich? Wer hat eine andere Sichtweise?

War das schon immer so? Wann hat sich das verändert?

Wie ging man früher damit um?

Wie wurde … früher gelöst?

Was wurde zur Lösung von … bereits getan?

Was hat dabei funktioniert/ nicht funktioniert?

Was soll bleiben? Was soll sich ändern?

Welche Vorteile haben Sie, wenn …?

Welche Vorteile haben andere, wenn …?

Wie erklären Sie, dass …?

Hypothesen: Neue Blickwinkel erkennen und Ideen entwickeln

Angenommen die Unternehmensleitung würde …: Was wäre dann mit …?

Wenn Ihr Mitarbeiter Sie fragen würde, ob …: Was würden Sie antworten?

Was wäre passiert, wenn Sie … (nicht) gemacht hätten?

Angenommen, es passiert nichts: Was wäre dann mit …?

Würden Sie beim nächsten Mal wieder …?

Wie würden Sie (re-) agieren, wenn Sie der Chef wären?

Wer würde als erster erkennen, dass …?

Zirkuläre Fragen (dyadisch oder triadisch): Wechselwirkungen und Zusammen­hänge sichtbar machen (zwischen dem Befragten und einem anderen; zwischen zwei anderen aus Sicht des Befragten); sich in andere versetzen

Was vermutet denn Ihrer Meinung nach der Betriebsrat, welche Ziele die Unternehmensleitung verfolgt? (triadisch)

Wie würden die Mitarbeiter reagieren, wenn der Chef so vorgeht?

Was würde Herr Müller sagen, wenn Sie ihn fragen …? (dyadisch)

Wenn wir Frau Meyer einmal durch eine Videokamera betrachten: Was würde ich sehen?

Wie würde ein außen stehender Beobachter … beschreiben?

Internalisierende Fragen: Handlungs­möglichkeiten aufzeigen, Fähigkeiten sichtbar machen durch Wunderfragen, Ausnahmefragen, Verschlimmerungs­fragen

Stellen Sie sich vor, das Problem … wäre gelöst: Woran würden Sie dies erkennen?

Was wäre ein Anzeichen dafür, dass sich … ändert?

Angenommen die neue Lösung würde funktionieren: Was wäre dann mit …?

Angenommen Sie hätten einen Wunsch frei: Was würden Sie …?

Was würde die Kollegen am meisten auf die Palme bringen?

Rekontextuali­sierende Fragen: Gespräch und Antworten hinterfragen

Was genau meinen Sie mit …?

Was genau passiert, wenn …?

Was genau macht …?

Woran zeigt sich das genau?

Was lässt sich beobachten, wenn …?

Skalierungsfragen: Einschätzungen abgeben, Meinungen erfragen; Unterschiede erkennen und Differenzierungen durchführen

Wie hoch schätzen Sie auf einer Skala von 1 bis 10 ein: …?

Was sind die drei größten Probleme?

In welche Reihenfolge für … würden Sie … bringen?

Vorsicht: Für das Gespräch sollten nicht alle Fragen vor-formuliert werden – nur Stichworte. Die konkrete Form sollte sich aus dem Gespräch ergeben.

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