Flyer entwickelnWie Sie Flyer texten

Flyer und Folder bieten wenig Platz und werden oft nur kurz überflogen. Das heißt: Sie müssen Ihre Botschaft verdichten, in einfachen Worten beschreiben und so gliedern, dass sie schnell erfassbar ist – eine Herausforderung, wenn Sie Flyer texten. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei.

So texten Sie leicht und locker

Mit der deutschen Sprache hat es eine eigentümliche Bewandtnis: Sie gilt bei vielen erst dann als seriös und fundiert, wenn sie möglichst geschraubt daherkommt: mit langen Schachtelsätzen, raffinierten Einschüben, komplexen Satzkonstruktionen. Viele Experten und Unternehmen trauen sich gar nicht erst, sich verständlich auszudrücken. In Ihrem Flyer oder Folder müssen Sie aber so schreiben, dass die Leserinnen und Leser Ihre Botschaft einfach und schnell erfassen. Sie müssen sich mit Ihren Inhalten beschäftigen, nicht mit Ihrer Satzarchitektur, mit schwerfälligen Wortungetümen oder exotischen Fremdwörtern. Hier einige unverzichtbare Regeln für gute Texte:

Texten Sie konkret

Zeigen Sie Ihren Leserinnen und Lesern so deutlich wie möglich, was sie von Ihrem Produkt zu erwarten haben. Konkretisieren Sie vage Aussagen, erklären Sie, was eine „maximale Ersparnis“, eine „höhere Verfügbarkeit“ oder eine „gesteigerte Effizienz“ für Ihre Kunden bedeuten.

Nennen Sie Zahlen, bringen Sie Vergleiche, führen Sie Fallbeispiele und Testimonials an. Schreiben Sie besser „48 Prozent“ statt „fast 50 Prozent“. So führen Sie den Kundennutzen so deutlich wie möglich vor. Und allein dadurch haben Sie Ihrer Konkurrenz einiges voraus.

Texten Sie bildhaft

Ein guter Text ist nicht nur leicht erfassbar, sondern erzeugt auch starke Bilder im Kopf Ihrer Leserinnen und Leser. Und zwar solche, die positive und verkaufsfördernde Gefühle auslösen. Übersetzen Sie also abstrakte Begriffe oder Fremdwörter in eine bildhafte Sprache.

Beispiel: Text für Paartherapie

Welcher Foldertext spricht Sie mehr an? Wo fühlen Sie sich eher verstanden? Welche Therapeuten werden Sie anrufen?

Mit Hilfe von Ansätzen aus Psychotherapie und Coaching kreieren unsere Therapeuten eine Beratungsatmosphäre, die die konstruktive Arbeit an Partnerschaftsproblemen sicherstellt und dieselben einer Lösung zuführt.

oder

Ihr Partner zieht sich in sein Schneckenhaus zurück? Sie zweifeln an Ihrer Beziehung? Ihr Eheleben ist grau in grau? Wir finden eine Lösung. Gemeinsam.

Texten Sie aktiv

„Es wird dafür gesorgt werden, dass die Lieferung so schnell wie möglich zu Ihnen gebracht wird.“ Ähm – was?

Träge und schwer verständlich – so lesen sich die meisten Passivkonstruktionen. Außerdem wirken sie distanziert und unpersönlich. Schreiben Sie also lieber „Wir liefern so schnell wie möglich“. So kommen Sie dynamischer, motivierter und freundlicher rüber.

Texten Sie kurz

Wer liest, versteht kurze Sätze – bis etwa 13 Wörter – besser und schneller. Trennen Sie deshalb lange Sätze in kurze Einheiten. Doch Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht, denn eine Kette aus ultrakurzen Sätzen wirkt zu gehetzt. Finden Sie die richtige Mischung für ein angenehmes Lesetempo. Sprechen Sie Ihre Sätze einfach mal laut vor sich hin und beobachten Sie, wie es um Verständlichkeit und Geschwindigkeit bestellt ist. Und fügen Sie – wenn nötig – zu kurze Sätze wieder zusammen.

Texten Sie verständlich

Der übermäßige Gebrauch von Fach- und Fremdwörtern zeugt nicht von Kompetenz, sondern von mangelnder Kundenorientierung. Errichten Sie deshalb keine unnötigen Barrieren zwischen sich und den Lesenden; texten Sie so, dass Sie nicht nur von Branchenexperten verstanden werden (und auch die freuen sich über leicht lesbaren Text). Das heißt: Ersetzen Sie Fremdwörter so oft wie möglich durch den deutschen Ausdruck. Denn auch wenn viele Fremdwörter mittlerweile in den täglichen Sprachgebrauch eingegangen sind: Deutsche Wörter sind einfach verständlicher und erzeugen vor allem ein plastisches, erinnerbares Bild im Gehirn.

Ein paar Beispiele:

  • Lage statt Situation
  • untersuchen statt analysieren
  • Werkzeuge statt Tools
  • Aussichten statt Perspektiven
  • einbauen statt installieren

Auch Abkürzungen machen Ihren Text schwerer verständlich – vor allem, wenn es sich um firmeninterne Kürzel handelt. Nicht jeder Arzt weiß zum Beispiel, dass es sich bei „PUV“ um eine „Praxisunterbrechungs-Versicherung“ handelt. Was in Ihrer Branche ein gängiges Kürzel ist, muss Ihrer Zielgruppe nicht unbedingt geläufig sein.

Texten Sie dynamisch

Vergleichen Sie mal: Die Durchführbarkeit der Marktdaten-Erhebung ist in der jetzigen Situation nicht mit Sicherheit zu eruieren. Und: Derzeit ist es nicht sicher, ob wir die Marktdaten erheben können.

Die erste Variante klingt schwerfällig, getragen und unnötig aufgebläht. Die zweite Variante ist klar, dynamisch und schon beim ersten Durchlesen problemlos verständlich. Vermeiden Sie daher Substantivierungen – also Nomen, die von Zeitwörtern abgeleitet sind und typischerweise auf folgende Silben enden:

  • -keit
  • -ung
  • -ion
  • -ät
  • -heit
  • -ismus

Dröseln Sie diese Hauptwörter auf, verwenden Sie stattdessen die entsprechenden Verben.

Texten Sie aussagekräftig

Was einem lebendigen Text außerdem nicht gut tut: „tote Verben“. Das sind blasse, sperrige, ausdruckslose Zeitwörter, die Sie besser durch treffendere Ausdrücke ersetzen. Zum Beispiel:

  • sich befinden
  • aufweisen
  • erfolgen
  • durchführen
  • vornehmen
  • unterziehen

Schreiben Sie zum Beispiel statt „Die Immobilie befindet sich am nördlichen Seeufer“ besser „Die Immobilie liegt am nördlichen Seeufer“. Oder statt „Wir unterziehen die Gemüseproben einer Untersuchung“ besser „Wir untersuchen die Gemüseproben“.

Texten Sie selbstbewusst

„Wir möchten Sie gerne über weitere Einzelheiten informieren.“ Warum so zaghaft? Werden Sie ruhig direkter: „Wir informieren Sie gerne über weitere Einzelheiten.“ Das wirkt doch gleich selbstbewusster und zielgerichteter.

Also: Verbannen Sie Hilfsverben und die Möglichkeitsform (Konjunktiv) so weit wie möglich aus Ihrem Foldertext. Warum? Diese Zeitwörter sind blutleer und erzeugen keine Bilder im Kopf Ihrer Lesenden. Sie blähen den Text unnötig auf und wirken alles andere als aktiv, stark und direkt. Setzen Sie die folgenden Wörter nur wohldosiert ein:

  • würden
  • sollen
  • wollen
  • dürfen
  • müssen
  • möchten
  • können

Fazit: Gute Flyer-Texte brauchen Zeit

Gute Texte fallen (leider) nicht einfach vom Himmel. Aber das müssen sie auch nicht. Nehmen Sie sich Zeit, überarbeiten Sie Ihre Textentwürfe wieder und wieder. Überprüfen Sie sie Schritt für Schritt auf Wort- und Satzsünden.

So texten Sie gute Überschriften

Die Überschriften in Ihrem Folder müssen den Nerv der Lesenden treffen; sie müssen berühren, bewegen, ein starkes Gefühl auslösen. Kurz: Ihre Headlines müssen sexy sein. Doch was macht eine Überschrift sexy? Dazu gibt es unzählige Textertipps und die Meinungen der Werbepsychologen gehen oft weit auseinander. Bei aufwändigeren Werbe-Aktionen werden auch Splittests durchgeführt, um die Wirkung verschiedener Überschriften zu testen. Allerdings gibt es einige Regeln, die sich bewährt haben und mit denen Sie solide, zugkräftige Headlines texten:

Schreiben Sie einfach

Ein witziges Wortspiel? Eine tiefsinnige Metapher? Eine beeindruckende Aneinanderreihung von Fachausdrücken? Vergessen Sie’s. Was vielleicht in Kunstmagazinen, Fachstudien oder Branchenreports angebracht ist, verfehlt beim Flyer seine Wirkung. Hier müssen Sie klar, einfach und verständlich schreiben.

Wer Ihre Überschrift liest, muss sie auf einen Blick erfassen und verstehen. Wenn das nicht gelingt, haben Sie schon verloren.

Wählen Sie starke Wörter

Welche Überschrift wirkt stärker auf Sie: „So erhöhen Sie die Sicherheit Ihres Computersystems mit wenig Aufwand“ oder „So einfach schützen Sie Ihre Daten“? Der Unterschied ist deutlich. Die erste Version müssen viele Adressaten vielleicht sogar zweimal lesen; sie enthält einige Wörter, die man zwar kennt, die aber relativ blass sind, wie zum Beispiel „erhöhen“, „Computersystem“ oder „Aufwand“. Die zweite Version ist kürzer, leichter verständlich und enthält Wörter („einfach“, „schützen“), die wichtige Bedürfnisse nach Bequemlichkeit und Sicherheit ansprechen.

Deshalb: Verwenden Sie kurze Wörter aus der Umgangssprache, geläufige Begriffe, die leicht zu verdauen sind und gleichzeitig die zentralen Kaufmotive der Lesenden ansprechen.

Zeigen Sie den Nutzen

Nur wenn Sie den Lesenden auf den ersten Blick verdeutlichen, was ihnen Ihr Angebot bringt, werden sie Ihnen ihre Zeit schenken, sprich Ihren Folder lesen. Versetzen Sie sich deshalb in die Lage des Kunden und fragen Sie sich, was er von Ihrem neuen Produkt, Ihrem verbesserten Service oder Ihrem Seminar hat. Setzen Sie dabei auf den Hauptnutzen, auf jenes Argument, das wirklich den „wunden Punkt“ des Kunden trifft. Zum Beispiel: Schreiben Sie statt „Wir haben unsere Logistik für Sie optimiert“ besser „Jetzt erhalten Sie Ihre Pakete doppelt so schnell“.

Seien Sie spezifisch

Wieder ein direkter Vergleich: Welche Headline spricht Sie am meisten an? „Wie Sie mehr Newsletter-Leser gewinnen“ oder „Wie Sie in 100 Tagen Ihre Newsletter-Liste verdoppeln“? Die erste Überschrift ist eigentlich nicht schlecht – sie ist kurz, einfach und bietet einen klaren Nutzen.

Doch die zweite Überschrift wirkt stärker – sie verspricht konkrete Anleitungen, vielleicht sogar einige Geheimnisse des Internetmarketings, die der Flyerleser unbedingt erfahren möchte. Deshalb nimmt er sich bei der zweiten Headline eher Zeit für den restlichen Text. Seien Sie aber vorsichtig, wenn Sie konkrete Versprechungen machen; Sie lehnen sich unter Umständen sehr weit aus dem Fenster.

Fazit: Starke Überschriften brauchen Zeit

Nehmen Sie sich für das Texten der Folder-Headlines genügend Zeit. Oft zeigt sich, dass der erste Entwurf noch nicht das Wahre ist und Sie die Überschriften aus einer neuen Perspektive angehen müssen. Beobachten Sie sich selbst: Von welchen Überschriften fühlen Sie sich angesprochen? Nach welchem Muster sind diese Headlines gestaltet? So erhalten Sie mehr und mehr Gespür für starke Überschriften.

Wie Sie leicht zu Ihren Überschriften kommen

Hier noch drei Anregungen, die Ihnen das Formulieren der Headlines erleichtern:

Stellen Sie Fragen

„Leiden Sie an Völlegefühl nach dem Essen?“ oder „Lust auf ein Gletscher-Abenteuer im Ötztal?“ Mit solchen Fragen erreichen Sie, dass sie die Leserin oder der Leser unwillkürlich beantwortet und sich angesprochen fühlt. Die Person wird dann im Fließtext nach weiteren Informationen und konkreten Angeboten suchen.

Die Gefahr bei solchen Überschriften ist, dass sie manche Lesende mit „Nein“ beantworten und gar nicht erst weiterlesen. Diese Lesenden werden wahrscheinlich ohnehin nicht zu Ihrer Zielgruppe gehören, dennoch sollten Sie die Frage in der Überschrift nicht zu eng formulieren, um nicht von vornherein zu viele mögliche Kunden auszuschließen.

Fordern Sie zum Handeln auf

Fordern Sie die Lesenden auf, etwas Bestimmtes zu tun. Zum Beispiel: „Stoppen Sie Fußgeruch mit FootPur“ oder „Denken Sie schon heute an Ihre Pension“. Solche Handlungsaufforderungen direkt in der Überschrift haben zwei Vorteile: Sie sind sehr direkt und wecken damit die Aufmerksamkeit des Lesenden. Außerdem können Sie die wichtigsten Produktvorteile einfach verpacken. Seien Sie aber vorsichtig bei der Formulierung – die Überschrift sollte nicht zu hart klingen.

Geben Sie Anleitungen und Tipps

Wenn Sie mit Ihrem Folder konkreten Mehrwert bieten wollen: Kurze Checklisten, bewährte Anwendertipps, Rezepte oder Anleitungen eignen sich dafür besonders gut. Bieten Sie Ihren Leserinnen und Lesern wertvolle Informationen in leicht konsumierbaren Häppchen – Infos, die dem (potenziellen) Kunden bei seiner Zielerreichung unterstützen. Sagen Sie ihm schon in der Überschrift, was ihm der Fließtext bietet. Verwenden Sie dazu Formulierungen wie

  • „Die 5 besten Tipps für perfekten Kompost“
  • „Wie Sie Ihren Garten winterfest machen“
  • „10 Gründe, warum Sie schon heute für Ihre Zukunft vorsorgen sollten“

Diese Form von Überschriften ist sehr effektiv, weil sie neugierig macht und zugleich verwertbare Informationen ankündigt – vorausgesetzt natürlich, Sie halten im Fließtext das Versprechen der Headline und schweifen nicht vom Thema ab.

Wie Sie mit Worten der Werbesprache verführen

Auch wenn wir sie schon tausendmal gelesen haben: Manche Signalwörter in der Werbung haben ihren Reiz immer noch nicht verloren – Wörter wie „neu“, „gratis“ oder „Garantie“.

Diese Begriffe schaffen Aufmerksamkeit, weil sie zentrale Kaufmotive der Menschen ansprechen: den Wunsch nach Sicherheit, nach Zeitersparnis, nach Anregung, nach Prestige. Verwenden Sie deshalb diese Wörter auch in Ihren Flyern und Foldern. Versuchen Sie nicht auf Biegen und Brechen, diese Ausdrücke durch unverbrauchte Wendungen zu ersetzen. Verlassen Sie sich lieber auf die bewährte Wirkung der magischen Werbeworte – sie beeinflussen unser Denken und Handeln und sind uns vertraut. Und Vertrautes verkauft meist besser. Hier einige der wichtigsten Zauberwörter:

Kostenlos, gratis

Diese Wörter gehören zu den kraftvollsten Begriffen der Werbesprache. Fügen Sie sie (wohldosiert!) in Ihren Werbetext ein und die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser ist Ihnen sicher. Zum Beispiel: „Bestellen Sie jetzt Ihren persönlichen Firmenstempel und erhalten Sie ein X-Large-Stempelkissen gratis dazu!“

Neu

Menschen mögen Neuigkeiten. Und sie wollen gerne die ersten sein, die ein neues Produkt verwenden – denn das verspricht Sozialprestige und die Bewunderung von Kollegen und Freunden. Nutzen dieses Bedürfnis!

Jetzt

„Jetzt minus 30 %!“: Das Wort „jetzt“ suggeriert dem Kunden, dass er eigentlich nur auf Ihr Angebot gewartet hat und sofort zugreifen sollte. Außerdem können Sie ihn zum umgehenden Handeln bewegen: „Bestellen Sie jetzt“.

Geheimnis

Menschen fühlen sich vom Rätselhaften angezogen und möchten gerne zu jenen Auserwählten gehören, denen ein Geheimnis enthüllt wird. Sie möchten wissen, was hinter einer Behauptung steckt; die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser wird geweckt – und das ist genau das, was Sie mit Ihrem Werbetext erreichen wollen. Zum Beispiel: „Besuchen Sie unser exklusives Sonnenstudio und entdecken Sie das Geheimnis natürlicher Sommerbräune“.

Garantie

Kaufen ist immer mit Unsicherheit verbunden. Und Unsicherheit führt zu Ängsten und Blockaden. Umgehen Sie diese Kaufhindernisse und bieten Sie eine großzügige Garantie. So vertraut Ihnen der Kunde schneller – und das macht einen Kauf oder eine Kontaktaufnahme wahrscheinlicher.

Sicher

„Der sichere Weg zu Ihrem Eigenheim“ – „So kommt Ihr Kind sicher in die Schule“ – „Gehen Sie auf Nummer sicher“: Das Wort „sicher“ signalisiert dem (potenziellen) Kunden, dass er sein Ziel ohne Risiken und Probleme erreichen kann. Es beruhigt und macht ihn offen für neue Möglichkeiten – sprich: Ihr Angebot.

Sie und Ihr

Sprechen Sie mit den Menschen, betonen Sie deren Vorteile und machen Sie ihnen ein persönliches Offert. Das heißt: Schreiben Sie zum Beispiel statt „Bestellen Sie jetzt das Willkommenspaket“ besser „Bestellen Sie jetzt Ihr Willkommenspaket“.

Einfach

Zeigen Sie den Menschen, dass Ihr Produkt einfach zu benutzen ist und dass der Kunde ohne kompliziertes Prozedere zu seinem gewünschten Ergebnis kommt. Beispiel: „So geht Klöppeln ganz einfach“ oder „In drei einfachen Schritten zum eigenen Kräutergarten“.

Sparen

Zeit und Geld sparen gehören zu den wichtigsten Antrieben von Käufern. Und alle wollen gerne wissen, wie viel sie einsparen können und was sie dafür tun müssen. Zum Beispiel: „Jetzt buchen und 15 % sparen!“

Fazit: Reizwörter wohlüberlegt und dosiert einsetzen

Profitieren Sie von der erprobten Signalwirkung bestimmter Reizwörter. So machen Sie auf Ihr Angebot aufmerksam und bauen Kaufhemmnisse ab. Verwenden Sie diese Worte jedoch wohlüberlegt und übertreiben Sie es nicht – ein mit Reizwörtern vollgepackter Text wirkt billig, unglaubwürdig und stößt ab.

Den Leser ansprechen mit „Sie“ statt „wir“

Auf die richtige Perspektive kommt es an: Wie bei allen anderen Marketingmaßnahmen müssen Sie auch bei Flyern und Foldern vom Kunden her denken. Denn für den Kunden geht es zunächst um seine Probleme, seine Bedürfnisse und seinen Nutzen – und nicht um Ihr Produkt.

Das heißt fürs Texten: Stellen Sie den Kunden in den Mittelpunkt, gehen Sie sprachlich auf ihn ein. Reden Sie nicht ständig von sich selbst, auch wenn Sie überzeugt sind, dass Sie mit Ihrem Produkt die Kundenprobleme am besten lösen können. Mit einem Wust aus „Wir sind“- und „Mein Produkt kann“-Sätzen riskieren Sie, dass sich der Kunde überflüssig vorkommt und Ihren Flyer schließlich wegwirft.

Ersetzen Sie deshalb Ihre „Wir“-Botschaften durch „Sie“-Formulierungen. So zeigen Sie, dass Sie den Lesenden mit seinen Nöten und Bedürfnissen ernst nehmen und nicht nur Ihr Produkt verkaufen wollen. Der Lesende fühlt sich auf diese Weise respektvoll behandelt; er wird offener für Ihre  Verkaufsbotschaft. Hier einige Beispiele:

  • statt: Wir freuen uns auf Ihren Anruf.
    besser: Rufen Sie uns an – wir freuen uns auf Sie.
  • statt: Unsere Hotline ist rund um die Uhr besetzt.
    besser: Sie erreichen unsere Hotline rund um die Uhr.
  • statt: Wir präsentieren Ihnen unser umfassendes Gartengeräte-Angebot.
    besser: Bei uns finden Sie alles, was Sie für Ihre Gartenarbeit brauchen.
  • statt: Wir sind stolz auf unsere vielfach ausgezeichnete Küchencrew.
    besser: Genießen Sie die Kreationen unserer vielfach ausgezeichneten Küchencrew.
  • statt: Wir haben die führenden CRM-Experten Deutschlands eingeladen.
    besser: Profitieren Sie vom Wissen der führenden CRM-Experten Deutschlands.

Natürlich sind Sie von Ihren Erzeugnissen und Serviceleistungen begeistert; natürlich gehen Sie davon aus, dass Ihr Angebot den Bedürfnissen der Leserin oder des Lesers am besten entspricht; natürlich wollen Sie betonen, wie professionell, qualitätsbewusst und einzigartig Sie sind. Das darf Sie aber nicht dazu verleiten, sich selbst wichtiger zu nehmen als den potenziellen Kunden.

Mein Tipp: Treten Sie einen Schritt zurück und versuchen Sie, Ihren Text aus Sicht des potenziellen Käufers zu sehen. Reden Sie mit dem Menschen? Stellen Sie eine Verbindung zu ihm her? Geben Sie ihm das Gefühl, seine Probleme lösen zu können? Prüfen Sie also Ihren Text dahingehend, ob Sie die „Wir“- und „Ich“-Botschaften in „Sie“-Botschaften umformulieren können.

Wie Sie Texte gliedern

Kaum ein Mensch wird es sich zusammen mit Ihrem Folder gemütlich machen, ihn konzentriert vom Cover bis zur letzten Seite durchlesen und sich unverdrossen durch lange Textblöcke kämpfen.

Vielmehr werden die Leserinnen und Leser Ihren Flyer zunächst überfliegen, ihn scannen, anhand von Überschriften und Grafiken entscheiden, ob sich eine vertiefende Lektüre lohnt. Diesem Leseverhalten müssen Sie mit der Gestaltung Ihres Folders entsprechen. Das heißt: Sie sollten für ein aufgeräumtes, überschaubares Layout sorgen, für ansprechende Fotos und informative Grafiken. Ihre Aufgabe ist es, den Text in schnell erfassbare Einheiten zu gliedern. Denn nichts wirkt abschreckender als unüberschaubare Textmengen. Ein solcher Aufbau signalisiert dem Gehirn: „Achtung, Arbeit!“ Und wer will sich schon gerne anstrengen. Hier einige Empfehlungen für den textlichen und grafischen Aufbau:

Text strukturieren

Bieten Sie dem Auge der Leserin oder des Lesers textliche Ankerpunkte, die Ihre wichtigsten Botschaften transportieren:

  • Headlines
  • Zwischenüberschriften
  • Bildbeschreibungen
  • Aufzählungen
  • Stichwortlisten
  • Zusammenfassungen

Grafiken und Tabellen

Eine der größten Nachteile von Flyern und Foldern: der begrenzte Platz. Versuchen Sie deshalb, komplexe Sachverhalte in grafischer Form zu illustrieren – durch Infografiken oder Tabellen.

Grafische Elemente

Mit grafischen Elementen lockern Sie den Text auf, vermeiden schwerfällige Textblöcke und erleichtern das Erfassen und Verarbeiten Ihrer Informationen. Mit Textboxen, großen Überschriften, Teasern, Fotos oder Rahmen machen Sie das Layout frischer, leichter und übersichtlicher. Nicht vergessen: Ihre Leserinnen und Leser betrachten zuerst die Fotos und Überschriften – packen Sie daher Ihre wichtigste Botschaft in diese Elemente.

Fazit: Denken Sie grafisch, wenn Sie Ihren Text gliedern

Gliedern Sie den Flyertext in eine logische Abfolge von überzeugenden Argumenten; denken Sie „grafisch“ und führen Sie den Lesenden mit Überschriften, Bildtexten und Aufzählungen durch dieses schriftliche Verkaufsgespräch. Sorgen Sie dafür, dass der Kunde schon in den ersten Sekunden erkennt, was ihm Ihr Angebot bringt – nur dann wird er sich intensiver mit Ihrem Folder beschäftigen.

Beispiel: Was liest sich leichter?

Welche Variante liest sich aus Ihrer Sicht besser?

Variante 1:

In unserem Seminar „Texten fürs Web“ erfahren Sie alles über die Gestaltung von Online-Texten. Wir beschäftigen uns ebenso mit dem Einbau von relevanten Keywords, mit der Bedeutung von Professionalität und Glaubwürdigkeit im Internet, mit dem Aufbau von Vertrauen und mit der Frage, wie Sie Ihre Webbesucher zum Handeln bringen. Außerdem lernen Sie Möglichkeiten kennen, die User an Ihr Unternehmen zu binden und generell mehr Kunden im Internet zu gewinnen. Wir laden Sie deshalb herzlich ein, sich so schnell wie möglich anzumelden.

Variante 2:

In unserem Seminar „Texten fürs Web“ lernen Sie,

  • wie Sie Online-Texte gestalten
  • wie Sie Keywords einbauen
  • wie Sie glaubwürdig und professionell wirken
  • wie Ihnen die Leser vertrauen
  • wie Sie die User zum Handeln auffordern
  • wie Sie Ihre Besucher an sich binden
  • wie Sie mehr Kunden im Internet gewinnen

Melden Sie sich jetzt an!