Konzept erstellenEigenschaften eines guten Konzepts

Ob ein Konzept umgesetzt wird, hängt wesentlich vom Konzept selbst ab. Welche Eigenschaften machen ein gutes Konzept aus?

Leider läuft es oft so: Mit Schwung und großen Worten werden Themen angeschoben und Konzepte erstellt – um dann zu versanden. Nicht selten liegt das auch an den Konzepten selbst. Gute Konzepte, die Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung haben, folgen den fünf Kriterien des „ZEBRA-Prinzips“:

  • Zielorientiert
  • Empfängerorientiert
  • Beherzt auf den Punkt gebracht
  • Realistisch geplant
  • Auslöser für Aktivitäten

Konzepte sind zielorientiert

In gelungenen Konzepten sind die Ziele präzise herausgearbeitet. Sie bilden die Grundlage der konzeptionellen Arbeit. Es wird sichergestellt, dass alle Beteiligten zu Beginn der Arbeit ein gemeinsames Zielverständnis haben. Damit ist die wichtigste Hürde zum Erfolg bereits fest im Griff. Des Weiteren muss für Abstimmungstermine gesorgt werden, um die Zielerreichung zu überprüfen und auch bei Änderungen der Ziele, der Rahmenbedingungen und sonstigen Wäg- oder Unwägbarkeiten weiterhin zielorientiert vorgehen zu können. Denn: Nicht immer ist der Weg zum Ziel eine Gerade.

Konzepte sind empfängerorientiert

Die treffsichere Herausarbeitung des Ziels und die systematische Erarbeitung der Inhalte sind keine Garantien für ein erfolgreiches Konzept. Es braucht auch viel Kommunikation. Das betrifft zum einen die Notwendigkeit, überhaupt und regelmäßig mit den Auftraggebern, Stakeholdern und später ebenso mit denjenigen zu kommunizieren, die das Thema umsetzen werden. Zum anderen betrifft es die Art der Kommunikation. Wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass die Ideen nachvollzogen und verstanden werden. Das Konzept muss für den Leser verständlich sein.

Oft werden Konzepte aus der Sicht und Erfahrungswelt des Autors geschrieben. Kommt der Empfänger aus anderen Fachbereichen oder aus einer anderen Branche und findet keine Übersetzungsarbeit statt, dann kann er die Konzepte oft schwer oder kaum nachvollziehen. Gute Konzepte hingegen liefern eine empfängerorientierte Aufbereitung. Gelungene Konzepte sind für Fachfremde nachvollziehbar, weil sie das Ziel, den Nutzen und die geplante Vorgehensweise empfängerorientiert formulieren.

Konzepte sind beherzt auf den Punkt gebracht

Häufig sind Konzepte zu umfangreich gehalten, sprachlich umständlich formuliert und nicht schlüssig aufgebaut. Die meisten Rezipienten – und ganz besonders Entscheider – haben jedoch wenig Zeit und wollen ohne Umwege erfahren, worum es geht. Leseverhaltensforscher haben herausgefunden, dass innerhalb der ersten drei Sekunden entschieden wird, ob ein Text interessant erscheint.

Das Konzept sollte also in Sprache und Struktur beherzt auf den Punkt gebracht werden. Einfache und verständliche Formulierungen und ein erkennbarer roter Faden helfen dem Leser. Kernbotschaften fokussieren sowohl den Schreiber als auch den Leser beziehungsweise Zuhörer.

Konzepte sind realistisch geplant

In der Konzeptarbeit müssen zwei Arbeitsprozesse geplant werden: die Konzepterstellung selbst und die Lösungen und Aktivitäten, die in dem Konzept vorgeschlagen werden. Zunächst sollte der Arbeitsprozess der Konzepterstellung geplant werden. Dies braucht Zeit und passiert oft neben dem normalen Arbeitspensum. Beinhaltet das Konzept Vorschläge für Lösungen und Aktivitäten, sollten diese in einem realistischen und anschaulichen Zeitplan dargestellt werden. Erst dann kann der Leser nachvollziehen, wie und mit welchem Aufwand die Lösungsvorschläge umgesetzt werden können.

Konzepte sind Auslöser für Aktivitäten

Gelungene Konzepte bieten intelligente, wirtschaftliche und pragmatische Ideen für Probleme und Ziele. Sie zeigen Lösungen auf, beschreiben eine klare Strategie und kommen je nach Detaillierungsgrad auch zu konkreten Empfehlungen für Aktivitäten, wie das Ziel erreicht werden kann. Gelungene Konzepte wollen klar zeigen, was zu tun ist und fordern zu konkreten Aktivitäten auf. Sie sagen dem Leser, was der nächste Schritt ist, was er als nächstes tun soll. Gelungene Konzepte liefern bereits den Impuls, um den Stein ins Rollen zu bringen.

Dazu im Management-Handbuch

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