Wertschätzende KommunikationDas eigene Verhalten als Voraussetzung für wertschätzende Kommunikation

Das Verhalten resultiert aus der Persönlichkeit, aus dem Umwelteinfluss und der jeweiligen Situation. Daraus leitet sich ab, wie Menschen kommunizieren. Wer wertschätzend kommunizieren will, muss seine Verhaltensweise prüfen.

Verhalten resultiert aus Persönlichkeit und Umwelteinfluss

Die menschliche Unterschiedlichkeit bietet zugleich eine weitere Chance: Anpassungsfähigkeit. Die meisten Menschen haben zwei Stärken und entsprechend zwei Nicht-Stärken. Alles kann in der Kommunikation eingesetzt werden, „locker“ aufgrund von persönlichen Präferenzen, aber auch als willentliche Anpassung bei Nicht-Stärken, um Ziele zu erreichen. Ein guter Schauspieler hat gelernt, alle Rollen spielen zu können, begeisternd ist hauptsächlich Authentizität: natürliches Verhalten.

Gewohnheiten und entsprechende Verhaltensweisen zu ändern, ist eine der schwierigsten Aufgaben. Jede Änderung stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch eine mindestens ebenso große Chance. Sie besteht darin, durch veränderte Verhaltensweisen sogar andere Menschen ändern zu können, was theoretisch weder möglich noch zulässig ist.

Lewin’sche Formel

Diese Erkenntnis hat als Lewin‘sche Formel Eingang in die Literatur und in die Praxis gefunden: V = ƒ (P, U)

Das Verhalten (V) eines Menschen ist eine Funktion (f)
seiner Persönlichkeit (P) und seiner Umwelt (U).

Wir wissen, dass uns bestimmte Verhaltensweisen unserer Partner anziehen, während wir uns von anderen vielleicht sogar abgestoßen fühlen. Menschliches Verhalten wird durch die Umwelt beeinflusst, so wie sie uns zu diesem bestimmten Zeitpunkt umgibt. Kurt Lewin vertrat die Ansicht, dass diejenigen Aspekte und Kräfte für das Verhalten relevant sind, die in einer konkreten Situation (unter Berücksichtigung der Gesamtsituation) auf eine Person einwirken.