Supply Chain Management (SCM)Supply Chain Management und die Zusammenarbeit mit Lieferanten

Mit Supply Chain Management soll die gesamte Wertschöpfungskette optimiert werden. Meist geht es dabei um eine intensive Zusammenarbeit mit Lieferanten im Bereich Logistik und Informationsaustausch. Darüber hinaus werden Prozesse zu Kunden und zu Lieferanten des Lieferanten analysiert und verbessert.

Rationalisierungen in der Wertschöpfungskette

Supply Chain Management ist für Unternehmen ein wichtiges Konzept, weil es großes Rationalisierungspotenzial beinhaltet. Im Güter- und Warenstrom ist viel Kapital gebunden, Logistik, Lagerung und Transport verursachen hohe Kosten. In der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Abnehmern gibt es viele Schnittstellen. So sind die Möglichkeiten zur Optimierung gewaltig. Gerade mit den Schlagwörtern Industrie 4.0 und Digitalisierung sind diese wieder verstärkt ins Blickfeld geraten.

Um Abläufe zu rationalisieren und Optimierungspotenziale zu erschließen, darf die Analyse nicht an den eigenen Unternehmensgrenzen haltmachen. Es gilt die gesamte logistische Wertschöpfungskette zu optimieren. Alles, was damit zusammenhängt, wird unter dem Konzept Supply Chain Management zusammengefasst. Sie umfasst das Netzwerk von Organisationseinheiten, die eine Leistung in Form eines Produkts oder einer Dienstleistung erbringen. Dabei ist es unerheblich, zu welchem Unternehmen die Organisationseinheiten gehören. Im Fokus stehen übergreifende Prozesse, die beschreiben, wie Produkte oder Dienstleistungen erstellt werden, gelagert und transportiert werden und wie sie schließlich beim Kunden ankommen.

Anforderungen an die Wertschöpfungskette und die Logistik

Mit Supply Chain Management sollen nicht nur Rationalisierungspotenziale erschlossen werden. Dabei geht es auch darum, die Anforderungen der Kunden besser zu erfüllen. Online-Handel, Logistikdienstleister und Vorreiterunternehmen wie Amazon haben mit ihrem herausragenden Bestell- und Logistikservice die Erwartungen beim Kunden und Endverbraucher steigen lassen. Dem können sich andere Unternehmen kaum noch entziehen. Im Zuliefergeschäft sind vor allem die Autobauer mit Just-in-Time-Konzepten Vorreiter und setzen die Standards.

Alle Unternehmen müssen deshalb darauf vorbereitet sein, dass ihre Kunden erwarten, dass:

  • sie aus einer Vielzahl von Produkten auswählen können,
  • sie kurzfristig bestellen können,
  • dann schnell beliefert werden,
  • Bestelländerungen flexibel möglich sind,
  • die Lieferzusagen präzise sind und
  • die Liefertermine eingehalten werden.

Daran müssen sich moderne Logistikketten und Logistikmanagement immer wieder messen lassen und sie müssen sich dazu an die dynamischen Herausforderungen anpassen – und zwar entlang der gesamten unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette. Dabei geht es aus Sicht eines Unternehmens darum, diese überbetriebliche Logistikkette zu optimieren. Das Unternehmen blickt also auf alle vorgelagerten und nachgelagerten Prozesse von der Rohstoffbeschaffung bis zum Endkunden.

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