Geschäftliche E-MailDie richtige Grußformel wählen

Bei der Grußformel in E-Mails gibt es mehr Möglichkeiten für die Formulierung als in Briefen. Doch sollte bei geschäftlichen E-Mails generell die Form gewahrt bleiben – das gilt auch bei der Grußformel am Ende der E-Mail.

Nie ohne Grußformel und keine Abkürzung in der E-Mail

Wer viel unterwegs ist und E-Mails auf dem Smartphone oder Tablet schreibt, verwendet schon mal die Abkürzungen „MfG“, „VG“ oder „LG“ als Grußformel. Schließlich sind E-Mails schnell geschrieben und Formalitäten bedeuten Mehrarbeit und Verzögerungen.

Bei Freunden und vertrauten Kollegen sind abgekürzte Grußformeln in Ordnung. Bei weniger vertrauten Kollegen, Geschäftspartnern oder Kunden sollten Sie aber die Form – auch bei der Grußformel in der E-Mail – wahren. Ansonsten vermitteln Sie den Eindruck: Mein Anliegen ist zwar so wichtig, dass ich ihnen schreibe. Aber sie sind nicht so wichtig, dass ich mir die Mühe mache und zwei zusätzliche Wörter schreibe, nur um sie zu grüßen.

Nehmen Sie sich in der Geschäftskorrespondenz also Zeit, eine Grußformel zu schreiben – und zwar vollständig ausgeschrieben. Damit zeigen Sie Respekt gegenüber der Empfängerin und dem Empfänger.

Traditionelle Grußformeln

Je formeller Ihre Beziehung zur Empfängering oder zum Empfänger der E-Mails ist, desto traditioneller sollten Sie die Grußformel wählen. Immer korrekt und höflich, aber auch etwas distanziert sind:

  • Mit freundlichen Grüßen
  • Freundliche Grüße
  • Mit freundlichem Gruß

Häufig zu lesen sind auch:

  • Viele Grüße
  • Beste Grüße

Wenn Sie die angeschriebene Person mögen und schätzen, dürfen die Grüße auch von Herzen kommen: Herzliche Grüße.

Individuelle Grußformeln

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Sie durch die E-Mail-Korrespondenz haben? Schließlich kommunizieren Sie hier in Echtzeit und wissen in der Regel, wann die Nachricht im Posteingang landet und wo die Empfängerin und der Empfänger arbeiten. Das ermöglicht eine große Bandbreite individueller Grußformeln, mit denen Sie sich aus der E-Mail-Flut abheben. Sie können damit zeigen, dass Ihnen Empfängerin und Empfänger die Mühe einer persönlichen Formulierung wert sind. Nutzen Sie dazu Orte, Tageszeiten oder Wochentage sowie das Wetter oder die Jahreszeit. Die Grußformel kann dann zum Beispiel lauten:

Orte in der Grußformel

  • Herzliche Grüße aus Frankfurt
  • Freundliche Grüße nach Berlin
  • Mit freundlichen Grüßen ins schöne Heidelberg

Tageszeiten und Wochentage in der Grußformel

  • Mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Woche (Montag)
  • Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen ... (Freitagnachmittag)
  • Einen erholsamen Feierabend wünscht Ihnen ... (ab 17 Uhr)

Wetter oder Jahreszeit in der Grußformel

  • Sonnige Grüße aus dem Allgäu
  • Viele Grüße aus dem regnerischen München
  • Herzliche Frühlingsgrüße

Fazit

Eine vollständig ausgeschriebene Grußformel gehört nicht nur in Briefen, sondern auch bei E-Mails zum guten Ton. Bei E-Mails haben Sie zudem viele Möglichkeiten für eine individuelle Formulierung.

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