Investitionsrechnung und Methoden zur BewertungGewinnvergleichsrechnung – Vorgehensweise und Beispiel

Mit der Gewinnvergleichsrechnung bewerten Sie Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle, die unterschiedliche Leistungen erbringen. Das führt zu jeweils anderen Erlösen. Deshalb werden bei der Gewinnvergleichsrechnung Absatz, Umsatz und Erlöse mit den Kosten verglichen. Sie entscheiden sich für die Alternative mit dem höchsten Gewinn. Wie berechnen Sie den Gewinn?

Was ist eine Gewinnvergleichsrechnung?

Bei einer Gewinnvergleichsrechnung geht es darum, Prozesse, Abläufe, Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive zu vergleichen und zu bewerten. Meistens soll anschließend entschieden werden, ob oder welche der möglichen Handlungsalternativen realisiert und welche Investition getätigt werden soll. Dann werden dafür Budgets und Ressourcen eingesetzt.

Bei der Kostenvergleichsrechnung gehen Sie davon aus, dass die Leistungen dessen, was Sie bewerten, gleich sind. Bei der Gewinnvergleichsrechnung ist das nicht der Fall; die Leistungen (allgemein Output) können sich unterscheiden. Deshalb ermitteln Sie für die Gewinnvergleichsrechnung für die zur Auswahl stehenden Alternativen:

  • Leistungen oder Erträge, die mit der Alternative möglich sind; bei Produkten ist das der erzielbare Umsatz
  • Aufwände, die dafür notwendig sind; bei Produkten sind das die Kosten
  • Gewinn, der mit der Alternative erwirtschaftet wird: Leistung minus Aufwand oder Umsatz minus Kosten

Da die Gewinnvergleichsrechnung ein statisches Verfahren ist, wird der Zeitpunkt, wann Erträge und Aufwände anfallen, nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die Investitionen oder Handlungen für die gleichen Zeiträume relevant sein. Um den Zeiteffekt in die Betrachtung einzubeziehen, können Sie den (durchschnittlichen) Gewinn pro Jahr berechnen. Außerdem können Sie die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten dadurch betrachten, dass Sie den Gewinn pro Leistungseinheit oder den Stückgewinn ermitteln und vergleichen.

Stichwort

Gewinnvergleichsrechnung

Die Gewinnvergleichsrechnung ist eine Methode der statischen Investitionsrechnung, um Investitions- oder Handlungsalternativen betriebswirtschaftlich zu bewerten. Dabei werden die Erträge aus erstellten Leistungseinheiten in Form von Umsatz, Einnahmen oder Einzahlungen sowie die damit verbundenen Kosten, Ausgaben oder Auszahlungen ermittelt.

Der Gewinn für eine Alternative ergibt sich aus Ertrag abzüglich Kosten. Die Alternative mit dem höchsten Gewinn gilt als die wirtschaftlich beste Lösung.