Führen ohne VorgesetztenfunktionMitarbeiter motivieren – auch ohne disziplinarische Macht

Wie gelingt erfolgreiches Führen ohne den Einsatz disziplinarischer Macht? Welche Bedingungen sorgen für mehr Motivation im Team? Lässt sich umgekehrt Demotivation verhindern? Und wie können Sie andere Menschen für Ihr Projekt gewinnen? Fünf Instrumente zur lateralen Führung helfen dabei.

Motivation statt Anweisung

Als Führungskraft ohne disziplinarische Macht kommt es für Sie ganz besonders darauf an, dass Ihre Mitarbeiter motiviert sind, um Sie und Ihr Projekt so zu unterstützen, wie Sie es sich wünschen. Da Sie keine Weisungsbefugnis haben und keine formalen Anweisungen geben dürfen, können Sie nur an die Motivation der Teammitglieder appellieren.

Es ist zwar umstritten, ob sich Menschen überhaupt von außen motivieren lassen und entsprechende Appelle nützen. Wenn Sie aber Bedingungen schaffen, damit Ihre Teammitglieder motiviert sind, steigt die Chance, dass sich Ihre Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Sinne einbringen und alle gemeinsam die vereinbarten Ziele erreichen – und an einem Strang ziehen.

Sich realistische Motivationsziele setzen

Auch wenn Sie kein Motivationskünstler sind, gibt es einige Regeln und Methoden, um die Motivation von anderen Menschen zu beeinflussen – oder um zumindest die Demotivation zu verhindern. Erste wichtige Regel: Bleiben Sie realistisch.

Sie kennen die Mitglieder in Ihrem Team und können in etwa einschätzen, mit welcher Motivation sie an den Start gehen. Gehen Sie davon aus, dass Sie eine geringe Motivation nicht von heute auf morgen stark steigern können. Setzen Sie sich also realistische Motivationsziele.