Berufliche und persönliche StandortbestimmungRahmenbedingungen der Arbeit bewerten

Welche Arbeitsbedingungen brauchen Sie? Wie hoch ist das für Sie persönlich passende Einkommen? Welche Arbeitsgebiete sprechen Sie an? Erörtern Sie diese Fragen mithilfe der folgenden Vorlagen, um zu wissen, welcher Job der richtige für Sie ist.

Aspekte der Arbeitsgestaltung beurteilen

Bei der Gestaltung der Arbeit gilt das Sprichwort „Love it, change it or leave it“. In diesem Zusammenhang bedeutet das: Wenn Ihnen die aktuellen Arbeitsbedingungen nicht gefallen, dann haben Sie drei Möglichkeiten:

  • die Arbeitsbedingungen zu akzeptieren wie sie sind (love it),
  • darauf hinzuwirken oder dazu beizutragen, dass sich die Bedingungen ändern (change it) oder
  • die Arbeitsbedingungen zu verlassen (leave it).

Machen Sie sich klar, mit welchen Aspekten der Arbeitsgestaltung Sie leben können und mit welchen Sie keinesfalls leben wollen oder können, zum Beispiel aufgrund gesundheitlicher Beschwerden.

Die Arbeitsumgebung zum Beispiel hat einen größeren Einfluss auf Zufriedenheit und Gesundheit als sich zunächst vermuten lässt. Sie kann aber zugleich auch Ansporn sein, etwas zum Besseren zu verändern. Zum Beispiel können Sie sich durch eine Weiterbildungsmaßnahme qualifizieren und damit eine andere Stelle in Ihrem Unternehmen finden, bei der Sie nicht mehr körperlich schwer arbeiten müssen.

Indem Sie einen Blick auf Aspekte wie Arbeitsorganisation und Arbeitsstrukturierung werfen, grenzen Sie gleichzeitig die Kriterien für Ihren passenden Job ein. Wie Befragungen immer wieder zeigen, möchten Menschen zum Beispiel so arbeiten, dass Sie Privatleben und Beruf gut vereinbaren können. Damit schließen sich Bedingungen wie etwa unflexible Arbeitszeiten aus.

Das für sich passende Gehalt bestimmen

Der Blick auf den Gehaltszettel kann Berufstätige demotivieren. Ein Faktor, vor allem vieler Berufseinsteiger, ist eine unrealistische Gehaltserwartung. Ein weiterer Faktor, der diejenigen betrifft, die sich umorientieren: Sie beginnen auch beim Gehalt von Neuem, also unten – selbst wenn sie aufgrund ihrer Berufserfahrung mehr erwartet haben. Die Erwartungshaltung beeinflusst die Wahrnehmung. Daher haben Berufstätige oft den Eindruck, zu wenig zu verdienen. Viele Karriereratgeber weisen aber darauf hin, dass ein höheres Gehalt nicht das entscheidende Motiv für die Planung der nächsten Karriereschritte sein sollte.

Bei der Frage des künftigen Gehalts in der ersten Position oder im neuen Job sollten Sie immer folgende Aspekte bedenken:

  • Wie hoch ist das für Sie persönlich passende Einkommen?
  • Welches Gehalt kann Ihr Arbeitgeber bezahlen – zum Beispiel in Hinblick auf die Unternehmensgröße?
  • Welches Gehalt ist üblich – bezogen auf die Branche, die Aufgaben, die Verantwortung sowie den Standort?

Wer nach einem Tarifvertrag bezahlt wird, weiß genau, wann er wie viel verdienen wird. Diejenigen, deren Lohn nicht tariflich gebunden ist, können einen Gehaltsvergleich nach Position, Branche, Unternehmensgröße und weiteren Einflüssen auf Vergleichsportalen im Internet durchführen.