PressearbeitWie Sie mehr Aufmerksamkeit in den Medien und in der Presse erreichen

Es gibt vier grundlegende Ansätze, um in Redaktionen Gehör zu finden und mediale Beachtung zu erreichen. Wichtig: Wecken Sie Emotionen und machen Sie die Empfänger (Leserschaft) Ihrer Botschaft zu Betroffenen! Dies erreichen Sie, wenn Ihre Botschaften einen News-Wert haben. Gleichzeitig sollten Sie beachten, wie Redaktionen arbeiten und worauf sie achten.

Vier Wege, um in die Presse zu kommen

In der Pressearbeit gibt es nichts Ineffektiveres als sogenannte „Me-too“-Botschaften. Das sind Themen, die schon mehrmals von den Medien aufgegriffen wurden. Ihnen fehlt die Einzigartigkeit, das Besondere. In der PR gibt es deshalb vier Ansätze, wie dieses Kernproblem gelöst werden kann und die eigenen Botschaften Anklang bei Journalisten und schließlich den Weg in die Berichterstattung finden:

1. Das Besondere

„Besonders“ können zum Beispiel außergewöhnliche Werbekampagnen sein, über die gesprochen wird und auf die Medien immer wieder zurückkommen. Das Gleiche gilt für prominente Persönlichkeiten, etwa Leistungssportler. Dazu zählen können auch Unternehmen, die extravagante Services bieten oder einfach aufgrund ihres Geschäftsmodells spannend sind.

Ein Kniff in der Pressearbeit liegt darin, bestimmte Besonderheiten inszenieren zu können. Beispielsweise lässt sich auf ein bestimmtes Detail im Unternehmen fokussieren und daran das Besondere, das Berichtenswerte herausarbeiten. Letztlich gilt: Das Thema muss relevant sein!

2. Die Relevanz

Unternehmerische Schwergewichte wie VW oder Daimler haben von vornherein eine Relevanz für die Berichterstattung. Dies ergibt sich schon allein aufgrund ihrer Größe und wirtschaftlichen Bedeutung im Markt. Relevanz können zudem einzelne Personen haben, die per se in der Öffentlichkeit stehen wie Politikerinnen, Politiker, Sportlerinnen, Sportler oder Show-Stars.

Ob etwas für die Berichterstattung relevant ist, kann auch am Erfolg von Unternehmen liegen. So berichtet die Presse immer wieder gerne von außergewöhnlichen Wachstumsgeschichten. Das heißt, hier können auch kleinere oder mittelständische Unternehmen, die außerordentlich wachsen, den Weg in die Presse finden.

Zu guter Letzt sind nicht nur nackte Zahlen wie Umsatz oder Gewinn relevant, sondern auch Aussagen. Gemeint ist das Zeigen von spezifischem Know-how, mit dem der Einzug in die Medien gelingen kann. Hier kommt es darauf an, dass ein Unternehmen zukunftsgerichtete Fragen mit möglichst hoher Relevanz beantworten kann. Diese Fragen sollte der Wettbewerb allerdings bislang noch nicht beantwortet haben!

Mittel zum Zweck können zum Beispiel Meinungsumfragen sein, mit denen sich neue Fakten generieren lassen, die für die Pressearbeit genutzt werden können.

3. Die Inszenierung

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie einzelne Unternehmen über eine geschickte Inszenierung eines Produkts oder einer Dienstleistung den Weg in die Medien fanden. Hier gilt: Je außergewöhnlicher, desto größer die Chance auf eine Berichterstattung.

Beispiele dafür sind besonders emotionale Filme auf YouTube, mitreißende Inszenierungen bei Instagram oder auch das Sponsoring von Veranstaltungen auf lokaler Ebene.

4. Die Themenwelten

Wenn das Unternehmen an sich oder die Produkte oder Dienstleistungen nichts für die Medien Relevantes in sich tragen, bleibt zum guten Schluss nur noch die Inszenierung von Relevanz. Hier sind die PR-Verantwortlichen in den Unternehmen gefordert, bestimmte Themen als Transmissionsriemen für die eigentliche Nachricht zu nutzen und parallel dazu ein hohes Interesse bei den Zielgruppen auszulösen.

Tipp: Merkregel für Themenwelten

Die wichtigste Merkregel für Themenwelten: PR-Verantwortliche müssen das Thema vom Empfänger her denken! Kernfrage dabei: Was bewegt meine Zielgruppe dermaßen, dass es von den Redaktionen aufgegriffen und bei der Berichterstattung berücksichtigt wird?